Einer gegen 30 – nur Rieger schlug Tabernig

Simultan-Schachpartie zum 75-Jahre-Jubiläum des Lienzer Gymnasiums.

simultanschach
Acht Sekunden pro Zug brauchte der Meister. Nach gut zwei Stunden waren alle 30 Spiele vorbei.

Im Schnitt nahm sich Bernhard Tabernig nur acht Sekunden Zeit für seine Züge gegen 30 Gegner in einem Simultanschachturnier, das am 11. November im Lienzer Gymnasium über die Bühne ging. Gegen den Extraklasse-Spieler, der schon gegen Weltmeister Viswanathan Anand gespielt hat, traten 28 Gymnasiasten aller Altersstufen an, unterstützt durch die starken HAK-Spieler Georg Staller und Julian Bachlechner. Tabernig ist ein Absolvent der Schule, er maturierte 1990 mit Auszeichnung. Erst einen Tag vor der Matura kam er damals aus Singapur zurück. Er hatte an der Jugend-Schach-WM teilgenommen. Heute arbeitet Tabernig als Werkstoff-Wissenschafter bei den Planseewerken.

Nach nur zwei Stunden und insgesamt rund 900 Zügen war das Match einer gegen 30 vorbei, mit einer beeindruckenden Bilanz für den seit Jahrzehnten besten Schachspieler mit Osttiroler Herkunft. Tabernig gewann 23 der 30 Partien, sechs Mal gab’s ein Unentschieden (gegen Michael Singer, Julian Bachlechner, Florian Flatscher, Elias Walder, Noel Pawlik und Julian Maresic). Nur im Spiel gegen den mehrfachen Stadtmeister und angehenden Maturanten Robert Rieger musste sich der Ausnahmekönner im „Spiel der Könige“ geschlagen geben.

Nur Robert Rieger konnte Bernhard Tabernig Paroli bieten. Fotos: Heinrich Fleißner
Nur Robert Rieger konnte Bernhard Tabernig Paroli bieten. Fotos: Heinrich Fleißner
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