Anna Maria Mayer für MiA-Award nominiert

Die Lienzer Sportlerin als Beispiel für erfolgreiche Integration.

Derzeit arbeitet Anna Maria Mayer als Trainerin im Schulsportservice.
Derzeit arbeitet Anna Maria Mayer als Trainerin im Schulsportservice.

Seit 2008 wird der vom Innenministerium geförderte MiA-Award schon verliehen. Ziel ist es, Beispiele positiver Migration aufzuzeigen und auch zu fördern, die Skepsis gegenüber anderer Volksgruppen zu verringern und ein positives Bild von Integration in der Bevölkerung zu schaffen.

Ganz besonders liegen den Veranstaltern Frauen am Herzen und diese werden in den Kategorien „Wissenschaft & Forschung“, „Wirtschaft“, „Humanitäres & Gesellschaftliches Engagement“, „Kunst & Kultur“ und „Sport“ geehrt. Für jede dieser Kategorien sind jeweils drei Kandidatinnen nominiert, aus denen eine Preisträgerin von einer bunt gemischten Jury bei der MiA-Gala am Samstag, 8. März, in Wien gekürt wird. Den MiA-Award erstmals nach Osttirol holen, wird heuer die Lienzerin Anna Maria Mayer – sie ist die einzige Nominierte in der Kategorie „Sport“.

Mayer, gebürtige Polin wurde mit nur einer Hand geboren, studierte in ihrer Heimat Sport und holte als Sprinterin etliche Medaillen bei Weltmeisterschaften und Paralympischen Spielen für ihr Heimatland. Bei ihren zweiten Paralympics in Athen 2004 lernte die Leichtathletin den Osttiroler Robert Mayer kennen. Seit 2005 sind die beiden Athleten verheiratet und ziehen ihre beiden Kinder in Osttirol groß.

Die Sportlerin übersprang allerdings nicht nur die Hürden „Handicap“ und „Integration“. In ihrer Kindheit verunglückte Mayers Mutter bei einem Autounfall. Ab diesem Zeitpunkt stand sie auf eigenen Beinen und kämpfte sich mit Stipendien an der Universität durch. In Zukunft möchte Mayer in Lienz ihren Beruf als Sportlehrerin ausüben. An ihrer Wahlheimat schätzt sie vor allem die Berge und die Vielseitigkeit.

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren