Mönchsgeier im Osttiroler Gschlösstal gesichtet

Ornithologische Sensation im Nationalpark Hohe Tauern.

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Der Mönchsgeier ist der größte europäische Geier und kommt derzeit nur in Spanien und Südfrankreich vor. In Österreich wurden die gewaltigen Vögel mit einem Körpergewicht von 7 bis 12 kg und einer Flügelspannweite von 250 bis 295 Zentimetern bereits im 19. Jahrhundert ausgerottet. Nur fünf Mal wurde seither ein Mönchsgeier in unseren Breiten gesichtet, in Österreich zuletzt 2012 im Lechtal und im Bereich des Plöckenpasses. Aus den Hohen Tauern gibt es seit 1960 nur einen einzigen belegten Hinweis: Im Salzburger Rauris übernachtete an einem Gänsegeierschlafplatz im Jahr 1996 ein Mönchsgeier.

Fast 150 Jahre ist es her, seit der majestätische Vogel mit der charakteristischen Federkrause am Hals in Osttirol gesehen wurde. 1867 soll der letzte Mönchsgeier in Prägraten gebrütet haben. Umso größer ist die ornitholigische Sensation, die der Nationalpark Hohe Tauern jetzt vermeldet. Derzeit fliegt ein Mönchsgeier über die Gipfel des größten mitteleuropäischen Schutzgebietes. Nationalparksprecher Florian Jurgeit: „Das Gschlösstal im Gemeindegebiet von Matrei in Osttirol kann derzeit als Geier-Hot-Spot bezeichnet werden: Bart-, Gänse- und Mönchsgeier sind im oberen Tauerntal gesichtet worden.“

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