Vigo di Cadore bringt das Mittelalter nach Leisach

Italienische Brauchtumsgruppe auf den Spuren von Ainardo und Margharita.

Eine Hochzeit vor 700 Jahren war der Grund, warum Leisach am 22. September für eine Stunde ins Mittelalter zurückversetzt wurde. Der Traditionsverein „Praemium Sancti Martini“ aus Vigo di Cadore kam zu Besuch in die Talbodengemeinde und feierte mit den Leisachern eine Messe in jener Kirche, in der – zumindest der Sage nach – Anfang des 14. Jahrhunderts der Adelige Ainardo da Vigo seiner Frau Margharita das Ja-Wort gab.

Nur 92 Kilometer sind Leisach und das südlich des Kreuzbergpasses gelegene Vigo voneinander entfernt. Das Cadore ist für viele Osttiroler dennoch ein wenig bekannter Landstrich. Der historisch begründete Besuch der italienischen Brauchtumsgruppe war also auch eine Art Völkerverständigung und in jedem Fall sehr unterhaltsam. Angeführt von Bürgermeister Mauro Da Rin Bettina und begrüßt von dessen Leisacher Amtskollegen Dietmar Zant, gab die Brauchtumsgruppe aus Vigo ein hübsches Schauspiel zum Besten, mit Trommlern und Fahnenschwingern, Schwertkämpfern und Tänzerinnen, Bogenschützen und natürlich Adeligen, die angeführt von Ainardo und Margharita in ihren mittelalterlichen Gewändern durch das Osttiroler Dorf zogen. Fotograf Philipp Brunner war dabei, hier seine Bilder vom historischen Spektakel.

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