Play-off für UEC Lienz in weite Ferne gerückt

Ein sogenanntes „Sechs Punkte Spiel“ hatten die Lienzer Eislöwen am Mittwoch, 15. Januar, vor sich. Mit einem absoluten Erfolg wollten die Dolomitenstädter ihre Chance auf eine Play-off Teilnahme wahren, welche die besten acht Vereine in der Gesamttabelle erreichen.

Die ersten Minuten Steindorf gegen Lienz verliefen recht ausgeglichen, beide Mannschaften brauchten einige Zeit um ins Spiel zu finden. Aber schon in dieser Phase merkte man bei den Lienzern deutlich, dass ein Thomas Pfeffer, der angeschlagen pausieren musste, in der Defensive an allen Ecken und Enden fehlte. Die Spieler agierten zu wenig aggressiv und standen viel zu weit von den Gegnern entfernt.

Eine Offensive fand überhaupt nicht statt. Nach zwölf Minuten nahm das Unheil dann seinen Lauf. Keeper Markus „Magic“ Köfele konnte einen Weitschuss nur kurz abwehren, den Rebound verwerteten die Hausherren zum 1:0. Durch dieses Gegentor herrschte bei den Osttirolern, wie schon im Spiel gegen Toblach, völlige Konfusion, die Hausherren nützten diese Unsicherheit gnadenlos aus und erhöhten bis zum Ende des ersten Drittels auf 4:0. Das letzte Tor erzielten die Steindorfer überhaupt in numerischer Unterzahl.

In der Pause dürfte es von Trainer Jiri Broz eine ordentliche Kabinenpredigt gegeben haben, denn man sah in den Angriffsminuten eine völlig anders auftretende Lienzer Mannschaft. Christian Wernisch verkürzte in der 24. Minute auf 1:4. Die Eislöwen drückten weiter, aber genau in dieser guten Phase gelang den Steindorfern der Treffer zum 5:1. Im Powerplay erzielte Alexander „Cece“ Czechner den zweiten Lienzer Treffer, doch die Hausherren schraubten das Score bis zur Schlussirene des zweiten Spielabschnittes durch zwei Powerplaytore auf 7:2.

Im letzten Drittel nahm bei den Lienzer Eislöwen Dominik Tiefnig anstelle von Markus Köfele den Platz im Tor ein, aber das Spiel plätscherte nun so vor sich hin. Steindorf wollte nicht mehr und die Lienzer waren nur noch bemüht, die Niederlage im Rahmen zu halten. Dominik Neckstaller konnte in der 51. Minute auf 7:3 verkürzen, ehe den Hausherren sechs Minuten vor dem Ende ein weiterer Powerplay Treffer zum Endstand von 8:3 gelang.

Ein herber Rückschlag für die Eislöwen in Blickrichtung Play-off. Nun gilt es, sich voll und ganz auf das große Derby gegen den UECR Huben am Samstag, 18. Jänner, um 19:00 Uhr, in der Lienzer Eisarena zu konzentrieren. Allerdings wird eine enorme Leistungssteigerung nötig sein, um den Favoriten aus Huben vollends fordern zu können. Aber wie heißt es so schön: „Derbys haben eigene Gesetze“.

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