Gerald Hauser ist seit heute Mitglied des Nationalrats

Der Osttiroler wurde am Vormittag im Parlament in Wien angelobt.

Spricht künftig unter dem Bundesadler: Gerald Hauser. Fotos: Expa/Gruber
Spricht künftig unter dem Bundesadler: Gerald Hauser. Fotos: Expa/Gruber

Seit heute, 29. Oktober, sitzt ein neues Osttiroler Gesicht im Parlament in Wien: Gerald Hauser, Bürgermeister von St. Jakob im Defereggental. Hauser kann auf eine illustre Reihe an Osttiroler VorgängerInnen zurückblicken.

Länger als jeder andere vertrat der Lienzer Langzeit-Bürgermeister Hubert Huber Osttirol auch als Abgeordneter zum Nationalrat. Von 1970 bis zum 16. Dezember 1986. Dann folgte für zehn Jahre – bis 1996 – der Schuldirektor Josef Lackner. 1996 wechselte die Farbe und mit Brigitte Tegischer war erstmals eine SPÖ-Vertreterin Osttiroler Mandatarin im Parlament. Sie blieb dort bis zum 28. Oktober 1999 und war auch Jugendsprecherin des SPÖ-Parlamentsklubs.

Das Lienzer FPÖ-Gemeinderats-Urgestein Sepp Blasisker reiste auch ein Weilchen nach Wien, vom 30. Jänner bis zum 19. Dezember 2002, dann war die Karriere als Nationalratsabgeordneter vorbei. Länger blieb Ex-Bürgermeisterin Helga Machné im Nationalrat, vom 20. Dezember 2002 bis zum 29. Oktober 2006.

Ihr folgte 2008 der umstrittene BZÖler Gerhard Huber, der bis heute im Nationalrat saß und jetzt Platz für Gerald Hauser macht. Hauser wechselt aus dem Tiroler Landtag in das Bundesparlament. Nach einem eher mäßigen Wahlergebnis bei den Landtagswahlen im April 2013 legte er den Tiroler Parteivorsitz nieder und will sich jetzt auf die Vertretung der Bezirksanliegen in Wien konzentrieren.

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4 Postings bisher
fb vor 4 Jahren

Viel Arbeit, oder? Da kann es schon passieren, dass es keine Zeit gibt, sich wegen Liftstart zur Wintersaison zu unterhalten. Gott sei Dank blieb genung Zeit, sich wegen Schneekettenservice am Felbertauern den Kopf zu zermartern!

defregger vor 4 Jahren

@Churchill,

habe mich auf Grund Deines Postings mal ein wenig schlau gemacht und folgendes gefunden, was mich sicherlich nicht sehr erfreut!!!

http://www.zeitjung.de/politik/9700-nazi-symbole-im-parlament-nationalrat-in-oesterreich/

Zitat aus dem Artikel, letzter Absatz:

Heinz-Christian Strache ist das gelungen, was einst schon sein Ziehvater Jörg Haider vollbrachte: Er inszeniert sich und seine Partei als Opfer von Kampagnen. Die FPÖ hat es geschafft, nationalsozialistisches Gedankengut in Österreich zu banalisieren und wieder salonfähig zu machen. Der Aufschrei bleibt in den österreichischen Medien dementsprechend weitestgehend aus. Das Tragen der blauen Kornblume ist in Österreich kein Skandal mehr, müsste aber eigentlich einer sein.

Churchill vor 4 Jahren

Eine tolle Vertretung für Osttirol in Wien [Sarkasmus off]

Zum mehr oder weniger schönen Blümchen an Hausers Brust: Die Kornblume war das geheime Erkennungszeichen der zwischen 1933 und 1938 in Österreich illegalen NSDAP.

Naja, die Nazis sind ja nun wieder illegal, also müssen sie deshalb vermeintlichen wieder zu geheimer Symbolsprache greifen.

Eine Partei mit einer Barbara Rosenkranz, eines Martin Graf, einer Susanne Winter etc. spielt bewusst mit solchen Symbolen. Da kann mir keiner erzählen, dass es sich bei dieser Blume um einen Zufall handelt!!

defregger vor 4 Jahren

Ich hoffe sehr, dass Herrn Gerhard Hausers Erfolge im Parlament, die Erfolge aller Osttiroler Ex Parlamentarier übertreffen, greifbar gemacht und auch kommuniziert werden.

Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg wünscht Ihm der defregger.