Es schwillt der Bizeps, es drückt der Arm …

… doch auch der Armwrestler braucht Kopf und Technik.

Armdrücken hat in der Öffentlichkeit zwar noch immer den Geruch von Wirthaussport und Volksfestgaudi, ist aber längst zum Leistungssport für austrainierte Kraftpakete geworden und geht als „Armwrestling“ mittlerweile weltweit über die Bühne. Am 10. August trafen sich in der Osttiroler RGO-Arena 40 Muskelmänner aus Österreich, Deutschland, Bulgarien, Schweiz und den USA, um in fünf Gewichtsklassen zu ermitteln, wessen Arm der stärkste ist. Veranstalter Hans-Peter Fuchs ist nicht nur Osttiroler, sondern auch Staatsmeister in der Königsklasse, der Kategorie über 95 Kilo Körpergewicht.

Neben ihm ging mit Michael Holzer (Vizestaatsmeister bis 95 Kilo) ein weiterer heimischer Favorit an den streng genormten Wrestling-Tisch auf dem Parkplatz der Arena. Angefeuert vom durchwegs fachkundigen Publikum zeigten neben den Osttirolern auch die Oberkärntner Lokalmatadore und Titelträger Stefan Moser, Tobias Elwischger, Stefan Lengfeldner und Manuel Lengfeldner, dass pure Kraft allein noch keinen Meister macht. Manuel Lengfeldner, mit beiden Armen Staatsmeister in der Kategorie bis 95 kg Körpergewicht, erklärt: „Es ist ein Zusammenspiel aus Technik und Kraft.“

Und wohl auch eine Frage der mentalen Stärke. Mancher Zweikampf schien längst entschieden, als das Pendel der verschränkten Arme plötzlich in die andere Richtung ausschlug. Am Ende eines spannenden Sportnachmittags stimmten aus heimischer Sicht auch die Ergebnisse. Hans-Peter Fuchs wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gab sich mit einem Sieg in der höchsten Gewichtsklasse auch gegen Europameister Eric Roppe keine Blöße. Manuel Lengfeldner war mit dem rechten und linken Arm nicht zu biegen und gewann die Klasse bis 95 kg. Mit Elwischger und Moser stellte die Irschner Armdrückerfraktion zudem zwei weitere Champions dieser Austrian Open.

Dolomitenstadt-Fotograf David Hotzler hat nicht den Arm, wohl aber den Auslöser gedrückt. Hier seine Slideshow vom Kraftsportevent.

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