„Der Outdoorpark muss jetzt entstehen“

Patrick Larch vom Verein StyleFly fordert im Interview eine schnelle Umsetzung.

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Urbane Sportarten gewinnen weltweit immer mehr Fans. In Osttirol hat sich diese Szene durch den Verein „StyleFly“ mit Initiator und Motor Patrick Larch besonders vital entwickelt. Wir haben Patrick im Rahmen einer Jubiläumspräsentation seines Vereines getroffen und mit ihm über aktuelle Pläne der sportlichen Truppe gesprochen.

Seit wann gibt es StyleFly schon?
Uns gibt es nun schon seit drei Jahren – seit September 2010 sind wir ein offizieller Verein.

Was wurde schon erreicht?
Mittlerweile ist es so, dass wir nicht nur Leute aus der Szene bei uns haben, sondern auch Neueinsteiger begeistern können. Wir haben die urbanen Sportarten in Osttirol etabliert.

Welchen Namen hat StyleFly außerhalb des Bezirks?
Durch die Tatsache, dass wir geografisch stark abgegrenzt sind, haben wir uns sehr auf die Region spezialisiert. Die nächsten Szenen gibt es entweder in Innsbruck oder Klagenfurt. Allerdings haben wir auch außerhalb der Heimat einen guten Ruf und schon ein gutes Netzwerk aufgebaut.

Welche Altersgruppen sind bei euch im Verein vertreten?
Bei uns sind schon Kinder ab acht Jahren mit dabei. Allerdings haben wir die ältere Schicht noch nicht ganz erreicht. Uns erreichen aber auch Anfragen von Familienvätern – dass diese nicht mit den Jungen mittrainieren wollen ist klar. Allerdings ist durchaus Interesse da.

Wie viele Mitglieder zählt der Verein?
Es gibt zwei verschiedene Kennzahlen: Einmal die aktiven Mitglieder und einmal die Gesamtmitgliederanzahl. Zu den Gesamtmitgliedern zählen wir auch außerordentliche Mitglieder, wie Sponsoren oder Eltern von minderjährigen Mitgliedern. Aktive Mitglieder gibt es bei uns im Verein derzeit über 200.

Was kostet die Mitgliedschaft?
Es hängt sehr stark davon ab welchen Kurs man besuchen möchte. Es gibt verschiedene Trainingszeiten und Levels. Genaue Infos kann man sich auf unserer Website holen.

Was passiert mit euren Einnahmen?
Wir haben keinen Gewinn. Alles was wir erwirtschaften stecken wir wieder in die Szene: Wir zahlen für die Trainer, für Geräte und das Trainingsequipment.

Was sind die Pläne für die Zukunft?
Das Ziel für 2014 ist ganz klar der Outdoorpark. Außerdem ist es ganz wichtig, für Nachwuchs zu sorgen.

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Stichwort Outdoorpark, wo soll er stehen?
Er soll auf der Grünfläche gegenüber dem Jugendzentrum entstehen, wo im Sommer Autos geparkt sind. Aufgrund der Nähe zum Stadion, Schwimmbad und Jugendzentrum ist es die ideale Lage (Hier der Plan zum Download).

Wie fortgeschritten sind die Gespräche mit den Vertretern der Politik?
Die Verhandlung mit dem Sportausschuss unter der Leitung von Sigi Schatz laufen intensiv – es gab bereits drei Sitzungen. Der Sportausschuss muss den Plan in den Stadtrat einreichen. Aufgrund der Budgetsumme muss dieser das Projekt dann in den Gemeinderat einreichen.

Was kostet das Projekt?
Die genaue Summe können wir nicht sagen. Allerdings haben wir das Projekt in verschiedene Stufen unterteilt. Dabei gibt es einen essentiellen Bereich, welchen wir für unser Training benötigen. Eine durchschnittlich ausgebaute Variante würde 50.000 Euro kosten.

Bis wann rechnet ihr mit einer endgültigen Einigung?
Der Sportausschuss hält uns jetzt schon ziemlich lang hin. Es scheitert angeblich an der Haftungsfrage, obwohl wir diese schon seit langer Zeit geklärt haben. Mit einer Presseoffensive möchten wir weiter Druck machen. Der Park muss JETZT entstehen. Im April/Mai soll mit dem Bau begonnen werden.

Wie kann man sich den Park vorstellen?
Es ist für jeden etwas dabei: Ein Tanzboden, eine Graffiti Wall für Sprayer, Slacklines, Container, viele Geräte für Turner, zwei Bodentrampoline und vieles mehr.

Wer darf den Park benutzen?
Derzeit nimmt unsere Szene zwei Drittel des Kinderspielplatzes in Anspruch. Das soll sich ändern, indem jeder den zukünftigen Platz benutzen darf. Wir kooperieren auch eng mit dem Jugendzentrum.

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3 Postings bisher
Churchill vor 4 Jahren

"[..] Wir zahlen für die Trainer, für Geräte und das Trainingsequipment." Isofern müsste doch auch Geld eingeplant sein, um sich selbst an der Finanzierung des Outdoorparks zu beteiligen.

Ich halte es für äußerst wichtig, die Jungen zu fördern, anstatt zuzuschaun wie sie reihenweise den Bezirk verlassen. Aber bergfex spricht hier schon den einen oder anderen brisanten Punkt an: Wer übernimmt die Finanzierung? Soweit ich das verstanden habe, soll das die Stadt zu 100% machen?? "Was (mich) nichts kostet, ist nichts wert" -> Vandalismus Und was viele Jugendlicher erst lernen müssen: auch wenn man nicht selbst für etwas monate- oder jahrelang gespart hat, sollte man doch darauf aufpassen, wie auf den "eigenen Augapfel". Wenn die Stadt einfach anrückt und einen Outdoorpark aufstellt, wird auch entsprechend damit umgegangen. Das ist nicht böse gemeint, trifft aber in der Regel zu. Das weiß ich noch aus meiner - nicht allzu lang zurückliegenden - Kindheit.

bergfex vor 4 Jahren

Wer bezahlt ?

Wer ist für die Erhaltung zuständig?

..... Es scheitert angeblich an der Haftungsfrage, obwohl wir diese schon seit langer Zeit geklärt haben.....

Warum kann die Haftungsfrage hier nicht preisgegeben werden?

Für welchen Zeitraum ist der Verein zuständig?

Wie bei so vielen Aktionen ist nach "kurzer Zeit" die Luft heraus, dann verwildert die ganze Sache und keiner ist mehr zuständig.

Jungmann vor 4 Jahren

Bin wirklich gespannt wann dieses Projekt umgesetzt wird. Ich vermute leider nicht allzu schnell.. Aber dennoch top leistung der jugend in Osttirol!!