Filmharmonie spielt Soundtrack zu Biene Maja

Der Kultursommer auf Schloss Bruck endet mit kleinem Getier auf Leinwand und großer Musik.

Stadtkultur-Filmharmonie-Biene-Maja
Künstlerischer Leiter des Orchester Filmharmonie – es wurde 2004 in Klagenfurt gegründet – ist Michael Seeber.

Mit einem besonderen Leckerbissen beschließt die Stadtkultur Lienz den diesjährigen Kultursommer am Samstag, 24. August 2013 um 20 Uhr im Innenhof von Schloss Bruck. Das Orchester Filmharmonie entführt mit seinem Filmkonzert „Die Biene Maja“ in die Märchen- und Fabelwelt. Keine Zeichentrickfiguren, sondern lebende Insekten erzählen in diesem Stummfilm aus dem Jahr 1925 die Geschichte der berühmten Biene frei nach dem Buch von Waldemar Bonsels. Dieser Film mit der Musik von Florian C. Reithner begeisterte schon 2012 im ausverkauften Wiener Konzerthaus ein großes Publikum.

Getreu dem vor 100 Jahren erschienenen Buch von Waldemar Bonsels erzählt der außergewöhnliche “Kulturfilm” die bekannten Abenteuer der berühmtesten Biene der Welt: Die junge Biene Maja wagt sich schon bei ihrem ersten Flug weit fort von ihrem Bienenstock und erlebt Abenteuer mit Nashornkäfern, Heuschrecken, Fröschen und Libellen, gerät in das Netz der tückischen Thekla und wird vom Mistkäfer Kurt aus höchster Not gerettet. In die Hornissenburg verschleppt, muß sie vom bevorstehenden Überfall auf ihren Bienenstock erfahren. Nun gilt es, ihr Volk zu retten …

Die erste Filmversion der „Biene Maja“ aus dem Jahre 1925 wurde zur Gänze mit lebenden Insekten realisiert: Hier mischen sich naturwissenschaftliche Aufnahmen (von schlüpfenden Libellen und Schmetterlingen, von echten Kämpfen zwischen Bienen und Hornissen) mit den zahlreichen für den Film eingerichteten Detailaufnahmen der “Hauptdarsteller”. Zusammen mit den erzählenden Zwischentiteln formt sich das alles zu einer schlüssigen und unterhaltsamen Filmfassung des berühmten Kinderbuches. Zwei Jahre sollen die Dreharbeiten gedauert haben, 50.000 Meter Film sollen belichtet worden sein, um “Die Biene Maja” mit lebenden Insekten nachzuerzählen. Diese sehenswerte technische Meisterleistung des Naturfilm-Regisseurs Wolfram Junghans entstand in der Blütezeit des stummen Kinos und wurde von der zeitgenössischen Kritik gefeiert. Der Film verkaufte sich weltweit. Mit Einzug des Tonfilms geriet der Film aber in Vergessenheit; jahrzehntelang galt er als verschollen. Auf Initiative der Waldemar-Bonsels-Stiftung rekonstruierte das Bundesarchiv-Filmarchiv den Film – anhand einer wiederentdeckten Exportkopie aus Finnland. Mit der ersten durchkomponierten Vertonung des Österreichischen Musikers Florian C. Reithner wird der erste “Biene Maja”-Film zu einem echten Erlebnis.

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Karten sind im Bürgerservicebüro in der Liebburg und an der Abendkasse erhältlich. Reservierung und Info unter 04852/600-513 und auf  www.stadtkultur.at. Bei Schlechtwetter findet das Filmkonzert im Kolpingsaal statt. Das Schlechtwettertelefon ist am Veranstaltungstag ab 19 Uhr besetzt: 0043/4852/600-306.

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