Hannes Schwarzer startet Bettlerdebatte in Lienz

Der LSL-Mandatar ruft nach mehr Polizei und „verdeckten“ Ermittlungen.

Hannes Schwarzer, Mandatar der Liste Stadt Lienz. Foto: Martin Lugger
Hannes Schwarzer, Mandatar der Liste Stadt Lienz. Foto: Martin Lugger

Im 3-Tages-Rhythmus trudeln in der Dolomitenstadt-Redaktion Presseaussendungen der Tiroler FPÖ zum Thema „Bettlerbanden“ in Innsbruck ein. In Lienz blieb die Rolle des „Bettlerschrecks“ dem LSL-Mandatar Hannes Schwarzer vorbehalten. Er beschwerte sich am Ende der Gemeinderatssitzung am 6. Mai über aggressives Betteln in der Lienzer Innenstadt: „Das ist unangenehm für uns Geschäftsleute, das muss nicht sein.“ Die Polizei kontrolliere zwar, aber zu offensichtlich. Deshalb fordert Schwarzer Beamte in Zivil.

Zudem ortet der LSL-Mandatar  „wahrscheinlich bulgarische“ Menschen, die an der Sperrmüll-Sammelstelle der Stadt angeblich bereits aus den geöffneten Kofferräumen jenen Müll an sich nehmen, den die LienzerInnen dort wegwerfen möchten. Bürgermeisterin Elisabeth Blanik antwortete: „Aggressives Betteln ist in Tirol verboten. Wir kennen das Problem, werden aber deshalb sicher keine Securities am Müllplatz aufstellen.“

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12 Postings bisher
Churchill vor 3 Jahren

Achtung, IRONIE:

Gratulation Herr Schwarzer! Gelungene Aussage! Am besten gleich noch Überwachungskameras im Areal der Altstoffsammelstelle montieren, denn WEHE JEMAND NIMMT UNS UNSEREN MÜLL WEG!!! und was ?? WAHRSCHEINLICH Bulgaren??? SO eine Frechheit.. ich mein, wenn es ein Osttiroler wäre der Verwendung für meinen Müll hat könnte ich noch damit leben, aber ein Ausländer? Erst stehlen sie uns unsere Arbeitsplätze, dann auch noch unseren Müll!!

Achtung Herr Schwarzer!! Bald kommen auch noch Rumänen, die uns unsere Sonne vom Himmel klauen wollen. Bitte beschützen sie uns!!!

realist vor 3 Jahren

Besser Sie leinen Ihren Hund endlich mal an!

Der stört mich mehr als die Personen welche mich um Sachen bitten welche ich entsorgen würde!

Das nenn ich Sorgen eines Stadtpolitikers!

hoidanoi vor 3 Jahren

Es ist schon ein besonderes Armutszeugnis, politisch wie menschlich, den Müll anderer denen zu neiden, die ihn wollen. - Was das Verbot des aggressiven Bettelns in Tirol betrifft:

Was werden denn nun all die Bürgermeister und der TVB in Zukunft tun? - Und Vorsicht: Fragen Sie besser in der Rosengasse nicht nach: Rauchwaren Feuer Weg Uhrzeit Telefonnummer Es könnte gegen Sie verwendet werden, besonders, wenn Ihr Aussehen dem dort ansässigen Aufsichtspersonal nicht genehm, im schlimmsten Fall "bulgarisch" erscheinen könnte.

Weibsteufl vor 3 Jahren

Neben der Klosterkirche stand vor kurzem ein älterer Herr und diskutierte heiß mit zwei jungen Unbekannten um Geld. Habe mich eingemischt und sie "verabschiedet". Die beiden verschwanden "lächelnd" (sowieso) und ich erfuhr, dass er aus Ainet, Gwabl ... (ca. die Richtung) kommt und dass er nicht mehr aus dem Haus kann ohne abzuschließen, weil jeden Tag irgendwer Geld will.

