Alpenweite Bartgeierzählung am 12. Oktober

Gute Chancen auf Sichtung in den Hohen Tauern. NP-Verwaltung ersucht um Unterstützung!

bartgeier-altvogel_michael-knollseiesen_2013
Leicht zu erkennen sind ausgewachsene und geschlechtsreife Bartgeier. Foto: NPHT/M.Knollseisen

Alpenweit wird am Samstag, 12. Oktober 2013, im Rahmen des internationalen Bartgeierzähltages versucht, möglichst viele Menschen zu mobilisieren, um den Bartgeierbestand zu erheben. 2012 konnten 700 Beobachter insgesamt 127 verschiedene Bartgeier zählen, 22 davon in Österreich.

1986 erfolgte die erste Freilassung junger Bartgeier in Rauris, bis heute wurden in den Alpen insgesamt 197 Geier aus Nachzuchten freigelassen. 1997 gelang in den französischen Alpen die erste Brut, bis heute folgten noch weitere 108 erfolgreiche Jungenaufzuchten im Freiland. Seit 2001 brüten Bartgeier im Nationalpark Hohe Tauern, seit 2010 erfolgreich. Junge Bartgeier ziehen in ihren ersten Lebensjahren kreuz und quer durch die Alpen und legen dabei zum Teil hunderte Kilometer am Tag zurück. Im Alter von drei bis vier Jahren suchen sie sich dann ein Revier. Selbst mit moderner Technologie ist es sehr schwierig, Bartgeier längerfristig zu verfolgen. Deshalb ist das internationale Bartgeierprojekt auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen.

Aufgrund ihrer Spannweite von fast drei Metern, ihren schmalen, spitz zulaufenden Schwingen und ihres keilförmigen Schwanzes sind Bartgeier relativ einfach zu erkennen. Bartgeier befliegen zumeist Gebiete oberhalb der Waldgrenze. Gute Chancen auf Bartgeiersichtungen hat man am Alpenhauptkamm, von den Niederen Tauern bis nach Vorarlberg. Die besten Gebiete sind dabei die Hohen Tauern, das Arlberggebiet sowie die Ötztaler und Lechtaler Alpen.

Jede einzelne Beobachtung trägt dazu bei, einen besseren Überblick über den österreichischen Bartgeierbestand zu erhalten. Zusätzlich können Meldungen aus der Bevölkerung Hinweise auf neue Reviere geben und vielleicht zu einer weiteren bestätigten Brut im kommenden Jahr führen.

Mag. Michael Knollseisen, Nationalpark Hohe Tauern, Bartgeiermonitoring, steht für weitere Fragen gerne zur Verfügung:  Mobil +43-664-1417429 oder bartgeier@gmx.at

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren