„LeerRaum“ schafft Platz für Fülle in der Hl. Familie

Der Künstler Oskar Stocker ermutigt anhand einer Installation zum Freiwerden in der Fastenzeit.

Die gelben Schaltafeln in der Mitte des leer geräumten Kirchenschiffs bilden die Form eines Kreuzes. Sie sollen sowohl für die Härte der Alltagsbelastung des Lebens, als auch für das Befreiende, wenn Menschen ihr tägliches Kreuz auf sich nehmen, stehen. Foto: Bernhard Kranebitter
Die gelben Schaltafeln in der Mitte des leer geräumten Kirchenschiffs bilden die Form eines Kreuzes. Sie sollen sowohl für die Härte der Alltagsbelastung des Lebens, als auch für das Befreiende, wenn Menschen ihr tägliches Kreuz auf sich nehmen, stehen. Foto: Bernhard Kranebitter

Mit Blick auf die Kar- und Ostertage soll die Fastenzeit eine Einladung zum „Leer-“ und Freiwerden sein. Um diesem Gedanken wortwörtlich Raum zu geben, gestaltete der in Lienz geborene Künstler Oskar Stocker in der Lienzer Pfarrkirche zur Heiligen Familie die Installation „LeerRaum“. Wie sich das auswirkt, präsentierte Dekan Bernhard Kranebitter am Mittwoch, 5. März, in einer Führung durch das neu gestaltete Kirchenschiff.

Als Erstes fallen dabei die gelben Schaltafeln in der Mitte des Raumes auf, die in ihrer Anordnung die Form eines Kreuzes ergeben. Laut Stocker stehen die älteren abgetretenen ebenso wie die neuen leuchtenden sowohl für die Härte der Alltagsbelastung des Lebens, als auch für das Befreiende, wenn Menschen ihr tägliches Kreuz auf sich nehmen. „Anhand des gelben Scheins leuchtet schon etwas vom österlichen Licht der Auferstehung“, schließt der Künstler.

Die Idee zur „LeerRaum“-Installation entwickelte der mittlerweile in Graz lebende Oskar Stocker gemeinsam mit Andreas Weiskopf, dem Direktor des Sonderpädagogischen Zentrums. Auch Dekan Bernhard Kranebitter zeigte sich vom Konzept  sofort begeistert und verbindet mit der Leere des Raumes ein ganz besonderes Gefühl, wie er erklärte: „Ähnliche Erfahrungen wie jetzt in der Familienkirche mache ich besonders in einfachen, leeren, romanischen Kirchen. Beim Eintreten empfängt mich eine Stille, die ruhig werden lässt. Da ist eine Gegenwart, da ist Friede, eine Heimat, etwas Erfüllendes und es tut gut, einfach zu bleiben.“

Mit der „Leerstelle“ wollen Stocker, Weiskopf und Kranebitter die Besucher der Pfarrkirche zur Hl. Familie anregen, sich zu fragen, wovon ihr Leben in der Fastenzeit frei und leer werden soll. Das soll Raum und Zeit für das Wesentliche und damit die Fülle des Lebens schaffen. Eine Hinführung zu diesem Gedankengut bietet der Gottesdienst am Samstag, 8. März, um 18.30 Uhr. Am Samstag, 29. März, findet in der Familienkirche anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Diözese Innsbruck zudem der dekanatliche Konzilstag statt. Die Installation „LeerRaum“ ist vom Aschermittwoch, 5. März, bis Donnerstag, 9. April, zu sehen.

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