„Aktivurlaub am Bauernhof“ im Defereggen

Der Theaterverein Hopfgarten begibt sich an die Anfänge des heimischen Tourismus.

Zurück zu den Anfängen des Tourismus gehen (v.l.) Markus Tönig, Roswitha Veider, Ingrid Kleinlicher und Alfred Veider in "Aktivurlaub am Bauernhof". Fotos: Theaterverein Hopfgarten
Zurück zu den Anfängen des Tourismus gehen (v.l.) Markus Tönig, Roswitha Veider, Ingrid Kleinlercher und Alfred Veider in „Aktivurlaub am Bauernhof“. Fotos: Theaterverein Hopfgarten

13 Schauspieler des Theatervereins Hopfgarten begeben sich mit „Aktivurlaub am Bauernhof“ ab Freitag, 4. April, im Kulturhaus Hopfgarten in die 1970er zurück – zu den Anfängen des heimischen Tourismus. Denn Wellness und Work-Life-Balance sind zwar die momentanen Stichworte im Urlaub, zu Zeiten der Grundlegung des Vermietens waren es jedoch noch ganz andere Sorgen, wie Andreas Grimm, Spielleiter des Theatervereins, schmunzelnd erklärt: „Duschkabinen und gar Waschbecken mussten erst eingebaut oder ein eigener Gästetisch getischlert werden.“

Und in eben dieser Anfangszeit des Tourismus spielt das diesjährige Theaterstück der Hopfgartener – „Aktivurlaub am Bauernhof“ ist ein bäuerliches Lustspiel in drei Akten von Franz Sieberer, das insgesamt fünf Mal im Kulturhaus aufgeführt wird. Derzeit befinden sich die Proben in der Endphase. „Es ist nicht ganz einfach, für 13 Schauspieler einen gemeinsamen Termin zu finden“, erklärt Grimm, der selbst auch auf der Bühne stehen wird. Allerdings freue sich die Besetzung schon sehr auf die Premiere, da „Aktivurlaub am Bauernhof“ 2001 schon einmal mit sehr großem Erfolg aufgeführt wurde.

Worum geht’s: Als die Gasteigers den Wegscheiderhof kauften, ließen sie dem alten Besitzer das Nebengebäude und einige Felder. Es war ausgemacht, dass sie nach seinem Ableben alles bekommen würden. Ausgemacht, aber leider nicht geschrieben. Noch am Begräbnistag bezieht die Wegscheidertochter mit ihrem Sohn das Nebengebäude und seither ist keine ruhige Minute mehr am Hof. Die Gasteigers errichten Fremdenzimmer und werben um Gäste für einen „Aktivurlaub am Bauernhof“ nach dem Motto „eine Woche arbeiten, zwei Wochen gratis leben“. Da kündigt die Nachbarin an, auf ihrem Grund einen Hühnerstall mit Legebatterien zu errichten. Turbulente Tage stehen ins Haus und als die ersten Urlaubsgäste eintreffen, sorgen auch die für reichlich Aufregung.

Das bäuerliches Lustspiel in drei Akten wird fünf Mal im Kulturhaus zu sehen sein, mit v.l.: Bernd Huber, Markus Tönig, Jakob Zathamer, Ingrid Kleinlercher und Alfred Veider (auf der Bank).
Das bäuerliche Lustspiel in drei Akten wird fünf Mal im Kulturhaus zu sehen sein, mit v.l.: Bernd Huber, Markus Tönig, Jakob Zathamer, Ingrid Kleinlercher und Alfred Veider (auf der Bank).

Einige Mimen werden 2014 erneut in denselben Rollen auftauchen wie vor 13 Jahren: Roswitha und Alfred Veider agieren wieder als mühsame Feriengäste aus Wien, Ingrid Kleinlercher und Markus Tönig stellen zum zweiten Mal ein typisch deutsches Urlauberehepaar dar und Ludwig Zathamer schlüpft wie 2001 in die Rolle des Bauern und angehenden Vermieters Gasteiger.

Josef Ploner mutierte vom fürwitzigen Knecht zum bauernschlauen Wegscheider-Landwirt, als Knecht wird daher Bernd Huber in Erscheinung treten. Mit Christa Blasisker als deutsche Urlaubertochter und Marie-Theres Ladstätter als Bauerntochter Nandl sind laut Grimm auch zwei „Debütantinnen“ Teil der 13-köpfigen Besetzung. Mit Birgit Patterer als Gasteiger-Bäuerin, Michael Felder, der den Tourismus-Obmann mimt und Jakob Zathamer als Wegscheider-Bauernsohn ist das Bauernhofurlauber-Ensemble komplett.

Im Vorjahr besuchten in Summe über 1000 Zuseher die fünf Vorstellungen des Hopfgarter Theatervereins und auch „Aktivurlaub am Bauernhof“ wird fünf Mal jeweils mit Beginn um 20:15 zu sehen sein: Am Freitag, 4., Samstag, 5., sowie Freitag 11., und Samstag 12. April. Die letzte Vorstellung findet am Sonntag, 20. April statt. „Die eine oder andere Turbulenz ist da natürlich nicht zu vermeiden“, sagt Spielleiter Grimm vielversprechend voraus. Das Ticket für Erwachsene kostet acht Euro, für Kinder und Jugendliche gilt der Preis von fünf Euro.

Wie die Zeitreise in die 70er aussieht und welchen Turbulenzen sich die Darsteller gegenüber sehen, zeigt das Video von „HaVei“:

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