ÖGB: Osttirols Frauen wollen sich mehr vernetzen

Treffen des ÖGB-Regionalfrauenvorstandes mit dem Osttiroler Frauenzentrum.

Bessere Vernetzung soll die Rechte der Osttiroler Frauen sichern, v.l.: ÖGB-Regionalfrauenvorsitzende Gabi Zambelli, Brigitte Schieder, Dipl. Sozialarbeiterin Frauenzentrum Osttirol
Bessere Vernetzung soll die Rechte der Osttiroler Frauen sichern, v.l.: ÖGB-Regionalfrauenvorsitzende Gabi Zambelli, Brigitte Schieder, Dipl. Sozialarbeiterin Frauenzentrum Osttirol

Vergangene Woche gab es im Zuge des ÖGB-Regionalfrauenvorstandes ein Vernetzungstreffen mit dem Osttiroler Frauenzentrum. In einer Aussendung zeigen sich die Gewerkschafterinnen über die hohe Frequenz der Einrichtung, die gegen gesellschaftlich bedingte Diskriminierung an Frauen eintritt, geschockt. „Osttirols Frauen sind stark von körperlicher, psychischer und ökonomisch bedingter Gewalt betroffen“, erklärt Gabi Zambelli, Osttirols ÖGB-Frauenvorsitzende. „Frauen bauen sich durch Teilzeit oft ein finanzielles Gefängnis auf – die Abhängigkeit vom Mann und fehlende Pensionsversicherungsjahre können sich eines Tages rächen“, so Zambelli und fordert eine stärkere Vernetzung aller Osttiroler Frauenorganisationen.

Auch Harald Kuenz, ÖGB-Regionalsekretär schlägt in dieselbe Kerbe: „Die Lobby und Meinungsbildung von und für Frauen ist in Osttirol viel zu schwach. Viele Frauen sind der Meinung, dass sie ihr Partner finanziell durchs Leben tragen wird – damit bauen sich Frauen eine enorme finanzielle Abhängigkeit auf, welche nicht selten in psychischer und physischer Gewalt mündet.“ Dieser Problematik will man seitens des Gewerkschaftsbunds durch eine stärkere Vernetzung aller Frauenorganisationen im Bezirk entgegenwirken.

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