Zanon sieht „Chancen“ in Natura 2000

Wirtschaftsbund diskutierte in Matrei i.O. über die bevorstehende Nachnominierung.

v.l.: Ortsobmann Friedrich Steiner (Prägraten), Referent Josef Hoch, Ortsobmann Martin Wibmer (Matrei), Bezirksobmann Christian Zanon. Foto: WB Lienz
v.l.: Ortsobmann Friedrich Steiner (Prägraten), Referent Josef Hoch, Ortsobmann Martin Wibmer (Matrei), Bezirksobmann Christian Zanon. Foto: WB Lienz

Am Freitag, 9. Mai, informierten sich Osttiroler Unternehmer beim Wirtschaftsbund-Dialog in Matrei i.O. über die bevorstehende Natura 2000-Nominierung. Um gut vorbereitet in die Diskussion zu starten, holten sich die Teilnehmer bei dem Gewässerökologen Josef Hoch aus Landshut die nötigen Informationen. Hoch leitet die Fachberatung für Fischerei des Bezirks Niederbayern und blickt auf einen reichen Erfahrungsschatz bei der Nominierung von Natura 2000 Gebieten zurück. Seiner Erfahrung nach schließen sich die Ausweisung als Natura 2000 Gebiet und die wirtschaftliche Entwicklung einer Region nicht notwendigerweise aus. „Es kommt auf eine gewissenhafte Vorbereitung an, denn der Teufel liegt im Detail“, erklärte der Gewässerökologe. Unter gewissenhafter Vorbereitung versteht Hoch vor allem einen intensiven Dialog zwischen Behörde und den verschiedenen Interessensgruppen.

Als Resümee einer intensiven Diskussion fordert Wirtschaftsbund-Bezirksobmann Christian Zanon ein Mitspracherecht für betroffene Wirtschaftsbetriebe sowie einen raschen und qualitativ hochwertigen Dialog zwischen Land Tirol und allen Betroffenen, der trotz Ausweisung als Natura 2000 Gebiet eine weitere wirtschaftliche Entwicklung der Iselregion gewährleisten soll.

Grundsätzlich steht Zanon einer Nominierung der Isel als Natura 2000 Gebiet neutral gegenüber: „Ich sehe nicht nur Einschränkungen, sondern auch Chancen für unsere Region, die damit verbunden sind.“ Dazu zählt er etwa die Möglichkeit einer inhaltlichen Positionierung auf dem härter werdenden touristischen Markt. Der Wirtschaftsbündler appeliert allerdings: „Es besteht die große Gefahr, dass die Unternehmer Natura 2000 als ‚Drüberfahr-Aktion’ wahrnehmen. Deshalb fordere ich von der Landespolitik, so rasch wie möglich mit den Wirtschaftstreibenden in einen moderierten, aktiven und qualitativ hochwertigen Dialog einzutreten.“

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