Thema „Ehrenbürger“ kommt in den Lienzer Gemeinderat

Noch immer nicht ausdiskutiert scheint das Thema „Ehrenbürger“ bzw. „Ehrenringträger“ in den Entscheidungsgremien der Stadt Lienz. Nach der Stadtratsitzung deutete Bürgermeisterin Elisabeth Blanik an, dass ein neuer Modus für die Vergabe der Ehrenringe gefunden werden müsse, angelehnt an Auswahlkriterien, die derzeit in der Gemeinde Assling angewendet werden.

Mit Ehrenbürgerschaften kann sich Blanik seit jeher nicht anfreunden, Langzeitbürgermeister Hubert Huber und Kaiser-Enkel Otto Habsburg-Lothringen waren die letzten, denen dieser Titel zugesprochen wurde. Das Thema soll demnächst auf der Tagesordnung des Gemeinderates stehen.

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6 Postings bisher
senf vor 4 Jahren

Bessawissa@ leider fallen mir keine aussergewöhnlichen Verdienste der frau ex-bürgermeisterin ein, der sozialsprengen war ja keine erfindung von ihr, und wenn sie ihn mitaufgebaut hat, dann war es ja ihre hausaufgabe. unter der zeit von frau machne sind einige bauliche einrichtungen entstanden, wer sie geplant hat, ist jetzt nicht mehr wichtig. auch an horwath ist mir nichts aufregendes aufgefallen. besondere verdienste für sozale leistungen haben natürlich ihre berechtigung, auszeichnungen verleihen aber gerne (leider) die parteien, das bemerkt man oft vor wahlen. trotzdem bewundere den einsatz von menschen (rotkreuz ...), die nicht alles auf den "vater staat" schieben und sich im hintergrund selbstlos für beminderte einsetzen. . gertrude@ sie haben mich nicht verstanden: ich respektiere krösslshubers leistungen, meinte aber, dass ihm dazu von übergeordneter stelle ehre zusteht.

Bessawissa vor 4 Jahren

Es war zu erwarten, dass die Meinungen zum Thema Ehrenbürgerschaft und Ehrenring widersprüchlich ausfallen werden. Aus meiner Sicht genügt eine langjährige politische Tätigkeit nicht für die Verleihung. Dafür werden Politikerinnen und Politiker - nicht schlecht - bezahlt. Wenn jedoch soziales und/oder wirtschaftliches Engagement für die Allgemeinheit vorzuweisen sind, kann ich mir eine Auszeichnung vorstellen. Dies wäre zB bei Frau Ex-Bürgermeisterin Helga Machne, die entscheidend den Aufbau des Gesundheits- und Sozialsprengels Lienz bewirkte und noch mitgestaltet, zutreffend. Ein Abtausch mit Ex-Vize Dr. Horwath scheint weit hergeholt. Ich erkenne bei ihm keine "herausragenden Leistungen" für Lienz. Auch sollte der Bund die Vergabe von Auszeichnungen an Beamte neu überdenken. Die Verleihung von "Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich" ist oft eine Farce. Auf den "O-la-la-Chef Hans Mutschlechner sollte man keinesfalls vergessen. Ich kenne auch Mütter und Funktionärinnen, die mit viel Einsatz behinderte Kinder betreuen. Die gehören einmal vor den Vorhang. Im Sportbereich ehrt man seit Langem verdienstvolle und erfolgreiche Akteure. Warum nicht im Sozialbereich?

Gertrude vor 4 Jahren

@senf, für mich ist es nicht wichtig, ob sich Herr Dr. Krösslhuber für Osttiroler, Österreicher oder Afrikaner einsetzt- Hauptsache er setzt sich ein.

Leonhard vor 4 Jahren

Eigentlich finde ich die ganze Diskussion vollkommen unnotwendig. Lienz hat viele andere Themen zu bewältigen, für die es Energie und Hirnschmalz braucht. Aber nichtsdestotrotz mache ich jetzt ausnahmsweise auch einen Vorschlag für eine Ehrenbürgerschaft:

Ursula Mairermüller - 41 Jahre - alleinerziehende Mutter von drei Kindern (12, 10 und 3 Jahre alt) - arbeitet als Reinigungskraft in einem Supermarkt - weil sie und ihre Kinder von diesem Einkommen alleine nicht leben können, arbeitet sie stundenweise in einem Produktionsbetrieb - trotz ihrer kargen Freizeit engangiert sie sich ehrenamtlich beim Roten Kreuz und in der Pfarre - wegen ihrer großen Lebenserfahrung, ihrer sozialen Kompetenz und ihrem Einfühlungsvermögen ist sie als Gesprächspartnerin in der Nachbarschaft sehr gefragt und hilft jederzeit, wenn es irgendwo brennt - trotz ihrer engen finanziellen Verhältnisse hat sie auch schon für "Osttirol für Jalimo" gespendet

Ursula Mairermüller hätte die Ehrenbürgerschaft meiner Meinung nach mindestens genauso verdient wie Helga Machne, Meinhard Pargger, Dr. Franz Krösslhuber, Hans Mutschlechner oder Franz Theurl

senf vor 4 Jahren

@gertrude, ich geb dir recht, keine politiker, warum auch - sie werden ja für jeden hand- und wortgriff üppig bezahlt. sie machen das ja nicht aus nächstenliebe.

dr. krösslhubers initiative ist nachahmenswert, aber wofür soll ihm die stadt lienz auszeichnen, seine aktivitäte wirkt ja woanders und man wird ihm sicher dort oder übergeordnet große ehre zukommen lassen. auch darf man nicht vergessen, dass die großzügigeit und die ideen mancher osttiroler den projekterfolg mittragen.

der einzige, der mir für seine außerordentlichen aktivitäten einfällt, ist herr hans mutschlechner, denn nur er hat mit seinem Team ummi gummi der stadt lienz zum internationalen flair verholfen und das nahezu 40 jahre lang. das entspricht einen arbeitsleben. hut ab! und wenn man ihn ehrt, dann bitte noch zu lebzeiten! hier zweifelt, sollte sich in die vereinsgeschichte vertiefen.

ich freue mich auch, dass man den mut hat, für ausserordentliche leistungsanerkennung einen neuen modus zu finde und ich bin gespannt, was herauskommt! keinesfalls sollte es dazu kommen, dass sich leute aus sympathie und freundschaft oder aus ideologischen gründen gegenseitig vorschlagen, wie das in vielen bereichen praxis ist. auch der mißbrauch, politisches kapital durch ehrungen zu erhaschen, wäre zu vermeiden.

nach dem alten prinzip müßte ja sogar der bauernlobbist und zugleich speicherteichverhandler ehrenringträger werden und das wär wohl eher was zum Schmunzeln, meint ein iseltaler :-)

Gertrude vor 4 Jahren

Ehrenbürgerschaften sollten nur an Personen verliehen werden, welche sich uneigennützig für ihre Mitmenschen einsetzen. Dazu gehören Politiker nun einmal nicht. Ein passender Kandidat wäre sicher Dr. Krösslhuber mit seinem Engagement in Afrika.