Das Museum Schloss Bruck lädt zum „Totentanz“

Die letzte Chance, die fünfte Version in einer öffentlichen Ausstellung zu betrachten.

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Es ist der teuerste Egger-Lienz, der je verkauft wurde: der “Totentanz” aus dem Jahr 1921, um genau zu sein die fünfte von sechs Versionen, die Albin Egger-Lienz gemalt hat. 912.000 Euro inklusive Steuern und Aufgeld blätterte der Investor Rupert-Heinrich Staller 2006 im Wiener Dorotheum für das Gemälde hin. Foto: Museum Schloss Bruck

Am Samstag, 14. Juni, eröffnet das Museum Schloss Bruck um 19 Uhr die Ausstellung „Totentanz: Egger-Lienz und der Krieg“. 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges soll die Ausstellung zum Nachdenken über diese europäische Urkatastrophe anregen.

„Fünf unterschiedliche Fassungen des Totentanzes und rund 150 Studien, Teilwiederholungen einzelner Figuren oder Figurenpaare werden bis zum 26. Oktober nebeneinander zu sehen sein“, erklärt die verantwortliche Ausstellungskuratorin Helena Pereña, Chefkuratorin des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.

Für alle Kunstfreunde und Liebhaber der Werke des bekannten Osttiroler Künstlers Albin Egger-Lienz ist es die letzte Möglichkeit, das ehemalige Kernstück der Lienzer Sammlung, den „Totentanz 1809. Fünfte Fassung, 1921“, in einer öffentlichen Ausstellung zu betrachten.

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Kuratorin Helena Pereña ist für die Ausstellung auf Schloss Bruck verantwortlich. Fotos: Stadt Lienz/Lenzer

Insgesamt setzte Egger-Lienz das Thema „Totentanz“ zwischen 1906 und 1921 in 15 Gemälden um. Sechs davon als selbständige „Fassungen“, die sich farblich oder formal unterscheiden. „Für Egger Lienz stellte der Totentanz sein Schlüsselbild dar“, weiß Pereña. „Wobei er damit weniger das Werk, sondern vielmehr die Idee dahinter meinte.“

Bilder von Käthe Kollwitz, Alfred Kubin, Max Beckmann, Otto Dix und Ernst Barlach runden die Ausstellung ab und sorgen für eine vielfältige Auseinandersetzung zum Thema Krieg. „Eine solche Ausstellung gab es in Tirol noch nie“, so Pereña.

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Museumsleiterin Silvia Ebner, Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, Kuratorin Helena Pereña und Kulturausschuss-Obfrau Verena Remler (v.l.) waren vom Ausstellungskatalog begeistert.

Nicht zuletzt deshalb ist die Liste der Leihgeber für die Ausstellung lang und prominent besetzt. Neben Privatbesitzern haben dem Museum Schloss Bruck auch bedeutende Häuser wie das Belvedere, die Albertina und das Leopold Museum in Wien ihre Werke zur Verfügung gestellt.

Weitere Leihgeber sind die Österreichische Nationalbibliothek, das Landesmuseum Kärnten, das Museum Moderner Kunst Kärnten, das „Museion“ Bozen, das Stadtmuseum Bozen, das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, die Staatsgalerie Stuttgart und die Archäologische Staatssammlung.

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