Erwin Schiffmann geht und präsentiert was kommt

Silke Steiner will nicht nur Staub aufwirbeln, sondern Spuren hinterlassen.

So sieht die Verjüngung der Bezirks-ÖVP zumindest vor der Nationalratswahl aus: Erwin Schiffmann tritt ab, Silke Steiner tritt auf. Fotos: Brunner Images
So sieht die Verjüngung der Bezirks-ÖVP zumindest vor der Nationalratswahl aus: Erwin Schiffmann tritt ab, Silke Steiner tritt auf. Fotos: Brunner Images

Wenige Stunden vor der Wahl von Martin Mayerl zum VP-Bezirksparteiobmann präsentierte Erwin Schiffmann an seinem letzten Arbeitstag in dieser Funktion sichtlich entspannt noch einmal Nationalratskandidatin Silke Steiner und weitere VP-Listenmitglieder.

Schiffmann trauert der Obmannfunktion glaubwürdig nicht nach, gibt der ÖVP bei den bundesweiten Wahlen – wenig erstaunlich – sehr gute Chancen und kann sogar einer vermutlich niedrigen Wahlbeteiligung etwas abgewinnen: „Dann wird das Mandat günstiger.“ Ca. 24.000 Stimmen muss man am 29. September wohl für ein Mandat auf die Waage legen. Silke Steiner habe mit Rang 5 auf der Landesliste „einen heißen Platz“ meinte Schiffmann, der alles für möglich und eine Verjüngung der politischen ÖVP-Akteure im Bezirk für wichtig hält: „Silke Steiner ist eine gute Kandidatin, die sich schon im Vorfeld viel mit Politik beschäftigt hat.“

Möchte nicht nur Staub aufwirbeln und auch nicht spurlos verschwinden: Silke Steiner.
„Silke Steiner hat einen heißen Platz auf der Landesliste“ meint der scheidende Bezirksobmann.

Platz 18 auf der Liste von Andreas Köll und ein Sitz im Amlacher Gemeinderat werden zu Steiners Errfahrungsschatz gezählt. Die Spitzenkandidatin selbst will „nicht nur Staub aufwirbeln, sondern Spuren hinterlassen“, hat vereinbart, demnächst mit Wissenschaftsminister Karl-Heinz Töchterle radfahren zu gehen und fühlt sich auf allen politischen Ebenen stark unterstützt.

Auf der Bezirksliste folgen Steiner eine Reihe von zwar chancenlosen aber dennoch ambitionierten KandidatInnen, die sich bei der Pressekonferenz im Hotel Haidenhof der Reihe nach vorstellten. Jungbauer Alois Lugger ist zwar „unerfahren, möchte aber Verantwortung übernehmen“. Elisabeth Grimm, ebenfalls in der Jungbauernschaft aktiv, „möchte zeigen, was die Jugend kann und dass viele in Osttirol bleiben wollen“. Optiker Reinhard Rosar hat es satt, immer nur zu schimpfen und „will endlich auch selber etwas bewirken“. Polizist Reinhard Steinbauer ist seit mehr als 30 Jahren bei der ÖVP und „will die verfahrene Partei erhellen“. Cityring-Urgestein Werner Schmied ist gar schon seit 60 Jahren dabei, kennt Silke Steiner und will sie in allem unterstützen. Für Holunderhof-Chefin Sibylle Daxerer ist „der frische Wind in Osttirol besonders wichtig“. Und Josef Kaplenig, Vizebürgermeister von Lavant, „will sich vor allem für den Abbau von Bürokratie stark machen“.

Fast alle auf diesem Bild kandidieren, doch nur die Dame auf dem Foto hat – zumindest theoretische – Chancen auf einen Sitz im österreichischen Parlament.
Fast alle auf diesem Bild kandidieren, doch nur die Dame auf dem Foto hat – zumindest theoretische – Chancen auf einen Sitz im österreichischen Parlament.
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8 Postings bisher
Hilda vor 4 Jahren

Zu Staub und Spuren eine Frage: Hat sich der Staub in Matrei schon gelegt?

milou vor 4 Jahren

Sehr geehrte Frau Steiner, wie darf ich die Aussage von Frau Machné verstehen, denn vor einigen Jahren hat Sie das selbe über Herrn Ernst Strasser gesagt. Ich würde mich nicht gerne auf die selbe Stufe stellen lassen.

PrinzessinL vor 4 Jahren

Wenn, dann richtig. (das ist der Unterschied)

Vor allem beim Senf dazu geben.

Nichts für ungut. :-)

senf vor 4 Jahren

Prinzessin: und wo ist der unterschied?

PrinzessinL vor 4 Jahren

High heels schreibt man so. Das tut ja in den Augen weh. Ist übrigens Englisch.

senf vor 4 Jahren

unsere hochgelobte staatssekretärin hat elefantentritte hinterlassen, aber nur im kabarett, politisch waren es leider inzwischen längst verwehte spuren eines sandlaufkäfers, um der argumentation von gruenxi zu folgen. silke macht mir am bild den eindruck, als ob sie sich mit den heihiels unstandhaft fühlt. muß sie ja, denn der politische bretterboden auf dem die seilschaft steht, ist ja ziemlich dünn. deshalb: wer in wien für tirol erfolgreich politik machen will, soll sich zumindest gute bergschuhe anziehen, denn die hinterlassen sichtbare spuren und führen leichter zum ziel, finde ich.

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gruenxi vor 4 Jahren

Erschreckend: ein Politiker kann einer geringen Wahlbeteiligung etwas abgewinnen ? Höchste Zeit, dass solche Politiker gehen. Übrigens: auch eine Maus hinterlässt Spuren, nur sieht man diese nicht.

osttirol20 vor 4 Jahren

Irgendwie doch die gleiche Optik wie damals mit Remmler, die bruacht unser Land umbedingt.

Freue mich schon auf stille Zeiten bei der ÖVP, Mayerl hat ja nie was zu sagen.