Lieder performen statt Bier kippen im Netz

Osttiroler Musiker drehen den Spieß des „Social Beer Game“ in eine kreative Richtung.

„Ich nominiere…“ – dieser Satz verbreitete sich in den vergangenen Wochen in diversen sozialen Medien wie ein Virus. Der Hintergrund – das Trinkspiel „Social Beer Game“: Dabei müssen sich die nominierten Teilnehmer filmen, wie sie einen halben Liter Bier „auf ex“ trinken, das Video anschließend unter dem Hashtag „#socialbeergame“ auf Facebook stellen und drei weitere Mitspieler nominieren. Diese haben 24 Stunden Zeit, um ebenfalls ein Glas in einem Zug zu leeren, den Verweigerern droht nicht nur Schmach, sie schulden dem Nominierenden laut inoffizieller Spielregeln auch einen Kasten Bier.

So weit so gut, dachten sich die einen und wurden brav Teil des Schneeballeffekts im Internet. Einige andere bewiesen dagegen Kreativität und drehten den Spieß ganz einfach in eine andere Richtung: Eine junge Frau aus Salzburg entschied sich etwa, den Betrag von drei Euro, die das Bier gekostet hätte, an eine Hilfsorganisation zu spenden und forderte ihre drei Nominierten auf, es ihr gleich zu tun.

Musiker aus dem Raum Osttirol reagierten ebenfalls auf das „Social Beer Game“ und entwickelten das nicht zwangsläufig Talent erfordernde Bier kippen zu einem Talent voraussetzenden Wettbewerb: Seit Tagen nominieren sich SängerInnen und Bands gegenseitig, indem sie einander auffordern, Videos ihrer Performances ins Netz zu stellen. Eine Idee die prompt Anklang fand, Bands wie „Drumartic“ und „Jimmy and the Goofballs“ oder Songwriter wie „Vezy“ Verena Pichler, Michael Zabernig, Florian Obermoser und Clemens Herzog zeigten bereits ihre musikalischen Beiträge auf Facebook. In der Flut an Bier-Videos eine mehr als gelungene Abwechslung, von der nur zu hoffen bleibt, dass sie sich im Netz ähnlich schnell verbreitet wie das Original.

Die „Drumartic“-Mitglieder Rene Mair, Peter Lindsberger und Markus Warscher zeigten sich begeistert von der Nominierung und wünschten viel Spaß beim „mitrocken“:

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Matthias Gasser, Alexander Walder und Dominik Fuß von „Jimmy and the Goofballs“ hatten „so viel Zeit, dass es eine Freude ist“ und gaben „Hey Ya!“ von „OutKast“ zum Besten:

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Pharrell Williams‘ „Happy“ performten Verena Pichler, Martin Lang und Michael Unterguggenberger:

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Clemens Herzog, Florian Obermoser und Michael Zabernig scheuten laut eigenen Angaben keine Kosten und Mühen für die Produktion ihres Videos und beglichen damit ihre „Spielschuld“:

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Bezeichnen sich als die Erfinder des musikalischen Pendants zum „Social Beer Game“ – Rene Uggowitzer und Daniel Mair:

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1 Posting bisher
Churchill vor 5 Jahren

Bei Verena und Martin (und Gungl...) ist mir die Kinnlade aber ordentlich auf den Boden geknallt. Echt sau gut! Der Musshauser'sche Beitrag ist aber auch Spitze