Wird Lisa-Maria Klaunzer die „Narzissenkönigin“?

Online-Voter können Dölsacher Studentin zur „Hoheit“ im Ausseerland adeln. Interview!

"Im Online-Voting geht es um jede einzelne Stimme", hofft Lisa-Maria Klaunzer auf verlässliche "Voter" aus ihrer Heimat. Foto: Kleine Zeitung GmbH & Co KG /Jürgen Fuchs
„Im Online-Voting geht es um jede einzelne Stimme“, hofft Lisa-Maria Klaunzer auf verlässliche „Voter“ aus ihrer Heimat. Foto: Kleine Zeitung GmbH & Co KG /Jürgen Fuchs

Von Mittwoch, 28. Mai, bis Sonntag, 1. Juni, findet im Ausseerland das traditionelle Narzissenfest statt. Das Event im Salzkammergut wurde zum ersten Mal 1960 ausgetragen – damals gab es „nur“ einen Autokorso mit geschmückten Fahrzeugen. Mittlerweile gehen jedes Jahr auch Bilder eines Bootskorsos mit geschmückten Wasserfahrzeugen um die Welt. Und jedes Jahr gibt es auch eine „Narzissenkönigin“ und „Narzissenprinzessinnen“, die ein wesentlicher Bestandteil der Tradition sind. Schon 2003 fand das Narzissenfest unter Osttiroler Beteiligung statt – damals vertrat Anja Köffler den Bezirk als „Narzissenprinzessin“.

Heuer stellt sich wieder eine charmante Dame aus Osttirol der Wahl: Die 21-jährige Lisa-Maria Klaunzer aus Dölsach ist mittlerweile schon im Online-Voting der Kleinen Zeitung und freut sich über jede Stimme: „Das Voting läuft noch bis Freitag, 23. Mai – jede Stimme zählt, abgestimmt werden kann alle fünf Minuten“, berichtet die junge Osttirolerin (Hier geht’s zum Online-Voting). Da helfen wir mit der großen Dolomitenstadt-Community natürlich gerne mit!

Klaunzer studiert derzeit in Graz im vierten Semester Germanistik und Medienwissenschaften und absolvierte bereits ein Praktikum im ORF Landesstudio Kärnten – Dolomitenstadt führte mit der hübschen Dölsacherin ein Interview:

Wie bist du auf den Bewerb aufmerksam geworden?
Dass es den Bewerb gibt, weiß ich schon seit ich acht Jahre alt war. Damals war ich mit meiner Familie beim Narzissenfest in Bad Aussee und war fasziniert. Welches kleine Mädchen möchte nicht einmal Prinzessin sein? Jetzt, Jahre später habe ich mir jedes Jahr angesehen, wer die Hoheiten waren und welche Aufgaben sie so haben. Vermutlich hätte ich mich selber nie beworben – meine Mama Anna Maria Klaunzer hat das heimlich erledigt. Anfangs war ich nicht besonders begeistert, da ich Angst hatte und nicht wusste, was da auf mich zukommt. Aber spätestens nach meinem Tag in Aussee war ich voll und ganz überzeugt und hab beschlossen alles zu tun, um unter die besten zehn Bewerberinnen zu kommen.


Du bist jetzt im Online-Voting, welche Schritte hast du schon hinter dir?
Schritt eins war die schriftliche Bewerbung inklusive Fotos. Aus den Bewerbungen wurden dann 40 junge Damen ausgesucht, und zum Casting nach Bad Aussee eingeladen – dieser Tag war fantastisch. Wir lernten uns kennen und die Stimmung war super. Es wurde ein kurzes Video am Altausseer See gedreht und wir mussten einzeln zum Casting vor die Fachjury treten. Mir wurden Fragen zu meiner Person, zu meinem Leben und zum Ausseerland gestellt, geographisches Wissen war also auch gefragt. Am Ende des Tages teilte uns die Jury ihre Entscheidung mit, wer von den Damen ins Online-Voting einziehen darf.


Warum gerade dieser Schönheitswettbewerb? Was hebt ihn beispielsweise von der „Miss Tirol“ ab?

Ich bin der Meinung, dass es kein Schönheitswettbewerb ist, denn es geht darum, dieses wunderschöne Stückerl Erde österreichweit zu vertreten. Schön sein allein reicht nicht – Ausstrahlung, Engagement, Wissen, Redefertigkeit und Auftreten sind mindestens genauso wichtig. Bei einem Bewerb wie „Miss Osttirol“ würde ich mich nie bewerben, da ich einfach nicht der Typ Frau bin, den sie da suchen – das ist nicht meine Welt. Ich bin ein traditionsbewusster, bodenständiger und trotzdem moderner Mensch und genau deshalb ist die Wahl zur Narzissenhoheit genau das Richtige für mich. Ich gehe alles in meinem Leben mit viel Engagement und Herzblut an, so auch diese Wahl.

Was wären deine Aufgaben als „Hoheit“?
Eine Hoheit repräsentiert das Ausseerland beim 55. Narzissenfest. Sie ist aber auch bei verschiedenen wichtigen Terminen und Veranstaltungen in der Steiermark und in ganz Österreich präsent. Man ist das Gesicht dieser wunderschönen Tradition und Teil eines Ganzen.

Im Falle eines Triumphes müsstest du von der Osttiroler Tracht in das Ausseer Dirndl wechseln – fällt das schwer?
Der Wechsel ins Ausseer Dirndl wäre gar kein Problem. Es wäre eine Ehre für mich, diese traditionsbeladene Tracht zu tragen und ich würde sie mit großem Stolz tragen. Im Herzen werde ich immer Tirolerin bleiben, ob mit oder ohne Tracht.

Was erhoffst du dir vom Wettbewerb?
Vom Wettbewerb erhoffe ich mir in erster Linie neue Erfahrungen und Bekanntschaften. Ich interessiere mich sehr für die Medienbranche und es würde mich sehr freuen, einige interessante Menschen kennen zu lernen. Eine spannende Zeit ist es ganz bestimmt.

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2 Postings bisher
lisamaria vor 3 Jahren

Leider gibt es bei uns keine Veranstaltung in einem solchen Ausmaß! Es wäre aber schön, wenn es auch im schönen Osttirol eine solche Veranstaltung geben würde. Ich sehe als Herausforderung an und um "über den Tellerrand", sprich die Grenzen zu blicken. Weiteres bin ich stolz darauf, teilnehmen zu dürfen und freue mich über viele positive Rückmeldungen! Traditionen sollen bewahrt werden und aber auch weiterentwickelt werden! Liebe Grüße Lisa-Maria Klaunzer

smell a rat vor 3 Jahren

... gäbe es nicht auch regional genug solche Veranstaltungen? Aber die Studenten von heute wollen ja hoch hinaus - gell!