„Dolomitenstadt Lienz“ und der Traum von der Freiheit

Posse von Franz Xaver Kroetz läuft in der Innsbrucker Kulturbackstube.

Sie wäre fast in Vergessenheit geraten, die „Dolomitenstadt Lienz“, nein, nicht die Stadt, sondern das Stück von Franz Xaver Kroetz, das Anfang der siebziger Jahre Premiere hatte. In der Innsbrucker Kulturbackstube wird es derzeit unterhaltsam wiederbelebt.

Warum der deutsche Schriftsteller und Schauspieler sein Stück gerade „Dolomitenstadt Lienz“ nannte? F. X. Kroetz verbrachte Anfang der siebziger Jahre angeblich eine kurze Zeit im Lienzer Polizeigefängnis. Im Anschluss daran schrieb er die Posse mit Musik. Letztere steuerte Peter Zwetkoff bei, der 2012 verstorbene Meister der „angewandten Komposition“. Die Noten waren lange unauffindbar und wurden jetzt rekonstruiert. Unschwer zu erraten, handelt das Werk vom Leben hinter (Osttiroler) Gittern – mit all seinen Facetten: Trauer, Streit, aber auch Hoffnung. Drei Männer sitzen in einer Zelle, träumen von der Freiheit und fragen sich, wie sie die Zeit beschleunigen könnten. Gern würden sie ihre Straftaten ungeschehen machen. Drei Figuren, die an den Umständen ihres Lebens gescheitert sind.

Ich besuchte am 16. Oktober die Vorstellung. Gespielt wird noch am Sa 19., Mi 23., Do 24., Sa 26. und Mo 28. Oktober 2013 jeweils um 20 Uhr. Hier sind einige Impressionen aus der genialen Location:

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1 Posting bisher
nanny vor 4 Jahren

Ja, vielleicht kommt es auch in die Dolomitenstadt, der Traum von Freiheit. Immer aktuell, nicht dolomitenstadt.at? Oder warum verschwand ein interessanter Artikel in eurem online-Blättchen?