Bauverhandlung für Kaufhaus Lienz abgeschlossen

Bürgermeisterin Elisabeth Blanik ist am Zug. Entwickler optimistisch.

bauverhandlung

Bernhard Pöll, Geschäftsführer der Innsbrucker Projektentwicklungsfirma ICM ist zufrieden. Im Gespräch mit dolomitenstadt.at schildert er die Bauverhandlung für das „Kaufhaus Lienz“ am 12. Februar als rundum erfreulich aus der Sicht der Projektwerber: „Die Amtsgutachter haben durchwegs positive Gutachten abgegeben. Schall, Emissionen, Verkehr, Brandschutz – alles wurde gut bewertet. Wir waren super vorbereitet. Das wurde bestätigt.“

Bedeckt hält sich Pöll weiterhin bei den Themen Finanzierung und Vermietung. Beides sei auf Schiene, doch für die Baufinazierung sei nicht die ICM als Entwickler verantwortlich, sondern der Südtiroler Investor, die Hobag Immobilien GmbH mit Sitz in Innichen. Die tritt auch offiziell als Bauwerber auf, allerdings vertreten durch die ICM. Ob René Benko am Investment beteiligt ist? „Eine schwierige Frage“, erklärt Pöll. Der Vermietungsstand für das rund 8.500 m2 große EKZ liege bei 95%, der Mix sei attraktiv und ausgewogen. Namen? Marken? Könne er aus rechtlichen Gründen noch nicht nennen, erklärt der ICM-Chef.

Obwohl die Einschätzungen für einen möglichen Baubeginn nach wie vor je nach Perspektive unterschiedlich sind, haben die Hobag Immobilien GmbH und die ICM eine wichtige Hürde genommen. „Die Bauverhandlung ist geschlossen“, erklärt Stadtbaumeister Klaus Seirer. Neue Aspekte können damit nicht mehr eingebracht werden, alle Argumente liegen auf dem Tisch und die Baubehörde erster Instanz ist am Zug.

Das ist Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, die im Alleingang, also ohne Gemeinderat, einen Bescheid erlassen kann. Blanik gilt seit jeher als Fan des Projekts, also wird ein positiver Bescheid erwartet, vermutlich auch innerhalb eher kurzer Zeit. Ebenso sicher dürfte aber auch sein, dass die Gegner des Projekts, darunter der Lienzer Kaufmann Robert Geiger, in die zweite Instanz gehen werden. Das ist seit Beginn des Jahres der Verwaltungsgerichtshof. Winkt auch er das Großvorhaben durch, rückt der Baubeginn näher.

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4 Postings bisher
senf vor 5 Jahren

macki, dein posting ruft nach der frage: wessen bescheid? der von der bürgermeisterin oder der der stadt lienz? kannst du auch mir helfen?

Macki vor 5 Jahren

Um Herrn Pirkner und nanny zu helfen:

Über Beschwerden gegen den Baubescheid der Bürgermeisterin entscheidet das Landesverwaltungsgericht in Innsbruck. Danach gibt es in unter gewissen Voraussetzungen die Möglichkeit einer Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof in Wien.

So und nicht anders heißen die Gerichte und wären auch entsprechend zu benennen.

Angerer vor 5 Jahren

Wenn da nur mal was passiert!!! Mir geht diese häßliche Baustelle echt am Wecker...überall liegt der Schnee am Gehsteig oder es steht überhaupt das Wasser bei den Betonblöcken...als älterer Mensch hat man da echt Schwierigkeiten, weiter zu kommen!!! Ich wette mal, in einem Jahr ist hier auch noch nichts verändert, aber unsere Politiker werden hier wohl nie zu Fuß vorbei gehen müssen um sich die Schuhe nass zu machen...selten so eine wenig durchdachte Planung von einem Bauprojekt gesehen....nur Chaos und Einsprüche...und event. auch noch ein Konkurs obendrauf?...na dann wirds wohl eine endlose Geschichte...Hoffentlich erleben die Lienzer noch ein Wunder...wobei, wenns dann gebaut ist, wirds wohl das "blaue Wunder" werden, wenn der Verkehr endlos ausartet...Gratulation zu euren Entscheidungen, ihr Politiker!

nanny vor 5 Jahren

Also es gibt da zwei große Fragezeichen: 1. Wie schaut es mit den Einsprüchen aus? Anscheinend kann im Fall des Falles gegen den Entscheid des Landesverwaltungsgerichtshofes auch wieder Einspruch erhoben werden. 2. Finanzierung? HOBAG in Konkurs? Benko dabei oder nicht? Die ICM plant ja nur. Eine unendliche Geschichte. Schaumamal ...