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Direktzug Lienz-Innsbruck als Ziel und Möglichkeit

Die Grundsatzvereinbarung über den "besten Schienenverkehr" zum Download.

Wird hier Verkehrsgeschichte geschrieben oder ist Papier geduldig? Ingrid Felipe, Günther Platter und Luis Durnwalder unterzeichnen ein Abkommen über den Schienenverkehr in Nord-, Süd- und Osttirol.
Wenig inhaltlich Neues aber subtile sprachliche Nuancen kann man aus „Politische Grundsatzvereinbarung über die grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehre Tirol – Südtirol“ herauslesen, die der scheidende Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder und sein Tiroler Amtskollege Günther Platter sowie die jeweiligen Verkehrslandesräte Thomas Widmann und Ingrid Felipe vor einigen Tagen unterzeichneten. „Wir planen für 2015 den besten Schienenverkehr, den die Europaregion je hatte," verkündet Felipe vollmundig in einer Aussendung zum Thema und listet dann eine Reihe von bereits bekannten Details auf, etwa den Direktzug Bozen-Innsbruck, den Taktverkehr Lienz-Franzensfeste und den 2-Stunden-Takt  von Lienz nach Innsbruck mit Umsteigen in Franzensfeste. Für tausende Osttiroler, die mit ihrer Unterschrift die Erhaltung direkter Zugverbindungen zwischen Lienz und Innsbruck ohne Umsteigen fordern, ist jene Passage der Vereinbarung interessant, in der die "Prüfung der Möglichkeit" dieser Verbindung "zumindest am frühen Morgen und am späteren Abend mit einem Zugpaar" und vielleicht schon im Dezember 2014 festgehalten ist. Der Bezirkssprecher der Osttiroler Grünen, Thomas Haidenberger, liest aus der Vereinbarung "das klar formulierte Ziel, den bestehenden Taktverkehr am Tagesrand mit Direktzügen zwischen Lienz und Innsbruck zu optimieren“. Die Opposition sieht das anders. Fritz-Sprecher Markus Sint findet in dem Papier nichts, was beim Treffen mit Landesrat Widmann am 10. September nicht auch schon Thema war. Hier das Abkommen zu Download: Vereinbarung Eisenbahnverkehr    
Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe und Kommunikationswissenschafter arbeitete Jahrzehnte als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er mit seiner Familie im Jahr 2000 nach Lienz zurückkehrte und dort 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief.

2 Postings

lappach
vor 11 Jahren

Steixner hat auf "seine tiroler" und die ihm nächsten sind gschaut.

 
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anton2009
vor 11 Jahren

Hätte der damalige LR Steixner den Zug nicht abbestellt, dann könnten wir uns das ganze Theater ersparen!

 
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