TVBO demonstriert Einigkeit und Sparsamkeit

Konsolidierung und kein Geld für Großprojekte im Budget 2014.

Im zweiten Anlauf wurden 9,2 Millionen so verteilt, dass alle Regionen zufrieden sind.
Das TVBO-Budget 2014 liegt auf dem Tisch und signalisiert Sparwillen.

TVBO-Obmann Franz Theurl, Aufsichtsratsvorsitzender Werner Frömel und Aufsichtsrat Hermann Kuenz präsentierten am 22. November im Rahmen eines Mediengespräches das TVBO-Budget für das Jahr 2014. Die Führung des Osttiroler Tourismusverbandes peilt im kommenden Jahr mit 7.171.000 Euro an Ausgaben und Einnahmen eine ausgeglichene Bilanz ohne Neuverschuldung an und gab sich bei der Präsentation betont kollegial und geschlossen.

„Wir versuchen wirklich, zusammenzuarbeiten“, erklärte Hermann Kuenz, der bei den Verbandswahlen mit dem „Team Osttirol“ noch in scharfer Opposition zu Theurl und Frömel stand. „Es gab diesmal perfekte Unterlagen in einer Qualität, die ich sonst höchstens vom Landesrechnungshof kenne.“ Alles liege vor, ein Investitionsplan, Cash-Flow-Planung und die detaillierte Marschroute zum Abbau aller Verpflichtungen bis zum Jahr 2027.

Franz Theurl schlug in die selbe Kerbe: „Es gab keine Gegenstimmen, keine Querstimmen und keine Enthaltung.“ Noch seien zwar Altlasten des „leidigen Fusionsvertrages“ abzubauen, doch die laufende Gebarung des Verbandes sei gravierend optimiert worden: „2011 war unser Girokonto mit 1,2 Mio Euro im Minus. Die selbe Summe haben wir heute als Guthaben.“ Die Liquidität sei wieder vorhanden, man erwarte bereits 2013 einen Überschuss von 833.000 Euro. Und Frömel unterstrich: „Wir halten uns klar an die Vorgaben der Aufsichtsbehörde und setzen auf Konsolidierung.“ Spätestens an diesem Punkt stellte sich die Frage, wie die Begehrlichkeiten der Gemeinden und Talschaften – Stichwort: Schwimmbäder Lienz und Matrei – ohne Neuverschuldung zu bewältigen seien?

Auch hier passte kein Blatt Papier zwischen die ehemaligen Kontrahenten. Theurl: „Mit diesem Budget gibt es keine Zuzahlung zu irgendeinem Großprojekt.“ Zwar sind rund 1,3 Mio Euro für klassisch-touristische „Gästeeinrichtungen“ budgetiert, die Forderungen aus dem ehemaligen Investitonsplan von Andreas Köll & Co. sind aber derzeit ebensowenig ein Thema, wie Lienzer Schwimmbad-Wünsche oder der Kauf eines neuen Tourismusbüros. Sparen ist angesagt.

Die Schulden von ursprünglich 13,5 Mio Euro sollen bereits Ende 2014 auf 8,3 Mio Euro sinken – trotz Speicherteich Zettersfeld – und 2019 bei 4,1 Mio Euro angelangt sein. Theoretisch könnte der Verband 2027 schuldenfrei sein, was freilich kein Ziel ist. Theurl: „Die Schulden sollten in einer 1:1 Relation zum Jahresetat stehen.“ Es soll nämlich keinen Investitionsstopp geben, sondern schlichtweg neue Spielregeln für die Kostenzuschüsse des TVBO.

Künftig werde man nur Projekte fördern und genehmigen, für die eine transparente und abgeschlossene Planung vorliege, eine schlüssige und realistische Finanzierung, touristische Relevanz und Nachhaltigkeit. Sei all das gegeben, werde sich der TVBO im Rahmen der Budgetrichtlinien engagieren. Zusätzliche Mittel sollen unter anderem durch eine Angleichung und Anhebung der Aufenthaltsabgaben aufgebracht werden.

