Rapid Lienz gewinnt auswärts gegen Matrei

Verdienter Derbysieg der Grünweißen mit 0:1 im Tauernstadion.

Vor knapp 800 Zusehern kam es am Samstag im Matreier Tauernstadion zum nächsten Osttiroler Derby zwischen der TSU Matrei und dem SV Rapid Lienz. Die Hausherren, die in diesem Spiel auf einige Stammspieler verzichten mussten, versuchten von Beginn an die Lienzer mit Pressing unter Druck zu setzen. Bereits nach zwei Minuten sorgte ein Freistoß von Rene Scheiber für Gefahr vor dem gegnerischen Tor. Lienz-Keeper Christoph Stocker hatte den starken Tauernwind nicht einkalkuliert und den Ball falsch berechnet.

800 Zuseher sahen ein spannendes Derby im Matreier Tauernstadion. Fotos: Brunner Images
800 Zuseher sahen ein spannendes Derby im Matreier Tauernstadion. Fotos: Brunner Images

Damit war es aber auch schon mit den Tormöglichkeiten der Hausherren vorbei, die nächsten Halbchancen gab es erst wieder nach dem Seitenwechsel. Die Lienzer übernahmen immer mehr das Kommando und ein Kopfball von Patrick Eder, der knapp am Matreier Tor vorbeistrich, war eine erste Warnung. Die nächste tolle Möglichkeit hatte Christopher Korber auf dem Fuß, der jedoch aus kurzer Distanz an Matrei Keeper Martin Innerhofer scheiterte. Nur vier Minuten später setzte Dominik Müller in aussichtsreicher Position den Ball über den Kasten. Und die Rapidler drückten weiter und ließen den Hausherren keinerlei Chance ins Spiel zu kommen.

In dieser Phase merkte man bei den Iseltalern deutlich das Fehlen einiger Stammspieler wie Raphael Hatzer oder Martin Holzer. In der 24. Minute verhinderte erneut der souverän agierende Martin Innerhofer im Tor der Matreier einen Gegentreffer. Diesmal blieb er im Duell gegen Markus Ebner Sieger. Und kurz vor der Pause scheiterte Christopher Korber nach herrlichem Zuspiel von Mario Steiner am Matreier Keeper. Mit einem für die Hausherren schmeichelhaften Unentschieden ging es in die Kabinen.

Rapid kontrollierte über weite Strecken das Spielgeschehen. Matrei musste einige Stammspieler vorgeben.
Rapid kontrollierte über weite Strecken das Spielgeschehen. Matrei musste einige Stammspieler vorgeben.

Zur Pause reagierte Matrei Trainer Markus Hanser und brachte Matthias Berger für Martin Walter ins Spiel. Die erste Gelegenheit hatten dann auch die Hausherren. Lienz Keeper Christoph Stocker, der eine fehlerfreie Leistung bot, konnte aber den Schuss von Lukas Brugger aus rund 20 Meter Entfernung parieren. Und das Spiel schien dann nach rund einer Stunde Spielzeit zugunsten der Matreier zu kippen. Lienz Verteidiger Stefan Karre sah binnen fünf Minuten jeweils wegen eines Fouls an Mario Kleinlercher zurecht zweimal den gelben Karton und musste mit der gelb/roten Ampelkarte vorzeitig unter die Dusche.

Nur zwei Minuten später reklamierten die Gäste ein vermeintliches Handspiel eines Matreier Spielers im Strafraum, doch Schiedsrichter Trampitsch ließ das Spiel weiterlaufen. Kurz darauf stellte der eingewechselte Raphael Schneeberger den Lienzer Keeper auf die Probe, doch Christopher Stocker konnte den Weitschuss souverän parieren.

Zwei Minuten vor der Rapid Viertelstunde fiel dann die Entscheidung in diesem Derby. Christopher Korber kam auf der rechten Angriffsseite an den Ball, machte einen kurzen Haken nach links und versenkte den Ball, unhaltbar für den Matreier Keeper, flach im langen Eck zum 0:1.

Danach riskierten die Hausherren alles und beorderten Daniel Steiner von der Innenverteidigung in das Mittelfeld. Doch aus einem Konter wäre den Rapidlern beinahe der zweite Treffer gelungen, Christopher Korber setzte den Ball aber neben den Kasten. Matrei kam durch Mario Kleinlercher, der aber am Lienzer Keeper scheiterte, noch zu einer Chance. In der Nachspielzeit gab es dann nochmals Elfmeteralarm im Lienzer Strafraum, doch auch in dieser Situation ließ der Unparteiische weiterspielen und beendete nach 94 Minuten dieses Derby, das mit einem aufgrund des Spielverlaufes und der Torchancen völlig verdienten Sieg für Rapid Lienz endete.

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