Zwei vergnügte Altmeister zeichnen ins Gästebuch

Ernst Fuchs und Jos Pirkner warten auf Pepi Kreuzers Nachspeise  …

Zusammen sind sie 167 Jahre alt, längst Legenden im Kulturbetrieb, als Professoren geadelt für die vielen künstlerischen Spuren, die sie seit Jahrzehnten hinterlassen – zum einen Ernst Fuchs, Maler, Architekt, Grafiker und Musiker, als Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus ein Meilenstein in der jüngeren europäischen Kunstgeschichte. Und zum anderen Jos Pirkner, ebenfalls ein renaissancehaft ganzheitlicher Künstler und Kreativer, dessen monumentalstes Werk erst vor wenigen Wochen fertiggestellt und im September erstmals in Fuschl bei Salzburg der Öffentlichkeit präsentiert wird. Beide sind Freunde seit vielen Jahren, seit Fuchs in einer Ausstellung mit Pirkners Skulpturen konfrontiert war und neugierig wurde auf deren Schöpfer.

Am 17. Juni schaute der Universalkünstler aus Wien beim Schöpfer der bronzenen Bullen in Tristach vorbei und beide gemeinsam gönnten sich eine kulinarische Kleinigkeit in Pepi Kreuzers Haubenrestaurant am Tristachersee. Während Maitre Kreuzer selbst Hand an seine kreativ flambierten Früchte legte, vertrieben sich die gut gelaunten Altmeister der Kunst ihre Zeit mit Kreuzers Gästebuch, das flugs zum Malbuch umfunktioniert wurde. Ab heute dürfte der Wert des Gästeverzeichnisses um einiges gestiegen sein, prangen doch auf den jüngsten Seiten zwei rasch hingeworfene Skizzen der beiden Meister.

Dolomitenstadt-Fotoredakteur Michael B. Egger hat das mittägliche Kunststück mit der Kamera beobachtet.

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