Projekt einzigARTig: Eine Zwischenbilanz

Sonderschulleiter Andreas Weiskopf: „Das Hauptziel haben wir erreicht.“

Seit 1. Mai dreht sich in Lienz alles um das Projekt „einzigARTig“. Große Plakatwände und Banner zieren die Lienzer Innenstadt und sollen für Toleranz werben. „Unser Hauptziel, die Kinder der Sonderschule Lienz in den Mittelpunkt zu stellen, haben wir sicher erreicht“, erklärt der Initiator des Projekts, Sonderschuldirektor Andreas Weiskopf. Er will gemeinsam mit vielen einzigARTig-Aktivisten nicht nur Toleranz für Menschen mit Behinderung schaffen: „Jeder, egal ob jung oder alt, gesund oder krank, homo- oder heterosexuell – alle haben Respekt verdient“, meint Weiskopf und zieht eine aktuelle Parallele: „Da hat uns auch Conchita Wurst mit ihrem Triumph beim Eurovision Song Contest in die Karten gespielt“.

"Unser Hauptziel, die Kinder der Sonderschule Lienz in den Mittelpunkt zu stellen, haben wir erreicht", ist sich Sonderschuldirektor Andreas Weiskopf sicher. Foto: Dolomitenstadt/Egger
„Unser Hauptziel, die Kinder der Sonderschule Lienz in den Mittelpunkt zu stellen, haben wir sicher erreicht,“ meint Andreas Weiskopf. Foto: Dolomitenstadt/Egger

Die Hingucker schlechthin waren und sind die großformatigen Portraits des aus Lienz stammenden und in Graz lebenden Malers Oskar Stocker in der Spitalskirche, in der Sonderschule und auf Bigprints in der Lienzer Innenstadt. Es gab aber bislang auch jede Menge Veranstaltungen und Vorträge. „Wir haben ein großes Angebot geschaffen. Und die Veranstaltungen, die nicht so gut besucht waren, waren oft sogar die lehrreichsten und intensivsten“, so der Sonderschuldirektor.

Auch Blind Climber Andy Holzer besuchte eine "einzigARTig"-Veranstaltung. Foto: Stadt Lienz/Lenzer
Auch Blind-Climber Andy Holzer besuchte eine „einzigARTig“-Veranstaltung. Foto: Stadt Lienz/Lenzer

Wie schwierig das Leben von Menschen mit Behinderungen ist, wurde beispielsweise am Dienstag, 20. Mai, vor der Liebburg gezeigt. Um die Erlebenswelt von Sehbehinderten nachvollziehbar zu machen, wurde ein Parcours errichtet, den man mit verbundenen Augen abschreiten musste. Als einziges Hilfsmittel stand ein Blindenstock zur Verfügung. Neben zahlreichen Kindern und Erwachsenen versuchte sich auch der Osttiroler Blind-Climber Andy Holzer auf diesem Parcours. Dabei hatte Extremsportler Holzer mehr Probleme als erwartet, was allerdings auf den ungewohnten Blindenstock zurückzuführen war. „Bei meinen Bergtouren bin ich nämlich mit anderen Stöcken ausgerüstet“, lachte der Alpinist.

Am Mittwoch gibt es noch eine Führung mit dem Künstler Oskar Stocker. Foto: Dolomitenstadt/Egger
Am Mittwoch gibt es für ausgewählte Personen noch eine Führung mit dem Künstler Oskar Stocker. Foto: Dolomitenstadt/Egger

Diese Woche geht das Projekt in das große Finale. „Am Mittwoch kommt noch einmal Oskar Stocker – mit ihm gibt es dann für ausgewählte Personen noch eine Führung von der Sonderschule durch die Innenstadt bis zur Spitalskirche“, so Weiskopf. Außerdem wird am Freitag, 30. Mai, ab 21 Uhr noch einmal die Liebburg mit „einzigARTig“-Filmen von Clemens Pilch bestrahlt. Der Dölsacher Kameramann hat einen Imagefilm für das Projekt erstellt und an die Dolomitenstadt-Redaktion geschickt. Hier ist das Video:

Das steht noch auf dem einzigARTig-Programm:

Begleitprogramm zur Ausstellung in der Spitalskirche
Dienstag, 27. Mai: Alkoholkranke helfen Alkoholkranken
Mittwoch, 28. Mai: Diabetiker Osttirol

Abendprogramm in der Spitalskirche, ab 19 Uhr
Dienstag, 27. Mai: „Hölle Alkohol“-offene Gesprächsstunde mit Karl Bader und Rene Zeiner

Bestrahlung der Liebburg mit Filmsequenzen am Freitag, 30. Mai, ab 21 Uhr

Eröffnung der neuen Bühne auf dem Hauptplatz am Mittwoch, 28. Mai, ab 19.30 Uhr

Schauübung der Wasserrettung an der Isel am Samstag, 31. Mai, um 18.30 Uhr

Platzkonzert der Eisenbahner Stadtkapelle Lienz am Hauptplatz am Samstag, 31. Mai, ab 19.30 Uhr

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