Matrei verliert knapp gegen St. Michael

Umkämpftes Heimspiel um den Aufstieg endet 1:2 für die Gäste.

Aufmarsch zum Spiel um den Aufstieg. Fotos: Expa/Feichter
Aufmarsch zum Spiel um den Aufstieg. Fotos: Expa/Feichter

Vor rund 500 Besuchern im Matreier Tauernstadion, darunter auch WAC Boss Dietmar Riegler, dessen Sohn beim FC St. Michael/Lavanttal aktiv ist, begannen die Lavanttaler sehr aggressiv und störten die Iseltaler bereits sehr früh. Die Matreier kamen mit dieser Spielweise vorerst überhaupt nicht zurecht und wirkten zudem sehr nervös. Den ersten Warnschuss gab nach bereits drei Minuten Markus Hubmann ab, dessen Schuss wurde aber von Matrei Keeper Benny Unterwurzacher über die Latte gelenkt. Etwa zehn Minuten dauerte es, bis die Iseltaler erstmals gefährlich vor das gegnerische Tor kamen. Rene Scheibers Schuss traf aber unglücklicherweise nur einen eigenen Spieler.

Die Matreier Defensive blieb weiterhin sehr fehleranfällig und in der 12. Minute nützten die Gäste einen Abspielfehler der Hausherren zum 0:1. Andreas Baumgartner, der auf der rechten Angriffsseite mutterseelenallein stand, wurde ideal freigespielt und schoss trocken ins lange Eck zur Führung für die Lavanttaler ein.

Keine Chance für Benedikt Unterwurzacher. 0:1 für St. Michael.
Keine Chance für Benedikt Unterwurzacher. 0:1 für St. Michael.
Der Lavanttaler Fanclub jubelt.
Der Lavanttaler Fanclub kommt in Stimmung.

Nur drei Minuten später hätte es bereits 0:2 stehen müssen. Markus Hubmann zog alleine Richtung Matreier Tor, überspielte noch Benny Unterwurzacher, traf mit seinem Schuss aber lediglich das Außennetz.

Die Hausherren kämpften, angetrieben von den heimischen Fans, aber beherzt weiter und Rene Scheiber zog nach zwei Minuten unwiderstehlich in den gegnerischen Strafraum, setzte den Ball aber unter Bedrängnis nur an das Außennetz.

Nur drei Minuten später kam Gäste- Stürmer Markus Hubmann nach einem weiten Abschlag seines Keepers wiederum völlig freistehend an den Ball, scheiterte jedoch beim Versuch den Matreier Keeper zu überheben am gut disponierten Benny Unterwurzacher.

Schnell und gefährlich – Mario Kleinlercher.
Schnell und gefährlich – Mario Kleinlercher.

Die Schlussphase der ersten Halbzeit gehörte dann den Hausherren, insbesondere Mario Kleinlercher. Zuerst scheiterte er nach Doppelpass mit Rene Scheiber am ausgezeichneten Keeper der Gäste, Christoph Holzer, und auch in der 40. Minute blieb der Lavanttaler Schlussmann im Duell gegen den alleine vor ihm auftauchenden Matreier Stürmer Sieger.

Mit viel Druck starteten die Matreier in die zweite Halbzeit. Vor allem Daniel Kofler sorgte auf der linken Angriffsseite für viel Druck. Nach zwei Minuten tankte er sich kraftvoll durch, fand mit seinem Schuss jedoch im Lavanttaler Tormann seinen Meister. Nur eine Minute später kannte der Jubel im Tauernstadion aber keine Grenzen mehr. Daniel Steiner schnappte sich das Leder, drang kraftvoll in den Strafraum ein und brachte den Ball scharf zur Mitte, wo Mario Kleinlercher am zweiten Pfosten wartete und zum 1:1 Ausgleich einschoss.

Tor! 1:1 - Die Matreier jubeln.
Tor! 1:1 – Die Matreier jubeln.

