Fundament für Krösslhubers Spital in Afrika gelegt

Projekt übersiedelt von Jalimo nach Mondikolok an die „Road to Health“.

Seit Jahren arbeitet Franz Krösslhuber unermüdlich an seinem Hilfsprojekt für Afrika.
Seit Jahren arbeitet Franz Krösslhuber unermüdlich an seinem Hilfsprojekt für Afrika.

Weder den Kinderarzt Franz Krösshuber noch seinen karitativen Verein „Osttirol für Jalimo“ muss man in einem regionalen Medium vorstellen. Der engagierte Mediziner und seine Helfer werden seit Jahren nicht müde, für eine bessere medizinische Versorgung in Afrika – konkret im Sudan – zu arbeiten, zu kämpfen, zu planen und zu sammeln.

Dieses Engagament trägt jetzt sichtbare Früchte, lässt einen ersten Meilenstein entstehen und ist im Laufe seiner Entwicklung auch gewachsen. Vor Medienvertretern skizzierten Krösslhuber und Mitstreiter Peter Kraler am 14. Oktober in Lienz den Projektstatus und weitere Pläne.

Modell-des-Mondikolok-Spitals
Zuerst wird das Dach gebaut. Danach folgen – geschützt vor der Witterung – die Räume darunter.

Nicht in Jalimo, wie ursprünglich geplant, sondern im 45 Kilometer entfernten Mondikolok wird bereits am neuen Krankenhaus gebaut. Dort hatte vor zwei Jahren die Pfarre begonnen ein Gesundheitszentrum zu errichten. Es ging wegen Personalmangels nie in Betrieb und begann wieder zu zerfallen. Jetzt wird zum einen dieses Gebäude reaktiviert und durch den ursprünglich in Jalimo vorgesehenen Bau ergänzt.

Krösslhuber erklärt die Beweggründe und Vorteile: „Wir haben nun mit den Diözesen einen guten, verlässlichen und sehr lange im Land etablierten Partner, der hohes Ansehen in der Bevölkerung genießt.  Das erleichtert vieles im bürokratischen und logistischen Bereich. Weil die Diözese einen großen Teil des laufenden Aufwands trägt, können wir das Projekt nach Uganda erweitern und in ein Gesamtkonzept integrieren. Wir beginnen in Norduganda im Missionskrankenhaus, gehen auf  der wichtigsten Straße der Region weiter nach Lomin zur Missionsstation und über Jalimo bis nach Mondikolok.“

Einheimische Arbeiter werden geschult und beim Projekt beschäftigt.
Einheimische Arbeiter werden geschult und beim Projekt beschäftigt.

So entsteht eine „Road to Health“, eine Straße zur Gesundheit für die Bevölkerung der bitterarmen Region mit hoher Mütter- und Säuglingssterblichkeit. Krösslhuber und sein Team haben sich zu dieser Ausweitung des Projekts auch deshalb entschlossen, weil das Engagement der  Osttiroler auf unterschiedlichsten Ebenen sehr hoch und vor allem nachhaltig ist.

Krösslhuber: „Das Engagement der Osttiroler ist überwältigend und gibt Mut nicht nur einem Dorf zu helfen, sondern wirklich einer Region. Zum einen wird gespendet, es gibt aber auch viel Interesse am Projekt, Arbeiter die sich zum Bauen und anderen Tätigkeiten melden. Wir beschäftigen und bezahlen nicht nur lokale Arbeiter, wir zeigen ihnen auch wie optimal gebaut wird. Engagierte Osttiroler Allroundtalente mit Praxisbezug und Erfahrung sind schon vor Ort und werden in den nächsten Monaten immer wieder hinunterfliegen. Wenn unser Bau nächstes Jahr fertig sein wird, sollen die Einheimischen nicht wieder arbeitslos sein, sondern sie sollen auf Grund ihrer Kompetenz, die sie erworben haben, leichter wieder einen Job bekommen.“

Immer wieder sind auch Osttiroler vor Ort und packen an, wo Hilfe gebraucht wird. Hier repariert Sepp Klammer einen Traktor.
Immer wieder sind auch Osttiroler vor Ort und packen an, wo Hilfe gebraucht wird. Hier repariert Sepp Klammer einen Traktor.

Und auch für die medizinische Versorgung gibt es bereits sehr konkrete Perspektiven. Die Initiative  wird zwei Ärzte vor Ort beschäftigen, einen Tiroler Arzt und einen einheimischen. Dazu kommen Krankenschwestern, Labortechniker und Hebammen. Das Krankenhaus in Mondikolok liegt an der Hauptstraße, nahe der Kirche und der Schule und soll im Sommer 2014 seine Pforten öffnen. Es wird unter Mithilfe von Osttiroler Handwerkern aus ortsüblichen Materialien – Lehmziegeln und Holz – errichtet, großteils über Photovoltaik mit Energie versorgt und kostet in der ersten Phase rund 500.000 Euro.

Dieses Geld bringt der Verein zur Hälfte selbst aus Spenden auf. So entstehen eine Ambulanz, ein Labor, Ultraschall- und Röntgenraum. Später sollen eine Bettenstation und ein Operationssaal folgen. Dafür werden weitere Spenden gebraucht.

Die Kontonummer des Vereins: 17.523 bei der Volksbank, BLZ 40730.

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