Und ich war auch vor kurzem am Johannesplatz - nicht weit von Herrn Schwarzer - bei einem Glasl und man konnte sehen wie der behinderte Bettler sich plagte, begleitet von einem Jüngeren, der von 13 - 18 Uhr im Eiltempo mit einem Strauß Rosen durch die Stadt rannte.

Das ganze klingt nach einem Schulaufsatz oder? Unterm Strich - ich bin ähnlich gestrickt wie Herr Schwarzer: ich will nicht dauern angequatscht, angebettelt und belästigt werden. Und bis jetzt war Lienz ja verhälltnismäßig ruhig und wenn es nach mir geht, kann es das auch bleiben.

spitzeFeder vor 3 Jahren

Ein korrekt zurückgesetztes und gelöschtes Smartphone würde selbst dem NSA einges an Kopfzerbrechen bereiten. ( http://www.chip.de/artikel/Handy-und-Tablet-sicher-loeschen-Daten-von-iOS-und-Android-Geraeten-loeschen_68695280.html ) Noch einfacher geht es bei Computern: Festplatte bzw. SSD formatieren und anschließend mit Nullen überschreiben. Für ganz Vorsichtige: Festplatte bzw. SSD nach dem Formatieren aus dem PC ausbauen und physisch zerstören. Den Metallklumpen anschließend in den Banksafe.

Isnogood vor 3 Jahren

Ich habe auch kein Problem wenn andere die Sachen brauchen können die bei mir ausgedient haben. Aber ACHTUNG: Computer und auch Handys (sind sehr begehrt) immer entsorgen, nicht weitergeben !!!!!!!!!!!! Es sind immer Daten vorhanden.

Bessawissa vor 3 Jahren

Die Reaktion des Hr. GR Schwarzer auf das "Bettlerunwesen" in Lienz ist total überzogen und aufgebauscht. Ich bin tätglich in der Stadt und wurde kaum belästigt. Wenn schon, dreht man sich um und geht vorbei. Herrn Schwarzer stünde es gut an, dem jährlich wiederkehrenden, behinderten Bettler, der sich durch die Stadt quält, ein Essen mit einem Getränk zu zahlen. Ein Schnapserl wäre allerdings fehl am Platz. Ich finde es bedauerlich, dass einem Gemeinderat in offener Sitzung keine andere, positiv zu wertende, Wortmeldung zum Wohle der Bürger unserer Stadt, einfällt. Es gibt genügend Baustellen, die einer Lösung harren.

dolo vor 3 Jahren

eine schande, dass in unserer stadt, die menschlichkeit ausstrahlen sollte, menschen wie hr. schawarzer im gemeinderat sitzen. es ist abscheulich sich über menschen zu beschweren, die sich um den luxusmüll der dolomitenstädtler kümmern. hr. schwarzer sollte sich schämen - unwählbar für alle zeiten!

gnom vor 3 Jahren

Was ist das für eine Gesellschaft die Anderen Ihren Müll nicht gönnt? Was ich wegwerf soll vernichtet werden, ein Anderer darf daraus keinen Nutzen ziehen.......Ich bin jedesmal froh wenn ich sehe dass etwas das ich nicht mehr brauche einem Andern dienlich ist. Auch ich wurde an der Sammelstelle angesprochen, aber weder war es unhöflich noch fühlte ich mich bedrängt. Ob mein Müll von bulgarischen, rumänischen oder osttirolerischen Menschen mitgenommen wird ist mir auch komplett egal. Man sieht immer wieder Bettler in der Stadt, dass sie in Gruppen kommen ist auch offensichtlich, aber agressives Auftreten definiere ich anders. Aber was will ich auch in einer Stadt erwarten, in der etlichen Geschäftsleuten schon Straßenmusikanten ein Dorn im Auge sind.

