Konzept für Osttirol-Einfahrtsportale steht

Künstler Peter Raneburger überrascht mit neuer Variante des Osttirol-Logos.

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In einem Jahr sollen die neuen Portale bereits stehen. Die Standorte sind das Südportal der Felbertauernstraße, Arnbach und Nikolsdorf. Foto: TVBO

„Wir sprechen heute über etwas Wesentliches unseres Bezirks“, eröffnete TVBO-Obmann Franz Theurl die Präsentation der neuen Einfahrtsportale für Osttirol am Montag, 7. Juli, im Rahmen einer Pressekonferenz im Hotel Traube. „Zwei Künstler haben eine enorme Kreativleistung erbracht“, lobte Theurl gleich zu Beginn die Arbeit des Matreiers Peter Raneburger und des gebürtigen Defereggers und derzeit in Gmünd lebenden Künstlers Georg Planer.

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Franz Theurl und Harald Haider sind sich einig: „Die Portale sind in dieser Form umsetzbar.“ Foto: Dolomitenstadt/Egger

Wichtig sind die neuen Portale, laut Theurl, vor allem aufgrund der „Trennung Osttirols vom Mutterland“. „Für alle die in unseren Bezirk fahren, sollte es das Aha-Erlebnis geben, dass man sich nicht in Kärnten und auch nicht in Südtirol befindet“, so der Osttiroler Tourismus-Obmann. Dass das Projekt verkehrstechnisch „umsetzbar“ ist, versicherte der Leiter des Osttiroler Baubezirksamtes, Harald Haider.

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Peter Raneburger hat für die Portale eigens eine neue Variante des Osttirol-Logos entworfen.

Die beiden beteiligten Künstler arbeiten schon länger an dem Projekt, seit drei Monaten feilten Raneburger und Planer an einer endgültigen Lösung. Diese liegt nun vor – „ein in sich geschlossenes System“, startete Raneburger die Präsentation. Zur großen Überraschung zeigte Raneburger gleich zu Beginn ein Relaunch des aktuellen Logos der Osttirol Werbung. „Das aktuelle Logo ist eine Handschrift – man kann es schwierig in die Materialen einbauen“, begründete der Matreier Künstler die Version des Schriftzugs, die er in Zukunft auf den Portalen sehen möchte.

Osttirol-Logo-Entwurf von Peter Raneburger.
So soll das Osttirol-Logo künftig aussehen, wenn es nach Peter Raneburger geht.

Auf die Frage, ob das überarbeitete Logo die herkömmliche Version generell ersetzen könnte, wollte Theurl bei „dieser sensiblen Frage nicht vorgreifen“, machte aber klar: „In den nächsten Wochen hat sich unsere Marketingabteilung damit zu beschäftigen, nach 23 Jahren hat sicher etwas zu passieren.“

Die 5,2 Meter hohen Kunstwerke sind eine Kreation aus Prägratener Serpentin und 200 gebrochenen Glasplatten. „Jede einzelne davon wird von uns per Hand gebrochen“, erläuterte Planer den Aufwand des Projekts. Die Platten, welche aus der Entfernung aussehen wie ein Quader, lassen in der Kontur an der Oberseite eine liegende Frau erkennen. „Der weibliche Körper ist der Inbegriff für ‚die‘ Erde, ‚die‘ Mutter und ‚die‘ Natur“, so Raneburger über die Bedeutung des Frauenkörpers. In den Steinsockel, der „Berg“ und „Boden-Natur“ symbolisieren soll, wird ein Nationalpark-Logo eingefräst. Das überarbeitete Osttirol-Logo aus weißem Acrylglas soll mit LEDs beleuchtet werden. Den Strom dazu könnte eine Photovoltaikanlage liefern, die in 30 bis 40 Metern Entfernung der Portale entstehen soll. Ein eingebauter Tageslichtsensor soll die Beleuchtung in der Nacht und bei Schlechtwetter aktivieren.

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Das Kunstwerk im Größenvergleich.

Voraussichtlich werden die neuen Portale im Frühjahr 2015 fertig gestellt. Um die Umsetzung wird sich ein vierköpfiges Team kümmern – mit dabei sind neben Raneburger und Planer auch dessen Bruder Alfons und ein weiterer Glasexperte.

