Maschinenring Osttirol steigerte Umsatz um 34%

Personalleasing im Bezirk floriert. Forstwirtschaft soll größere Rolle spielen.

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Bei der Generalversammlung blickten die Verantwortlichen des Maschinenrings vor allem in die Zukunft. Fotos: Dolomitenstadt/Egger

Am Dienstag, 2. April, lud der Maschinenring zur Generalversammlung in die landwirtschaftliche Lehranstalt in Lienz. „2013 war aufgrund der Landtagswahl, des Felssturzes, der Baukrise und der Auftragsrückgänge bei den Energieversorgern ein turbulentes Jahr – trotzdem steigerten wir unseren Umsatz um 34 Prozent“, eröffnete Hans Gumpitsch, Obmann des Maschinenrings, die Generalversammlung. Als umsatzstärksten Bereich präsentierte Gumpitsch das Personalleasing: „Hier erwirtschaften wir zehn Prozent des gesamtösterreichischen Umsatzes.“ In Österreich wurde in diesem Bereich 55 Millionen Euro umgesetzt, allein im Bezirk Lienz 5,5 Millionen Euro. Der Obmann sparte allerdings nicht mit Kritik an den Arbeitssuchenden: „Es ist erschreckend, wie viele Leute bei uns hereinkommen, die eine Arbeit suchen – oder auch nicht.“

Im Bereich Service erzielte der Maschinenring einen Umsatz von 2,5 Millionen. „Auch das sind 14,7 Prozent des Gesamttiroler Umsatzes“, zeigte sich der VP-Landtagsabgeordnete und Geschäftsführer des Maschinenrings Martin Mayerl zufrieden.

Erfreut war Obmann Hans Gumpitsch vor allem über die Zahlen im Personalleasing.
Erfreut war Obmann Hans Gumpitsch vor allem über die Zahlen im Personalleasing.

Generell orten die Verantwortlichen aufgrund des Fachkräftemangels ein Problem auf dem Osttiroler Arbeitsmarkt. „Um das Personalleasing optimal zu betreiben, brauchen wir qualifizierte Fachkräfte aus dem Bezirk“, so Gumpitsch. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 275 Dienstnehmer 200.000 Arbeitsstunden beim Maschinenring beschäftigt, 65% davon in der Industrie. Eine Herausforderung für den Maschinenring ist die Übernahme von langjährigen Mitarbeitern durch die Beschäftigungsbetriebe. „Hier muss es unser Ziel sein, die Mitarbeitergewinnung sowie Mitarbeiterbindung optimal zu managen“, erklärte der Obmann und verwies auch auf die Wichtigkeit der Mitarbeiterweiterbildung.

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Bernhardt Gottfried leitet seit Februar den Forstbereich des Maschinenrings.

Im Bereich der Forstwirtschaft setzt sich der Maschinenring große Ziele. Bis Ende Mai soll ein Ziviltechnikbüro für Forstwirtschaft und Güterwegeplanung entstehen. „Aufgrund von Erbschaften und Käufen gibt es im Bezirk immer mehr Waldbesitzer, die wenig Bezug zur Forstwirtschaft haben – diesen Menschen möchten wir Unterstützung anbieten“, so Gumpitsch. Er stellte auch einen neuen Mitarbeiter vor. Bernhardt Gottfried, der neue Forst-Bereichsleiter soll den Sektor „in neue Dimensionen versetzen“. Außerdem will der Maschinenring einen dritten Forstwirtschaftslehrling beschäftigen. „Der Forsterwerb ist mit der Landwirtschaft total kompatibel und soll jungen Bauern Perspektiven bieten“, so Gumpitsch.

Die Tierärztin und Mediatorin Anita Idel erklärte, warum die Kuh kein Klimakiller ist.

Insgesamt will sich der 1.125 Mitglieder zählende Verein weiter auf die Stärkung der regionalen Kreisläufe konzentrieren – Aktive Landwirtschaft und eine flexible Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Betriebe sollen dabei Schwerpunkte sein. Zur Einstimmung auf das kommende Geschäftsjahr erklärte die deutsche Tierärztin und Mediatorin Anita Idel in einem Vortrag, warum die Kuh kein „Klimakiller“ ist und berichtete dabei von Wiederkäuern aus aller Welt.

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