Bildungshaus: Die blauen Flecken der Seele heilen

Ein anderer Blickwinkel soll helfen, Mobbing unter Jugendlichen zu minimieren.

Früher als „Hänseleien“ abgetan, werden verbale Schikanen heute als das angesehen, was sie sind: Mobbing. Einschränken oder auf eine bestimmte Gruppe reduzieren lassen sich die Lästereien nicht, Jugendgewalt, Bullying und Mobbing kommen in allen Ländern, Regionen und Städten vor. Meist werden die Geschehnisse jedoch nicht thematisiert, nur bei besonders einschneidenden Ereignissen wird die verbale Gewalt offen diskutiert. Und dann meist nur auf eine unsachliche Art und Weise.

Um dieser Situation entgegenzuwirken, findet am Mittwoch, 15. Januar, um 19.30 Uhr im Bildungshaus Osttirol der Vortrag „Blaue Flecken an der Seele – Mobbing unter Jugendlichen“ statt. Es referiert Horst Lehner vom Landeskriminalamt Tirol, für den Kriminalprävention eine tägliche Aufgabe ist. 13 Jahre lang war Lehner als verdeckter Ermittler beim Innenministerium im Einsatz und entwickelte seit 2005 zahlreiche schulische Projekte zur Gewaltprävention, die sich bei über 700 Klasseneinsätzen bewährt haben. In Zusammenarbeit mit dem LSR Tirol entwickelte er zuletzt den „Notfallplan Schule“.

Denn besonders im schulischen Umfeld werden Kinder häufig Sticheleien ausgesetzt und können sich diesen nicht entziehen. Nicht selten entsteht daraus eine Spirale mündlicher Angriffe und Ausgrenzung, die im schlimmsten Fall in körperlicher Gewalt mündet. Wer Mobbing übersieht, toleriert es –  genau gegen ein solches Verhalten möchten Horst Lehner und das Bildungshaus Osttirol vorgehen, und laden zu der Veranstaltung der „Initiative notwendig“ (Caritas und Bildungshaus) herzlich ein.

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