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„Da die Skulptur aus vielen gebrochenen Glasplatten besteht, gibt es auch keinen Spiegeleffekt, der die Autofahrer blenden könnte“, ist sich Georg Planer sicher.

„Die Umsetzung ist allerdings schwierig, da es noch keine vergleichbaren Projekte gibt“, so Georg Planer. Aufgestellt werden die wegweisenden Skulpturen beim Südportal des Felbertauern, in Arnbach und in Nikolsdorf. Alle drei Kunstwerke zusammen werden 100.000 bis 125.000 Euro kosten. „Ein erheblicher Teil der Kosten ist schon im Budget vorgesehen“, so Franz Theurl über die Finanzierung der acht bis zehn Tonnen schweren Monumente.

Die komplette Präsentation zum Download

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Der Sockel besteht aus Serpentin-Platten und ist innen hohl. Die eingebaute LED-Technik sorgt dafür, dass der Osttirol-Schriftzug und die Skulptur in der Nacht leuchten.
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37 Postings bisher
senf vor 3 Jahren

fellini hat recht, es ist höchst an der zeit, dass einige selbstdarsteller im tourismus die bühne verlassen, weil sie sich maßlos überschätzen und eigentlich nur mehr schaden anrichten. der tvb osttirol ist mit 14 mio (?) an schulden und verpflichtungen und trotz hoher einnahmen, großteils aus gesetzlichen pflicht- und zwangsbeiträgen unserer wirtschaftstreibenden nicht bereit, am richtien ort und zur richtigen zeit den sparstift anzusetzen. alle gut gemeinten zurufe gehen ins leere. jeder normal denkende unternehmer weiss, wann er mit den ausgaben auf die bremse steigen muß. fahrlässige krida wäredie logische folge. für den tvb mit angeblichen bankexperten als funktionäre gelten diese regelwerke anscheindend nicht. dafür periodisch das gejammere an das land tirol um geldgaben, sogar per "dauerauftrag" wird nun geld gefordert, war kürzlich zu lesen. . die eintrittsportale von nachbarländern nach tirol in den bezirk lienz sind laut obigen bericht beschlossene sache. anstelle von marketingexperten wurden dafür künstler beauftragt. ohne jegliche kompetenz! marketingexperten aus der eigenen reihe (OW) haben dazu bisher keine meinung, fachleute aus der branche werden ebenfalls nicht befragt. es wird weitergewurschtelt, den "wurst-eln" ist ja im moment mode. an nichtssagenden, kompliziert und teuer hergestellen kunstwerken am straßenrand sollen die autofahrer also erkennen, dass sie in die destination osttirol einfahren.aber egal, das navi kündigt es ohnehin in allen sprachen an. . bisher ist nicht erkennbar, wofür der osttiroler tourismus eigentlich steht. die einzige authentische botschaft in die welt ist das seit jahren verwendete und medienwirksame logo von osttirol. in handschrift gehalten bietet es für osttirol authentizität - es wirkt persönlich und daher freundlich. aber auch das steht auf der kippe, weil einer der künstler meint, dass nur sein technokratische und von woanders abgekupferte typografie zum allerheilmittel wird - und technisch leichter herstellbar sei (lach). ein offizieller gestaltungsauftrag, oder gar ein wettbewerb ist und war dafür nicht nötig. schon gar nicht eine evaluierung, die man heutzutags zur überprüfung und orientierung des qualitätsmanagement in guten unternehmen anwendet. schade!

fellini vor 3 Jahren

„23 Jahre sind genug" meint Franz Theuerl - das finde ich auch - nicht aber für das bestehende Osttirol-Logo, das ja bekanntlich eine Zeit brauchte um erst zu einer Marke zu werden, sondern für ein gewisses Personal der Osttirol Werbung. Da ist Erneuerung schon lange überfällig!

