Gemeinsame Ziele von Jäger und Nationalpark

Kooperationsvereinbarung soll künftige Zusammenarbeit festigen.

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Ein positives Miteinander von Jagd und Naturschutz planen v.l.: Landesjägermeister Anton Larcher, Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler und Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe. Foto: Land Tirol/Aigner

Am Freitag, 14. März, einigten sich der Tiroler Jägerverband und der Nationalpark Hohe Tauern auf eine Kooperationsvereinbarung. „Ein gesunder und dadurch auch erlebbarer Wildbestand ist unbestritten ein  gemeinsames Ziel beider Seiten“, berichtet die für den Nationalpark zuständige Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe. Wesentliche Inhalte der Kooperation betreffen die Bereiche Forschung, Bildung sowie die Anwendung bleifreier Munition.

Im Bereich der Aus- und Weiterbildung möchte man gegenseitiges Wissen austauschen. Das Augenmerk wollen die Vertreter von Jäger und Nationalpark auf Naturschutz, Schutzgebiete als Ruhezonen, Störungsvermeidung von Wildtieren, alternative Jagdmethoden sowie die Rückkehr der großen Beutegreifer legen. „Gemeinsame Forschung zur Wildtierökologie wird nicht nur Synergien durch die Nutzung bereits vorhandener Strukturen ermöglichen, sondern auch neue Aspekte in die Aus- und Fortbildung einbringen“, sind sich die Landeshauptmann-Stellvertreter Geisler und Felipe einig. Landesjägermeister Anton Larcher legt großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung und den Dialog zwischen Naturnützern und Naturschützern. „Schlussendlich verfolgen wir alle doch das Ziel, dass es dem Wild und seinem Lebensraum gut geht“, so Landesjägermeister Anton Larcher.

Der Nationalpark Hohe Tauern vermeldete auch eine Sensation zum Thema Beutegreifer – man stellte die erste nachgewiesene Bartgeierbrut seit 130 Jahren in Tirol fest. Der Brutversuch zeigt, dass sich die Artenschutzmaßnahmen zur Wiederansiedlung dieses ursprünglich ausgerotteten Beutegreifers auszahlen und gerade Schutzgebiete wie der Nationalpark Hohe Tauern dabei eine wichtige Verantwortung tragen. „Die Bleivergiftungen bei Bartgeiern in den letzten Jahren machen die Notwendigkeit der Umstellung auf bleifreie Munition deutlich“, schließen die Verantwortlichen von Jäger und Nationalpark.

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