Südtirolerplatz Lienz: Kopflos in die Zukunft

Im Frühjahr 2014 werden drei vertraute Gestalten verschwinden.

Hannes Neuhold trägt's mit Fassung. Seine "Köpfe" brauchen ein neues Zuhause. Foto: Martin Lugger
Hannes Neuhold trägt's mit Fassung. Seine „Köpfe“ brauchen ein neues Zuhause. Foto: Martin Lugger

Klar war es schon länger, jetzt ist es fix. Bürgermeisterin Elisabeth Blanik bestätigte vor Medienvertretern am 26. September, dass die monumentalen weißen „Köpfe“ des Künstlers Hannes Neuhold vom Südtirolerplatz verschwinden werden. Auslöser für die Delogierung ist zunächst einmal der Bau der Tiefgarage, mit dem im Frühjahr 2014 begonnen werden soll. Dann auch noch das Gewicht der drei Riesen, die auf massiven Betonsockeln stehen und die Tragekonstruktion der Garage überfordern könnten. Und zudem – das wird eher unterschwellig kommuniziert – hat die Stadtverwaltung keine rechte Freude mehr an König, Königin und Hofnarr. So heißen die drei Weißen (derzeit mit grauer Perücke) nach einem von Neuholds Frau Maria geschriebenen Märchen.

Daran mag es auch liegen, dass die Bürgermeisterin wenig Ambition erkennen lässt, für die Ausquartierten ein neues Platzerl zu finden. Nicht einmal der städtische Bauhof will den gipsernen Ikonen vom Südtirolerplatz Unterschlupf bieten. Zu groß. Der Künstler soll sie zurücknehmen. All das haben wir aber schon vor Wochen berichtet. Auch eine Dolomitenstadt-Umfrage zum Thema gab es bereits vor längerer Zeit. Das Votum der Dolomitenstadtler: 2/3 für Abmarsch, 1/3 für den künstlerischen Status quo.

Wie die Köpfe überhaupt auf den Südtirolerplatz kamen, was der Szenegastronom Klaus Ott damit zu tun hat und warum Hannes Neuhold mit all dem keinen Stress hat, das lesen Sie im neuen Dolomitenstadt-Magazin, jetzt ganz frisch an Ihrem Kiosk in Osttirol.

Ein Tipp: die Kopfstory ist auch Teil der Online-Leseprobe. Reinblättern und durchblicken!

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5 Postings bisher
Pflanzerl vor 4 Jahren

Nichts gegen gut gemachte moderne Architektur - auch in "alten Städten". Aber über dieses Monster am Südtirolerplatz kann ich nur den Kopf schütteln. Vorher war er auch keine Schönheit, aber mit dieser eintönigen Fassade hat man alles nur noch schlimmer gemacht ...

nanny vor 4 Jahren

Ja Pflanzerl, ich finde die neue Fassade am Südtirolerplatz auch zu düster und eintönig. Wenn wenigstens hellere Abschnitte wären, so wie visavis. Das könnte man mit etwas Malerei ja noch bewerkstelligen - aber moderne Architekten werden da wohl "aufschreien" :-)

Pflanzerl vor 4 Jahren

Geht es nur mir so oder finden auch andere Leser die neue Fassade am Platz abgrundtief hässlich? Ich fürchte, da hilft auch keine Kunst ...

senf vor 4 Jahren

Kunstobjekte sind vergänglich wie alles andere in der Welt auch. Die Köpfe haben ihre Aufgabe über einen relativ langen Zeitraum erfüllt und sind ins Alter gekommen. Sie schauen auch so aus. Deshalb sollte man keinesfalls versuchen, die Werke zu restaurieren oder an einen anderen Platz aufzustellen. Wenn die Stadt nun den Südtiroler Platz neu gestalten will, dann ist die Kunst wahrscheinlich auch wieder gefordert, denn es braucht über die neue Gebäudefassade hinaus ja einen Blickfang.

Herr Neuhold wird erkennen müssen, dass seine ausgelaufenen Objekte woanders aufgestellt - egal ob einzeln oder als Gesamtwerk - keine Bedeutung im Sinne seiner Interpretation mehr haben.

Ich vermute eher, dass es hier wieder einmal um den Versuch geht, den Steuerzahler auszunehmen.

nanny vor 4 Jahren

Die Leseprobe zu öffnen habe ich zwar nicht geschafft, war nur leeres Blatt. Aber den Abtransport der Köpfe verschmerze ich auch leicht.