Die Einnahmen des Touristmusverbandes stammen vorwiegend aus zwei Töpfen. Zum einen werden von fast allen Osttiroler Unternehmen Pflichtbeiträge eingehoben, die sich 2014 auf – vorsichtig geschätzte – 4.167.000 Euro summieren. Ein großer Zahler ist hier die starke Wirtschaft des Lienzer Beckens. Zum anderen zahlt jeder Gast – oder Beherberger, je nach Sichtweise – einen Obulus pro Nächtigung, die „Aufenthaltsabgabe“. Sie macht in Summe rund 2,5 Mio Euro aus und ist in den Osttiroler Regionen unterschiedlich hoch. Im Nationalparkgebiet großteils zwei Euro, im Defereggental nur 1,50 Euro, in Lienz 1,75 Euro, im Obertilliach zwei Euro. „Wir haben jetzt ein Unternehmen, deshalb streben wir auch eine einheitliche Aufenthaltsabgabe an, mindestens zwei Euro, wahrscheinlich aber etwas mehr“.

Bis drei Euro lässt der Gesetzgeber, das Land, Luft nach oben. Die Höhe der Abgabe kann von den Touristikern nur empfohlen werden, das Land muss dann eine Verordnung erlassen. In jedem Fall will man die Vollversammlung – sprich die Mitglieder – fragen und ausreichend Vorlauf einplanen, damit die Vermieter ihre Preisgestaltung anpassen können. Vor dem 1. Jänner 2015 wird sich nichts ändern. Im Juni 2014 könnten bei einer Vollversammlung allerdings die Weichen gestellt werden. „Da endet ja auch das Vordenker-Projekt, bei dem sich sehr viele Menschen Gedanken machen“, merkte Theurl an.

Einig sind sich Kuenz, Frömel und Theurl auch in einer anderen alten Streitfrage: der Höhe des Marketinganteils am Gesamtbudget. Für 2014 sind offiziell „nur“ 1,3 Mio Euro für Marketingmaßnahmen budgetiert. Der Betrag wird durch mehrere Faktoren relativiert. Zum einen rechnet man hinter vorgehaltener Hand mit deutlich höheren Pflichtbeiträgen. Außerdem zahlt das Land Jahr für Jahr mehrere hunderttausend Euro als Osttirol-Zusschuss, zuletzt sogar aufgestockt durch einen Felbertauern-Bonus. Zur „Verstärkung der Regionen“ (100.000 Euro), für Großveranstaltungen (300.000 Euro) und den Golfplatz (200.000 Euro) ist ebenfalls Extrageld im Budget. De facto könnten sich damit rund 2,5 Mio Euro an Marketingmitteln zusammenläppern, in zwei, drei Jahren sollen es drei Millionen sein.

Die Fixkosten des TVBO sollen 2014 ca. 2,2 Mio Euro betragen, für die Bedienung von offenen Darlehen braucht man 1,2 Mio Euro.

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6 Postings bisher
hoidanoi vor 4 Jahren