sbiabl vor 3 Jahren

das neue Logo verbind ich komischerweise mit Almdudler :D

senf vor 3 Jahren

planers "glasfrau auf serpentin" war das ergebnis des ideenwettbewerbes für neue portale, den das "ideenforum osttirol" und der kunstverein "art osttirol" vor zwei jahren losgetreten hat. dann wieder lange totenstille. matrei arbeitet ebenfalls an Portalen, liest man. dort werkt angeblich Raneburger. für den gottesobersten des tvb gilt daher eile, braucht es doch endlich ersatz für die von der ow längst vernachlässigte und vergessene begrüßungsmonumente. es wird geplant, konstruiert und philosophiert - in wessen auftrag auch immer und siehe da, plötzlich stehen planer und raneburger im rampenlicht, denn ihre eislutscher mit der süßen frauenspitze sollen ja bereits im frühjahr 2015 die tore in den bezirk lienz schmücken. "der weibliche Körper ist der Inbegriff für die Erde, die Mutter und die Natur" wird dem einreisende vor augen geführt, meint einer der beiden künstler, der sicher auch von seinem glasdetail überzeugt ist, das der autofahrer bei tempo 100 als gletscher klar erkennen wird. ha ha ha! und vor lauter eifer, hat man vermutlich auf den eigentlichen sinn von begrüßungsportalen vergessen, wahrscheinlich auch auf geografische argumente, denn alle zufahrten in unseren bezirk kommen aus nachbarländer, lernt man heute in der grundschule. daher wäre der einfacher tafelhinweis "tirol" mit dem oroginalen zusatzlogo "osttirol" logisch. als fleissaufgabe vielleicht auch ein begrüßungswort, mehrsprachig, versteht sich - das zeugt von freundlichkeit und offenheit. nackte frauen- oder männerkörper mit oder ohne, auf oder unter glas, aufgebahrt oder tanzend erübrigen sich. auch deshalb, weil unsere schlauen touristiker ja noch immer nicht wissen, wofür die "destination" osttirol überhaupt steht - oder ist mir da etwas entgangen. auch der hinweis auf den nationalpark oder natura 2000 ist überflüssig, damit könnte ja auch theuerlholz oder liebherr u. a. liebäugeln. . ich schätze, dass man mit 15.000 euro und ohne brüderliche und wettbewerbslose arbeitsbeauftragung (siehe bericht oben) auskommen wird, wobei der großteil dieses betrages wohl zu entsorgung der alten, längst vernachlässigten monumente aus der flower/powerzeit notwendig wird ;-)

fellini vor 3 Jahren

Die Frauenkontur ist kaum erkennbar und drüber hinaus überflüssig - was soll das auch schon? Die beiden Logos sind dort, wo man sie am schlechtesten zu sehen bekommt - besonders im Winter wird der Schee sie verdeckt oder im Sommer das höhere Gras. Dann sieht man nur mehr einen Glasblock, sonst nichts! Bei dieser Nachtaufnahme hat man wohl auch Licht hinzugeschwindelt, um einen besseren Überzeugungseffekt zu bewirken - aber das nur auf Papier! Das bestehende Osttirol-Logo ist weitaus prägnanter als dieser Anlehnungsversuch. Aus größerer Entfernung betrachet, bestätigt sich auch die bessere Lesbarkeit des schon bestehenden Osttirol-Logos. Man nehme nur das Beispiel auf den Transparenten bei den Veranstaltungen Weltcup etc. Außerdem kennt man das bestehende Logo mittlerweile schon medienweit.

bergfex vor 3 Jahren

Herr Theurl kann das machen , ist ja nicht sein Geld.

mentos vor 3 Jahren

http://www.youtube.com/watch?v=83KML5uXY6E

:-) ... zigtausende Euro für Straßenrandmonumente über deren Werbeeffekt bzw. künstlerischen Wert ich mich hier gar nicht auslassen möchte.

Das Geld wäre durch sinnvolle und vor allem VON PROFIS konzipierten/umgesetzten Marketingmaßnahmen (siehe Youtube-Link auch innerhalb Österreichs) SICHER SINNVOLLER EINGESETZT!!!

Was sagen die Vordenker zu diesem Vorhaben? Entsprechen diese Einfahrtsportale dem zukünftigen Leitbild Osttirols?

LauschTark vor 3 Jahren

Ich kann dir nicht in allen Punkten übereinstimmen egosumquisum, dennoch deine Grundanschauung über Südtirol, hat schon was!

