Schwarzer Tag für den FC-WR Nußdorf-Debant

Bittere Heimniederlage gegen den FC Hermagor mit 0:2.

Gegen die abstiegsbedrohten Gailtaler, die auf ihre beiden Topstürmer Samir Nuhanovic und Sebastjan Cimirotic verzichten mussten, kamen die Debanter von Beginn an sehr schwer in die Gänge. Die erste Möglichkeit fanden dennoch nach rund zehn Minuten die Hausherren vor. Michael Schneider spielte aber in aussichtsreicher Position den Ball nicht ideal auf Aldamir da Silva, der sich von seinem Gegenspieler gelöst hatte. Er hätte alleine auf das Hermagorer Tor ziehen können.

Gegen die gut disponierte Abwehr der Gailtaler taten sich die Stürmer von Nußdorf-Debant schwer. Im Bild tankt sich Michael Schneider durch.
Gegen die gut disponierte Abwehr der Gailtaler taten sich die Stürmer von Nußdorf-Debant schwer. Im Bild tankt sich Michael Schneider durch.

Die Gäste hatten sich eine klassische Kontertaktik zugelegt, versteckten sich keineswegs und Roman Schmidt setzte vom Sechzehner nach 20 Minuten einen ersten Warnschuss. Die Debanter bemühten sich redlich, kamen an diesem Tag aber nicht richtig ins Spiel, auch weil die Gäste in der Defensive mit Routinier Mario Ramusch sehr gut standen und die Angriffsversuche der Osttiroler im Keim erstickten.

Noch dazu fanden wenige FC-WR Akteure an diesem Tag zu ihrer Normalform. Die letzte Chance auf einen Treffer im ersten Spielabschnitt hatte nach einer halben Stunde Aldamir da Silva, dessen Schuss aus der Drehung knapp am gegnerischen Tor vorbeistrich.

Es ging zwar nicht um Millionen aber um wertvolle Punkte für Armin Assingers Truppe.
Es ging zwar nicht um Millionen, aber um wertvolle Punkte für Armin Assingers Truppe.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich vor knapp 150 Besuchern im Aguntstadion am Charakter des Spieles wenig. Dann kam die wohl spielentscheidende 60. Minute. Aldamir da Silva setzte sich zunächst auf der rechten Angriffsseite gegen mehrere Gegenspieler durch und spielte den Ball ideal auf den aus dem Rückraum heranbrausenden Marcus Neunhäuserer. Doch dessen Schuss mit dem schwächeren rechten Fuß fiel zu zentral aus und wurde eine Beute des sicher agierenden Hermagorer Keepers Tonatiuh Avila.

Praktisch im Gegenzug bediente Mario Ramusch mit einem punktgenauen 40 Meter Pass Dardan Kameraj. Der nahm den Ball noch ein paar Schritte mit, spielte quer auf den in der Mitte lauernden Roman Schmidt, der aus kurzer Distanz zum 0:1 einschoss.

Der Schock: FCWR-Tormann Marco Ortner ist chancenlos bei diesem Schuss von Roman Sebastian Schmidt zum 0:1 für den FC Nassfeld Hermagor in der 60. Minute.
Der Schock: FCWR-Tormann Marco Ortner ist chancenlos bei diesem Schuss von Roman Sebastian Schmidt zum 0:1 für den FC Nassfeld Hermagor in der 60. Minute.

Dieser Treffer wirkte für die Hausherren wie ein Schock, denn ab diesem Zeitpunkt lief nicht mehr viel zusammen. Nur sechs Minuten später setzte Roman Schmidt einen Kopfball knapp neben das von Marco Ortner gehütete Gehäuse. Die Hermagorer kamen im Konter immer wieder gefährlich in Tornähe und nach einem Handspiel des FC-WR Keepers außerhalb des Strafraumes machte Marco Ortner seinen Fehler wieder gut, indem er den anschließenden Freistoß von Mario Ramusch glänzend parierte. Nur eine Minute später mussten die Osttiroler den nächsten Tiefschlag hinnehmen. Alexander Moser wanderte nach einem Foulspiel mit der gelb/roten Ampelkarte vorzeitig unter die Dusche.

Die FC-WRler steckten aber auch in numerischer Unterlegenheit nicht auf und kamen fünf Minuten vor dem Spielende zur großen Ausgleichschance. Aldamir da Silva brachte den Ball aber aus kurzer Distanz nicht im Hermagorer Tor unter.

In der Nachspielzeit krönten die Gailtaler ihre ordentliche Leistung mit dem zweiten Treffer. Einen schnellen Konterangriff schloss Roman Schmidt nach einer wunderbaren Kombination über mehrere Stationen zum 0:2 ab und so konnten die Gäste unter den Augen ihres Präsidenten, „Mister Millionen Show“ Armin Assinger, mit drei wichtigen Punkten im Gepäck die Heimreise über den Gailberg antreten.

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So sehen Sieger aus! Präsident Armin Assinger und seine Jungs aus Hermagor jubeln über drei Auswärtspunkte. Fotos: Expa/Groder

„Durch das Fehler der beiden Hermagorer Stürmer dürfte meine Mannschaft den Gegner etwas unterschätzt haben. Mir hat auch der Einsatz einiger meiner Spieler nicht zu 100% gepasst, wofür ich mich bei den Zusehern entschuldigen möchte. Die Gegentore haben wir nach dummen Stellungsfehlern kassiert und den Hermagorern die drei Punkte quasi geschenkt. In den letzten Spielen werde ich sicherlich schon im Hinblick auf die nächste Saison einigen jungen Spielern die Chance geben, sich für die Zukunft zu beweisen,“ meinte ein sichtlich enttäuschter FC-WR Trainer Bernd Feil nach dem Spiel.

Debant-Trainer Bernd Albert Feil kommt nach diesem Spiel ins Grübeln.
Debant-Trainer Bernd Albert Feil kommt nach diesem Spiel ins Grübeln.

Für den FC-WR heisst es nun, diese Niederlage so schnell wie möglich abzuhaken, denn bereits am kommenden Samstag kommt es zum Starkstrom-Derby gegen die Union Matrei.

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