Michael Kurz in Sotschi angekommen

Osttiroler Paralympics-Sportler tritt seine letzten Winterspiele an.

Osttirols Paralympics-Starter Michael Kurz beim Abflug nach Russland.
Osttirols Paralympics-Starter Michael Kurz beim Abflug nach Russland. Fotos: Franz Baldauf

Bei sommerlichen Temperaturen von 19 Grad landete das Österreichische Paralymics-Team in Russland, unter den 13 Athleten der Osttiroler Michael Kurz. Er wird in den nordischen Disziplinen Langlauf und Biathlon das letzte Mal um olympisches Edelmetall kämpfen – die Langlaufskier will der im Lesachtal lebende Osttiroler nach den Spielen an den Nagel hängen.

“Gelassener geht es wohl nicht”, beschreibt der einzige Langläufer und Biathlet im ÖPC-Team seine Gefühlslage vor seinen insgesamt vierten Paralympics. Druck verspürt der 40-Jährige keinen, dafür umso mehr Ehrgeiz. Kurz: „Es macht mich stolz, dass ich mit meinen 40 Lenzen nach wie vor im Spitzenfeld mitmischen kann – allerdings bin ich diesmal froh, wenn sich eine Top-Ten-Platzierung ausgeht.”

Die Strecke in Sotschi sollte dem Lesachtaler, der in allen Disziplinen, in der Kurz- und Langdistanz im Langlauf und Biathlon, an den Start gehen wird, entgegenkommen: „Ich wohne ja auf 1.100 Meter über Meereshöhe, die anspruchsvolle Strecke sollte mir liegen.“ Am Samstag, 8. März, einen Tag nach der Eröffnungsfeier, wird sich der Osttiroler im Biathlon das erste Mal auf die Jagd nach einer Top-Platzierung begeben.

Österreichs Paralympics-Team im Paralympischen Dorf auf 1320 m Seehöhe. Foto: Franz Baldauf
Österreichs Paralympics-Team im Paralympischen Dorf auf 1320 m Seehöhe.

Die besten Medaillenchancen hat der zweifache Winter-Paralympics-Teilnehmer allerdings am Sonntag, 16. März, im abschließenden 10-Kilometer-Langlauf. An einer Medaille ist Kurz bislang immer knapp vorbeigeschrammt – in Turin und Vancouver erzielte er insgesamt drei Top-6-Plätze. Bei den Vorbereitungen lief alles nach Plan, trainiert hat der Sportler im Hinblick auf seine letzten Paralympics mehr denn je.

Von den Unruhen auf der Krim wollen sich Österreichs Paralympic-Sportler nicht verunsichern lassen. “Alle unsere Athletinnen und Athleten haben sich vier Jahre oder länger auf diese Spiele vorbereitet – Protestmaßnahmen oder gar ein Boykott der Spiele kommen für das ÖPC keinesfalls in Frage”, erklärt Petra Huber, Generalsekretärin des Österreichischen Paralympischen Komitees.

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