Dass Südtirol ihre Werbung, den Tourismus, teilw. die Raumplanung besser aufzieht als Osttirol, kann ich selbst nicht leugnen. Dass die Erhaltung von alten Werten genau so viel zählt, wie ein nachhaltiger Fortschritt, wie z.B. die sehenswerte Erneuerung von Stadt-/Dorfzentren, Erschließung unzähliger Klettergärten inkl. Wartung derer und (Aus)-Bau ihrer Skigebiete, kann ich ebenfalls bestätigen - sieht man ja auch, wenn mit offenen Augen durch das Pustertal gefahren wird!

Nur die Selbstkontrolle des politischen Apparates scheint wohl ein Problem abseits von Landes- und Naturraumgrenzen zu sein, wo ich auf folgenden Artikel verweisen möchte:

https://www.dolomitenstadt.at/2013/08/13/blitzrodung-in-sexten-regt-nicht-nur-umweltschutzer-auf/

Damit Osttirol touristisch nicht rechts der Überholspur verfault, bedarf es einiges mehr an Maßnahmen, als nur die Erschaffung einiger LED-Straßenlaternen!

mischmaschin vor 3 Jahren

Wer hat eigentlich entschieden, daß Künstler die Portale gestalten müssen? Wenn sich der Franzi ein Denkmal setzen lassen will, dann könnte man doch gleich seinen Konterfei aus Glas herausbrechen lassen! Was ist mit den restlichen Eintrittsstraßen nach Osttirol (Obertilliach, Staller Sattel, Iselsberg)? Kommt da was anderes, was billigeres? Oder können die um weitere zigtausend Euro nachgerüstet werden wenn die Künstler Zeit haben? Über die Schriftzugmodifizierung möchte ich mich gar nicht auslassen - die neue Frau GF der OW wird hier hoffentlich ein Machtwort aus Marketingsicht sprechen...

fb vor 3 Jahren

Die Mutter Erde -abgehoben , aufgebahrt, zum Himmel aufblickend, so hoch oben, dass , wenn man den Höhenvergleich nimmt, sie niemand wahrnehmen wird.

Grundsätzlich gefällt mir das Portal, von der Form her könnte man gut Bergsilhuetten, wie den Glockner darstellen.

lieb finde ich die Ankündigung, dass sich die Marketingabteilung mit dem Logo auseinandersetzen wolle, nach 25 Jahren.... Sollte das nicht im Vorfeld passieren und Marketing- , sprich Werbebotschften dem "Künstler" vorgegeben werden?

egosumquisum vor 3 Jahren

Schon komisch, Natur , Berge, gute Luft......wegen all dieser "Banalitäten" kommen Gäste nach Osttirol!!!! Nur unsere Verantwortlichen scheinen dies nicht zu kapieren!!!

Plastiksessel, die nach nichtmal einem Jahr verblichen sinnlos rumstehen Hochmoderne Bänke, die nach Regen klitschnass sind , da kein Wasser abrinnen kann Marmorbrunnen aus China Eine Rodelbahn, die auf den ersten Blick ganz toll ist, aber nach der ersten Aufstiegshilfe jeder Gast erkennt dass das Geld ausgegangen ist....... .....Prunkvolle Eingangsmonumente die im dunklen leuchten (Phönix aus der Asche) :-) aber ein Schwimmbad wo die Sauna schon unter Denkmalschutz stehen könnte.... ..........

