Gemeinsam für das „ÜB-ERLEBEN“ in den Bergen

Weltrekordversuch, Remler-Performance und Benefizkonzert mit den „Seern“.

ueb-erleben
Der Kalser Bergführer Peter Ponholzer, Martin Rainer vom Alpinkompetenzzentrum, Bergrettung-Bezirksobmann Peter Ladstätter, Aktionskünstler Dieter Remler, Markus Bstieler von der Bergrettung Prägraten sowie Erwin Mariacher, Leiter der Alpinpolizei Osttirol machen mit einem zweitägigen Projektwochenende auf sicheres Verhalten beim Bergsteigen und Wandern aufmerksam.

Die Bergrettung Osttirol veranstaltet am 14. und 15. September gemeinsam mit anderen alpinkompetenten Organisationen wie der Alpinpolizei, dem Alpinkompetenzzentrum, den Kalser Bergführern, der Alpenraute sowie dem Alpenverein ein Projektwochenende unter dem Titel „Üb-Erleben“. Diese als informative und präventive Aktion für alle Bergsport-Begeisterten gedachte Veranstaltung soll einen weiteren Impuls für mehr Sicherheit im alpinen Gelände setzen.

„Schon seit einem Jahr arbeiten wir an dieser Idee,“ erzählte Peter Ladstätter, Bezirksobmann der Osttiroler Bergrettung, am 31. Juli bei einer Pressekonferenz. „Nun haben wir alle alpinkompetenten Organisationen dafür an einen Tisch geholt.“ Initiator der Aktion ist Performance-Künstler Dieter Remler: „Der Trend zur Natur ist sehr positiv, doch das Bergsteigen ist ein zu erlernendes Handwerk. Mit der Aufklärung über die Risiken aber ist der Genuß des Bergsports doppelt so hoch.“

Bisher mussten in diesem Jahr in den Bergen Österreichs und Südtirols bereits 24 Menschen ihr Leben lassen. Ausrüstung und Kondition seien nicht alles, meint Bergführer Peter Ponholzer, Ausbildung und vor allem Erfahrung seien überaus wichtig, um tragische Bergunfälle zu vermeiden. Martin Rainer vom Austria Alpinkompetenzzentrum schlägt in die selbe Kerbe: „Es braucht sehr viel Basis- und Fachwissen, damit man sicher zum perfekten Berg-Erlebnis kommt. Es geht darum, das Risiko mit guter Vorbereitung und Kompetenz zu minimieren.“ Erwin Mariacher, Leiter der Alpinpolizei Osttirol, begrüßt derartige Initiativen, welche die Bevölkerung informieren und sensibilisieren.

Die zweitägige Aktion startet am 14. September um 9.00 Uhr beim Lucknerhaus am Fuße des Großglockners, wo Bischof Manfred Scheuer bei der Herz-Jesu-Kapelle um 9.30 Uhr eine Bergmesse mit musikalischer Begleitung des Ensemble Iseltaler Blech hält. Im Anschluss um ca. 10.30 Uhr starten die Teilnehmer in Richtung Stüdlhütte. Die Bergwanderung findet ihren Höhepunkt auf dem Ködnitzkees mit einer besonderen Performance von Aktionskünstler Dieter Remler. Außerdem wird an diesem Aktionstag ein Weltrekordversuch gestartet, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind: die längste Seilschaft der Welt! Jeder, der mitmachen will, sollte gutes Schuhwerk, Seil sowie Sitz- oder Klettergurt unbedingt mitbringen. Begleitet wird dieser Versuch vom Guiness Buch der Weltrekorde. Vor dem Abstieg treffen sich Bergsteigergrößen am runden Tisch zum Thema „Sicheres Wandern und Bergsteigen“.

Der zweite Tag des Projekts „Üb-Erleben“ widmet sich dem karitativen Gedanken. Dazu konnten die „Seer“ als Konzerthighlight gewonnen werden. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt den zwei Halb- sowie sieben Vollwaisen zugute, die von den vier Bergrettern, die 2013 in Osttirol tödlich verunglückten, zurückgelassen wurden. Das Benefizkonzert findet im Tauernstadion in Matrei um 19.00 Uhr statt.

Im Zuge dieses Projektes wird ein Benefizkonzert zu Gunsten der Kinder, der diesjährig verunglückten Bergretter, mit den SEERn in Matrei in Osttirol stattfinden. Sie präsentieren dabei ihr neues Album "Dahom" Konzerttermin ist Sonntag der 15. September.
Im Zuge des Projektes geben die Seer ein Benefizkonzert zu Gunsten der Kinder verunglückter Bergretter. Sie präsentieren am Sonntag, 15. September, in Matrei ihr neues Album „Dahoam.“
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