Eberhard Forcher startet mit „AUSTROZONE“ durch

Lienzer Radiomoderator mischt heimische Musikszene auf YouTube auf.

Der Lienzer Eberhard Forcher schaffte Anfang der Achtzigerjahre den musikalischen Durchbruch mit seiner Band „Tom Pettings Hertzattacken“. Später wurde der meist gehörte österreichische Radiosender Ö3 auf den Osttiroler aufmerksam und engagierte ihn als Moderator. Derzeit moderiert er die beliebten Formate „Solid Gold“ und „Forchers Friday Music Club“. Gerade in den letzten Wochen und Monaten musste Ö3 allerdings heftige Kritik einstecken. „Man höre zu wenig heimische Musik auf dem dritten Radioprogramm des ORF“, so die Vorwürfe. Ausgelöst wurde die Kritikwelle von Ö3-Moderatorin Elke Lichtenegger, die sich in einem Interview einen Seitenhieb gegen die österreichische Musikszene erlaubte.

Eberhard Forcher, „der immer wieder versucht hat, die heimische Szene zu supporten“, wie er selbst sagt, hat nun in eigener Sache ein neues Musikformat entwickelt. Jede Woche stellt der Lienzer auf „AUSTROZONE“ fünf Songs vor, die bereits auf YouTube existieren. In einer Playlist bündelt er Nummern der heimischer Künstler und seine Moderation – gekonnt und mit jeder Menge Backgroundwissen. „Wir suchen keine Künstler, wir finden sie“, erklärt Forcher das Prinzip. Dabei sind sämtliche Genres willkommen – von Rock über Pop, Hip Hop und „Dialekt“ zeigt der DJ alles.

„Die österreichische Musikszene ist in ihrer Qualität , aber vor allem auch in ihrer Vielfalt und Streuung dermaßen gewachsen, dass es dem unbedarften Musikkonsumenten immer schwerer fällt, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, was sich in unserem Land aktuell zwischen den Polen Rock und Pop, Hip Hop und House, zwischen Folk und Reggae, Blues und Soul so alles tut“, so Forcher.

Für sein neues YouTube-Format erhielt Eberhard Forcher den "Amadeus". Foto: Amadeus/Andreas Tischler
Für sein neues YouTube-Format erhielt Eberhard Forcher den „Amadeus“. Foto: Amadeus/Andreas Tischler

Am 6. April startete der 59-Jährige mit seinem Channel und produzierte bis jetzt zehn Sendungen. Dafür erhielt er auch den „Amadeus“ für den „Musikpartner des Jahres“. Richtig durchstarten will der Ö3-Moderator heute in Wien im „Local“ mit einem Kick-off-Event, denn: „Der AUSTROZONE YouTube-Kanal will möglichst viele der österreichischen Produktionen, die jederzeit den internationalen Vergleichen standhalten, in den Fokus einer größeren Öffentlichkeit rücken, indem er sie gebündelt abrufbar macht.“

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