Toblacher Hockey-Cracks in Feierlaune

„Icebears“ rollten auf Harleys im Konvoi durch die Gemeinde.

Die "Icebears" aus Toblach traten zum ersten Mal in der Division 1 an und holten gleich den ersten Meistertitel – diesen feierten die Südtiroler dann auch standesgemäß. Fotos: Anton Oberhammer
Die „Icebears“ aus Toblach traten zum ersten Mal in der Division 1 an und holten gleich den ersten Meistertitel – diesen feierten die Südtiroler dann auch standesgemäß. Fotos: Anton Oberhammer

In „Asterix“ war es ein kleines gallisches Dorf, das für Aufregung sorgte und im Kärntner Eishockey war es in der vergangenen Saison der 3.399 Einwohner zählende Ort Toblach im Südtiroler Pustertal, der die österreichischen Klubs das Fürchten lehrte.

Die 1930 gegründeten Icebears nahmen zum ersten Mal an der Kärntner Eishockey-Meisterschaft teil und holten sich gleich den Titel in der höchsten Landesliga, der Division 1. Davor spielten die Pusterer jahrelang in der italienischen Serie C, wo sie sich zweimal den Titel sicherten und dazu noch zweimal im Finale standen. Dann wurden den Icebears die Fahrtspesen zu hoch – eine Auswärtsfahrt nach Como oder Varese schlug mit 2.000 Euro zu Buche – und sie beschlossen, künftig an der Kärntner Meisterschaft teilzunehmen.

Sämtliche Spieler und Funktionäre waren sofort von der Idee begeistert, in Kärnten mitzuspielen. Auch die Mammuts, das Toblacher Freizeithockeyteam, nahmen bereits zum zweiten Mal an der Meisterschaft in Kärnten teil und sicherten sich heuer den Titel in der Unterliga. Beide Mannschaften gelten als eine enorme Bereicherung für die gesamte Liga. Die Heimspiele der Icebears in Toblach sind immer gut besucht und neben Publikumsverlosungen wurden auch jeweils die besten Spieler beider Mannschaften ausgezeichnet. Auch auf die beiden Osttiroler Vertreter in der Division 1, der UECR Huben und der UEC Lienz trafen auf die Icebears und ihre Fans – im Bezirk sammelten die Toblacher jede Menge Sympathiepunkte.

„Die Spiele gegen die beiden Osttiroler Vereine waren für uns immer interessante Begegnungen, vor allem gegen Huben hat sich schon eine Art Derbystimmung entwickelt. Viele Fans haben durch die kurze Anfahrtszeit die Möglichkeit genützt, nach Lienz und Huben zu fahren und umgekehrt besuchen uns auch die Fans der beiden Osttiroler Vereine. Vor allem die Halbfinalspiele gegen Huben waren für alle Beteiligten toll. Ein Traum für Huben und uns wäre es natürlich, wenn wir uns einmal im Finale gegenüber stehen würden. Wir freuen uns alle schon auf spannende Begegnungen in der nächsten Saison“, erklärt der Toblacher Kapitän Klaus Volgger gegenüber Dolomitenstadt.

Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein fand am Samstag, 10. Mai, die Meisterfeier der „Icebears“ und „Mammuts“ statt – ein Großteil der Toblacher Bevölkerung war auf den Beinen. Man traf sich am Bahnhof in Toblach. Von dort brachen die Meisterlichen mit dem Harleyclub „Dolomit Riders“ in Richtung Dorfplatz auf. Einem alten Porsche-Traktor samt Anhängern, Pokal und Bierfass folgten auf den Harleys Bürgermeister Guido Bocher, der Vorstand und sämtliche Spieler. Die Fotos von Anton Oberhammer vermitteln einen Eindruck von der Meisterfeier:

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