Ein Ring und viel Applaus für Hermann Pedit

Ehrung und Eröffnung der Werkschau im Schloss Bruck.

Wenn ein Großer geehrt wird, ist auch der Andrang groß. Bei der Überreichung des Ehrenrings der Stadt Lienz an Hermann Pedit im Innenhof von Schloss Bruck am 14. August waren alle da. Praktisch der gesamte Gemeinderat von Lienz, die politische, kulturelle und wirtschaftliche Hautevolee des Bezirkes, viele Freunde und die große Familie des Ausgezeichneten. Hermann Pedit nahm es gelassen, ihm ist die Ausstellung wichtiger als die Auszeichnung, eine Werkschau im Westtrakt des Schlosses, die zweite seit der Sanierung der Räume, folgend auf die Hommage an einen anderen herausragenden Maler des Bezirkes, Franz Walchegger.

Kuratiert von Anja Werkl gelang eine paradigmatische, handverlesene Zusammenfassung des umfassenden Ouvres, ausgezeichnet geeignet, um auch „Pedit-Anfängern“ einen guten ersten Eindruck von 63 Jahren künstlerischen Schaffens ohne Anbiederung an diverse „Schulen“ zu geben.

Pedit war immer ein eigenes kreatives Gestirn ohne je engstirnig zu sein und ist so zum „Klassiker“ geworden, wie Laudator Hannes Hibler in einer vom Publikum begeistert akklamierten Festansprache unterstrich: „Er ist Klassiker als Künstler, weil ihn das Dauernde, die Essenz interessiert, nicht der flüchtige Augenblick, der Zufall. Er ist aber auch ein Klassiker, weil er Charakter im Werk und im Leben zeigt.“

Elisabeth Blanik, Hiblers Nachfolgerin auf dem Bürgermeistersessel der Dolomitenstadt, überreichte schließlich deren Ehrenring an den Achtzigjährigen Grandseigneur unter Osttirols Malern und nach einem musikalischen „Aufstrich“ gab's kulinarisch noch raffiniertere Kost, serviert vom Team des Gasthofs „Aue“. Fotografiert hat für uns Ramona Waldner.

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