Altbundeskanzler Sinowatz hat einst in erschütternder Ehrlichkeit bemerkt, alles sei „sehr kompliziert.“ Eine Erkenntnis, der sich wohl nun auch andere angeschlossen haben. Manche, die stets gute Laune verbreitend vorgaben, alles sei super, wunderbar und bestens und erst knapp vor den letzten TVB Wahlen eingestanden, dass sie zum Beispiel konsequent das TVB Giro-Konto mit bis zu 1,2 Mio Euro überzogen hatten. Was für manche noch aus heutiger Sicht eh nicht so schlimm sein könne, wenn auch – hier handelt es sich offenbar um einen akut neu errungenen Kenntnisstand – immer noch schwierig. Sehr, sehr schwer dürfte auch herauszufinden sein, welche Bank denn in welcher Höhe die Überziehungszinsen des TVB-Giro-Kontos lukriert hat. - Als nicht schlimm wird offenbar auch angesehen, dass das Projekt rund um den Goldried wohl auf Grundlage von nichtabgeschlossener Planung sowie nicht sicher gestellter Finanzierung umgesetzt wurde. Die Finanzierung über den TVB wurde vor allem mit „sicheren“, unausweichlichen Nächtigungszuwächsen argumentiert. Die Zuwächse blieben aus. Daraus erwuchs bis jetzt schon ein beachtlicher jährlicher Abgang, der mittels verbandsinterner Transferleistungen und durch „Marketingzuschuschüsse“ seitens des Landes abgefedert werden musste. Was ja nunmehr, wo Andreas Köll „entmachtet“ sei – ja wo denn? – so schlimm eh nicht sein könne, wenn auch immer noch schwierig. Ganz besonders schwierig wird’s werden, wenn mittels verbandsweiter Aufenthaltsabgabe ausgeglichen werden soll, was regional nicht funktioniert. Schlimm? - Wenn in einem Bergbahnunternehmen, dessen Eigentümer vor allem die öffentliche Hand ist, fernab von unternehmerischer Sorgfalt gewirtschaftet wird, und das unter Aufsicht von zwei Eigentümervertretern, die noch dazu Arbeitnehmer der beiden Gläubigerbanken der Bergbahnen sind, dann ist das nach Meinung von manchen offenbar auch nicht schlimm, dafür aber dann zumindest doch schwierig. - Wenn ein OW-Marketingbudget nach dem anderen nicht eingehalten werden kann, weil die auch tourismusfernste Institutuionen beglückende Freigiebigkeit des Obmanns ohne Kontrolle durch den gesetzlichen Eigentümer, den TVB, möglich ist, kann das doch nicht so schlimm sein, ist aber vielleicht doch schwierig. - Die Liste des Schwierigen lässt sich noch lange fortsetzen. Schlimm erscheint dabei, dass erst durch enormen öffentlichen Druck sowie die Intervention des Landes in Gestalt von Dr. Föger zumindest in Teilbereichen eine Kehrtwende seitens der sich per Vollmachts-Kollekte reinstallierten Verbandsführung möglich wurde. Wie auch die Vollmachtssammlung samt Druckausübung auf Gegenkandidaten nach wie vor unter dem Titel schlimm firmiert. Um möglichste effektiv beim Vollmachtsammeln zu sein, erwähnte Franz T. erst gar nicht, dass Andreas K. mit auf Theurls Bezirksliste kandidierte. Garniert wurde die Kollekte mit Versprechen aller Art an gar jeden, der bereit war, sich darauf einzulassen. - Aber he, eh nicht so schlimm. Nur ewig das Gleiche. Schuld ist wenn, dann eh nur der Fusionsvertrag. Der verdammenswerte „Unselige“. Offenbar eine Glaubensfrage. Es gibt nur noch die Post-Fuisonsvertagszeit, eine Zeitrechnung davor gibt es nicht mehr. Eine neue, eine ganz bequeme Zeitrechnung gibt es nun, eine, in der Talbodenlösungen und Syndikatsverträge ihre Wiederauferstehung feiern, wie schon in der Zeit vor dem "Fusionsvertrag", erstellt und ersonnen von dem, der immer war und offenbar immer sein wird. - Egal ob man schon seit Existenz der OW für sie selbst verantwortlich zeichnet, wenn was scheifgeht, dann gilt, der Fusionsvertrag war’s. Egal ob man die Fehlinvestitionen beim Hochstein mitbeschloss, der Fusionsvertrag war‘s. Egal bei welcher Malversation, der Fusionsvertrag muss es gewesen sein, denn die ewiggleichen Akteure können’s ja nicht gewesen sein. Denn das wäre ja schlimm. Aber es geht noch schlimmer. - Dass sich nun diese ewiggleichen Akteure auch anschicken, im Forum der „Vordenker“ zu formulieren, wofür denn in Zukunft die verbandsweit einheitliche Aufenthaltsabgabe verwendet werden solle – denn mit Natur zu werben, das sei jetzt nach nun erfolglos geblieben, da müsse man nur in den Norden sehen (lt. Franz T.) – das ist einmal mehr schlimm. Gab es noch am Anfang des Vordenkerprozesses die zarte Hoffnung, man wolle sich zu neuen Ufern aufmachen, so haben sich die Ewiggleiche ihre Position wieder gesichert und damit die Hoffnung auf Bezirksniveau zurechtgestuzt. Womit vieles ewiggleich bleiben wird. - Das zu sehen, dürfte für manche immer noch schwierig sein. - P.S.:

Wen’s interessiert: Tiroler Aufenthaltsabgabegesetzes 2003 § 2 Abs. (2)

Leonhard vor 4 Jahren

Es sind im Tourismusverband immerhin über 7 Millionen zu verwalten. Würde hier schon von einem größeren Betrieb sprechen, mit vielen verschiedenen Begehrlichkeiten, Meinungen von allen vier Regionen und vielen "Touristikern". Seit der unverschämte Pleite-Bürgermeister aus dem Osttiroler Norden ein wenig entmachtet ist und nicht mehr fast ungehindert auf Geldtöpfe zugreifen kann, ist es glaube ich ein bisschen besser und einfacher geworden. Aber alles in allem immer noch schwierig.

senf vor 4 Jahren

leonhard@ gratuliere FT, WF und HK, sie haben dich und vermutlich einige andere auf ihre art überzeugt, auch wenn der TVB bis 2027 in seiner entwicklung geknebelt ist. wenn AK mit seinem investitionsplan wieder antanzt (der AR-beschluss ist ja immer noch aufrecht), oder der versuch, die aufenthaltsabgabe wunschgemäß zu erhöhen misslingt, dann wirds noch magerer. die strategie des AR ist erst mal beruhigen. das muss ja sein - es steht ja einiges bevor. nach der VV gibts dann ja wieder ein nachtragsbudget und dann wird man sichs ja wieder richten.

Leonhard vor 4 Jahren

@fb: Meine Einschätzung: Es war und ist alles gar nicht so schlimm wie behauptet.

Die Frage ist nur: Wer hat behauptet, dass alles so schlimm sei.

Meine Antworr: Die unfähigen Redakteure und -innen der Kleinen Zeitung Der singende Wirt vom Tristachersee Die selbst ernannten Tourismusspezialisten vom Team Osttirol .... und im Sog der oben Genannten, viele, die ohne nachzudenken und zu reflektieren einfach alles nachplappern oder sich in Internet-Foren wortgewandt als Experten für eh alles aufspielen.

fb vor 4 Jahren

Falls die Äusserung von Hermann Kuenz stimmt, hat entweder die Aktivität des TEAM OSTTIROL, wie auch die neugewonnenen Leute des Team THEURL, Wunder bewirkt? Oder es war vorher doch nicht so schlimm wie behauptet? Oder Herr Kuenz hat sich eine eigenen Position "gebildet", was durchaus nicht negativ zu sehen ist.

Für die Hauptversammlung seien Fragen vorgemerkt:

War der TVBO 2011 überschuldet? Hat der Vorstand daraufhin Reaktionen gesetzt? War Dr. Föger als Aufsichtsbehörde darüber informiert?

Ist die Bewertung der LB-Aktien als AKTIVA im TVBO gerechtfertigt?

Wie wurde Liquidität gewonnen - durch Auslagerung des Minus auf andere Kredite?

Wie haben sich die administrativen Aufwendungen entwickelt?

Wieviele Schulden hat der TVBO jetzt?

Von welchen so liebgewonnenen Aktivitäten könnte man sich trennen, um trotz knapper Mittel NEUES anzugehen? Entspricht Österreich Rundfahrt, GIRO wirklich als zielgruppenorientierte Werbung? Wenn Rad, dann doch Aktivitäten in Richting Mountainbike. Hat der Weltcupslalom der Damen nachhaltige Wirkung auf Winterbuchungen? Das Geld auszugeben nur um die Hotelbetten in dieser Zeit zu füllen wäre doch wirklich kurzfristigste Sichtweise. Da sehe ich das Skitourenfestival als viel besser geeignet

Die wichtigste Frage aber scheint, wie sieht es intern im TVBO aus, gab es den verkündeten Aufbruch wirklich, konnten die altgedienten Funktionäre und Haudegen über Ihren Schatten springen?