Die Lavanttaler zeigten sich vom Gegentreffer aber keineswegs geschockt und kamen bereits wenig später zu den nächsten Möglichkeiten. Zunächst zog Arno Rupp alleine auf Benny Unterwurzacher, scheiterte aber beim Versuch diesen zu überheben am Matreier Keeper, den Nachschuss setzte er an die Latte und ein Matreier Verteidiger konnte danach zum Eckball klären. Aus diesem kam das runde Spielgerät zu Patrick Kontsch, dessen Schuss wurde aber von einem Matreier Verteidiger auf der Linie geklärt.

Torjäger Rene Scheiber wurde abgeblockt.
Torjäger Rene Scheiber wurde abgeblockt.

Kurz darauf spielte Lukas Brugger ideal in den Lauf von Rene Scheiber, doch der Abschluss des Matreier Torjägers konnte im letzten Moment von einem Lavanttaler Verteidiger abgeblockt werden.

Dann griff leider der Unparteiische in das Spielgeschehen ein. Zuerst präsentierte er Daniel Kofler wegen eines harmlosen Foulspieles die gelbe Karte und nur drei Minuten später schickte er diesen wegen einer angeblichen Schwalbe mit einer überharten gelb/roten Karte vom Feld.

In dieser Phase griff Schiedsrichter Trattnig in das Spielgeschehen ein. Nicht zur Freude der Matreier.
In dieser Phase griff Schiedsrichter Trattnig in das Spielgeschehen ein. Nicht zur Freude der Matreier.

In dieser Situation hätte der Herr in Schwarz auch gut und gerne auf den Elfmeterpunkt zeigen können. Obwohl er kurz darauf auch St. Michael Akteur Hans Peter Jöbstl mit einer überharten roten Karte des Feldes verwies, war der Ausschluss von Daniel Kofler ein Knackpunkt im Spiel der Hausherren.

Von diesem Zeitpunkt an konnten sich die Iseltaler keine nennenswerten Chancen mehr herausspielen und die Gäste kamen mit ihren schnell vorgetragenen Angriffen immer wieder gefährlich vor das Matreier Tor. Zuerst traf Markus Hubmann nur die Latte, der Abpraller wurde von Andreas Steiner auf der Linie geklärt. Aber zwölf Minuten vor dem Ende machte es Markus Hubmann nach Zuspiel von Arno Rupp besser. Er nahm den hohen Ball ideal an, drehte sich kurz und schoss unhaltbar zum 1:2 ins lange Eck ein.

Der Führungstreffer für St. Michael und zugleich Endstand: 1:2.
Der Führungstreffer für St. Michael und zugleich Endstand: 1:2.

Kurz darauf blieb Matrei Keeper Benny Unterwurzacher, der eine großartige Performance ablieferte, Sieger im Duell gegen Florian Schatz, den Nachschuss von Arno Rupp konnten die Matreier noch vor der Linie klären. Und fünf Minuten vor dem Abpfiff kam der Keeper der Hausherren nach einem weiten Pass in die Spitze gut aus seinem Kasten und beförderte den Ball gerade noch vor einem heranbrausenden Lavanttaler Stürmer aus der Gefahrenzone.

Nach 93 Minuten beendete Schiedsrichter Trattnig das vor allem in der zweiten Halbzeit hochinteressante, spannende und emotionsgeladene Spiel mit einem knappen 2:1 Auswärtssieg für den FC St. Michael/Lav.
Das Rückspiel findet am Samstag den 21. Juni 2014 mit Beginn um 18:00 in St. Michael/Lav. statt. Wer den Kampfgeist und die Einstellung der Matreier kennt, der weiß, dass sie noch einmal alles geben werden, um den Rückstand aufzuholen und doch noch den Aufstieg zu schaffen.

Noch gehen die Aufstiegsträume der Matreier nicht in Rauch auf. Das Rückspiel wird heiß.
Noch gehen die Aufstiegsträume der Matreier nicht in Rauch auf. Das Rückspiel wird heiß.
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