petersilie vor 3 Jahren

reduce, reuse, recycle?! Es ist wünschenswert, dass Menschen die nicht genug einkommen haben sich an Gegenständen bedienen, die in unserer Wegwerfgesellschaft entsorgt werden! Ich finde es gut wenn man etwas weitergeben kann, was man nicht mehr braucht. Auch wenn die dinge dann weiterverkauft werden, sehe ich kein problem dabei! wenn es für jemanden rentabel ist, alte sachen zu restaurieren und weiterzuverkaufen ist das super! an all diejenigen die sich beim entsorgen beim müllplatz belästigt fühlen: Versucht müll zu vermeiden, dann bringt ihr euch nicht mehr in die unangenehme situation jemanden etwas schenken zu müssen!!

le corbusier vor 3 Jahren

klingt nach einer super verschwörungstheorie: bulgaren sammeln müll um in dann an autobahnen und im wald abzuladen. steckt vielleicht die bulgarische regierung dahinter? wollen sie damit brunnen vergiften?

finds eigentlich super, wenn etwas in der modernen wegwerfgesellschaft recycled wird und fühle mich nicht bedrängt an der sammelstelle. und um fehlende einnahmen der stadt darf es dabei wirklich nicht gehen.

Der Dichter vor 3 Jahren

Ich muss Herrn Schwarzer Recht geben. Gerade bei der Sammelstelle Lienz wird man seit einiger Zeit sofort nach dem Aussteigen von verschiedenen Personen relativ aggresiv angesprochen, was man wohl zum wegwerfen hätte. Das empfinde ich als sehr unangenehm, denn wenn man so reinhört, was Insider (also auch die betr. Mitarbeiter) dazu sagen, läuft das Ganze eher in eine falsche Richtung. Denn es werden einem (gewollt oder auch nicht) die Sachen schon vorm Eingang abgenommen und in deren Autos verfrachtet, egal ob verwertbar oder sowieso nicht. Denn eines ist auch bekannt, Dinge die doch nicht brauchbar sind, werden nicht in den Süden gebracht und dort verkauft, sondern landen irgendwo im Wald oder auf den Autobahnen...Somit ist der Müll zwar nicht mehr beim ehem. Eigentümer, aber auch nicht getrennt entsorgt, sondern belastet die Umwelt um so mehr, halt irgendwo im Nirgendwo... Und die Devise, aus den Augen aus dem Sinn sollte hier von der Stadtgemeinde wohl nicht gelebt werden, denn immerhin verzichtet man dadurch auch auf Einnahmen, die durch das Weiterverkaufen, wie z.B. von Altmetallen, erzielt werden können.

Ich möchte die Stadtführung deshalb schon darum bitten, diesem Treiben wieder Einhalt zu gebieten, in dem man das Areal in Absprache mit dem Grundbesitzer ÖBB weitläufiger absperrt und man mit dem Auto dann ungehindert in dieses Areal einfahren und seine Sachen wieder ordnungsgemäß entsorgen kann. Es geht hier nämlich nicht darum, ob jemand wieder ein paar Bücher aus dem Altpapier rausholt, sondern um ein verhindern von ordentlicher Mülltrennung. In dieser Sache also einfach wegschauen, wie es die Stadtgemeinde momentan bewusst tut, da man halt einfach rein gar nichts dagegen machen kann oder eher will, ist absolut keine Lösung!!!!

Somit finde ich Ihre Antwort Frau Bgm. schon sehr provokant und enttäuschend, denn dies zeigt nur, dass Ihnen dieses Problem nur lästig ist und einfach nicht behandelt werden soll... Bin einigermaßen überrascht, dass Sie tatsächlich diese Antwort gegeben haben sollen, denn ich habe Sie bis jetzt als vernünftig denkenden Menschen eingeschätzt, wie Sie es ja seit Ihrer Wahl sehr lobenswert bei so einigen Themen in Lienz bewiesen haben.

Also bitte doch noch mal darüber nachdenken, denn ansonsten wird das Problem wohl weiter ausarten und die Menschen fangen an, ihre Altsachen wieder im Restmüll zu entsorgen, da es offenbar sowieso egal ist, wo sie hin kommen!