Auf kritische Fragen in der Hauptversammlung ist zu hoffen, auch sollte man sich wappnen gegen die sicher vorhergehende rosa-himmelblaue Präsentation, also - nicht einlullen lassen!

hoidanoi vor 4 Jahren

Osttirol, Deine alljährliche TVB-Diskussion

Die Jahreshauptversammlung verspricht interessant zu werden. - Vor allem wegen der Aufenthaltsabgabe, die vom Gast zu berappen ist. Das tut er, egal ob er im Viersternehaus oder in der Selbstversorgerhütte Quartier bezogen hat. Er tut dies, so die Argumentation des Gesetzgebers, um damit die ihm unentgeltlich zur Verfügung stehende Infrastruktur mitzutragen. - Das Tourismusgesetz sieht explizit vor, dass innerhalb eines Verbandgebiets unterschiedliche Abgabenhöhen möglich sind. Das hat seinen guten Grund. Je größer das Verbandsgebiet, desto unwahrscheinlicher ist, dass der Gast weit von seinem Urlaubsdomizil entfernt liegende Infrastrukturen in Anspruch nehmen kann. Im Fall von Aufstiegshilfen gilt dies noch mehr, als dass diese zusätzlich noch durch den Kartenverbund so oder so schon vom Benutzer mitfinanziert werden. Auf diesem Weg eine Aufenthaltsabgabenerhöhung zu argumentieren wäre nicht im Sinn des Gesetzgebers. Was seine Exekutivorgane meist recht wenig kümmert. - Der Obmann selbst führt ins Treffen, dass eine verbandsweite Abgabenerhöhung auf € 2,--, eigentlich aber mehr nötig sei. Der konkrete Bedarf müsse noch erhoben werden. Wobei er ihn schon zu kennen scheint, den Bedarf.

In der Kleinen Zeitung wird er mit den Worten zitiert: "Nach den Erhebungen könnte ja herauskommen, dass wir eine Aufenthaltsabgabe nicht mit zwei Euro, sondern mit € 2,50 brauchen."

Damit ist schon fast alles gesagt. Dieser – wenn auch durch die Blume – erhobenen Vollzugsaufforderung zur Erhöhung der Aufenthaltsabgabe wird wahrscheinlich vom Land Folge geleistet werden. Die dazu passenden Worte Dr. Fögers dürften den meisten noch im Ohr nachklingen. - € 450.000,-- soll eine Abgabenerhöhung in die strapazierten Kassen spülen. Noch lauter wäre der Wunsch kaum zu formulieren gewesen. Wie zu hören ist, liegen zukünftige Großprojekte auf Eis. Vor allem, weil die hoffnungsfrohen Nächtigungsprognosen, die Basis für die Finanzierung alter Großprojekte waren, leider nicht wahr wurden. Was die Verbandsführung zu dem offenbar zwingenden Schluss führt: Ohne Nächtigungssteigerungen muss eben die Nächtigungsabgabe erhöht werden. Für den Gast, der noch kommt. Egal wohin. - Interessant wäre die Beantwortung der Frage, ob man gerade eingestanden hat, dass man habe Projekte gefördert und genehmigt, für die keine oder nur eine intransparente Planung vorlagen, und die über unschlüssige wie unrealistischen Finanzierung sowie wenig bis keine touristische Relevanz und ausgesprochene Kurzlebigkeit verfügten. Dieser Umkehrschluss liegt nahe, ist hoffentlich aber nur teilweise berechtigt. - Die Ansage, man wolle künftig nur „Projekte fördern und genehmigen, für die eine transparente und abgeschlossene Planung vorliege, eine schlüssige und realistische Finanzierung, touristische Relevanz und Nachhaltigkeit.“, klingt altbekannt. Sie könnte aus dem gekippten Fusionsvertrag stammen. Der auch vorsah, dass Regionen lokale Infrastrukturen durch die Nächtigungsabgaben aus den direkt partizipierenden wie profitierenden Gemeinden mitfinanzieren. - Vom Fusionsvertrag hat man sich verabschiedet. Nun gelten andere Regeln. Dank der normativen Kraft des Faktischen. Was so viel heißt, dass nun viele bezahlen sollen, was wenige sich geleistet haben. - P.S.: Die Aufenthaltsabgabe wird im von manchen Häusern als „Inklusivleistung“ eingepreist. Hat was, die Formulierung.