Mir scheint diese Verantwortlichen sind nur daran interessiert sich selbst zu profelieren anstatt dem Allgemeinwohl zu dienen. Laut Theuerl müssen wir uns "besonders hervorheben", Schwachsinn- man muss zuerst was bieten und sich einen Namen machen, erst dann kann man mit Kunst trumpfen!!! In Südtirol z. B.findet man einfachen Holzschilder, oder tollen Rostpfeile , Klos wo noch a Herzl gschnitz is und Karrierte Vorhangln hängen, daneben topmoderne Aufstiegshilfen und Abfahrten, modernes Glas und Beton, eine geniale Kletterhalle nebst dem alten Kornspeicher mit handgemachten Schuhen und vorne weg einfache Holzklötze die zum Verweilen einladen... und Lifte die mit genialen Öffnungszeiten punkten, Busverbindungen die in jedes noch so entlegene Tal im Stundentakt fahren, wo Der Wirt mit der Tourismusbürosekreterin und der Liftmensch mit dem Bürgermeister und der Hotelier mit dem Bauern und die Verkäuferin mit....... freundlich redet und das den Gast spüren lässt, weil die ALLE wissen was Tourismus für die Region bringt!!!! Und mitten drin kann dann auch Kunst leben und wirken und von ganz vielen Urlaubern und auch Einheimischen bewundert werden! ....es wäre so einfach, wenn manchmal mit Herz, Hirn und Hausverstand gearbeitet werden würde!

power87 vor 3 Jahren

Einige haben wohl das Verhältnis zum Nutzen verloren, wenn ich sehe für was hier Geld ausgegeben wird. Kann es sein, dass es wirklich keine Projekte gibt wo das Geld sinnvoller investiert wäre?

Als Firma würde ich es auch sehr toll finden einen Katalog in Auftrag zu geben und auf der Titelseite statt meinem Katzenlogo ein Hundelogo vorzufinden mit der Begründung - es war einfacher zu drucken.

Die Skulptur sieht echt toll aus, die Ausgaben stehen aber in absolut keinem Verhältnis zum Nutzen.

iseline vor 3 Jahren

Mir gefällt die schlichte Form und die Materialien Serpentin und Glas sehr gut.

Allerdings erinnert mich die Frau an der Spitze mehr an eine Salige, als an Mutter Erde. Diese würde sich vielleicht "gut geerdet " auch als Kontur im Serpentin wohlfühlen.

Der Schriftzug ist ziemlich brav und nicht wirklich kantig, wie die Bergspitzen.

chiller336 vor 3 Jahren

Ich muss laut auflachen beim Lesen einiger Kommentare hier :D :D - genial. @ cato: deine Fantasie hat tatsächlich was, das mir das Grinsen ins Gesicht zaubert haha .... vielleicht sollte man dann "DAS PORTAL" nur zu Christi (in dem Fall wohl eher Christine) Himmelfahrt beleuchten lol

LauschTark vor 3 Jahren

Ich kann mich einigen Posts hier nur anschließen. Die 3 Einfahrten in unseren Bezirk gehören gut leserlich und attraktiv gestaltet, eine schon lang ausstehende Entscheidung die stehts faulenden Marterpfähle unseres Bezirks durch Neue zu ersetzten.

Doch das neue Osttirol-Logo hebt sich in keinster Weise von dem der Tirolwerbung ab (siehe nitram). Wir müssen uns endlich im klaren sein, dass wir keinen großen Bruder mehr brauchen und unsere Eigenständigkeit unter Beweis stellen. Wir sollten uns in Zukunft als eigenständige Marke vor unseren Gästen präsentieren, sonst werden wir immer das "kleine (lästige) Kind" - die Klette - der Tirolwerbung bleiben.

Ich finde die Arbeit der beiden Künstler verdient Respekt, der Kunst wegen. Zeitgleich ärgere ich mich über die erzwungene Interpretation der Symbolik der neuen Einfahrtsportale. Ein Frauenkörper als zeichen von Natur und Mutter-Erde und das in Osttirol - "unserem Berg Tirol"?!? Man kann in Kunst so gut wie alles hineininterpretieren, von daher auch Kunst genannt! Sie lässt Interpretationsspielraum! Welcher meiner Meinung nach hier fehl am Platz ist, wenn sich Osttirol gegenüber den Nachbarn klar und attraktiv abgrenzen möchte. Ich kann mir gut vorstellen, dass das neu entworfene Portal bei Nacht gut ankommt. Nachts, der Hauptreisezeit unserer UrlauberInnen!? Trotzdem sollte eine Botschaft vermittelt werden, damit jeder weiß dass er gerade die schönste Urlaubsregion des ganzen Alpenraumes betritt! Übertrieben gesagt, finde ich es in diesem Fall noch besser RIESENBUCHSTABEN vor jeder Einfahrt aufzustellen, die auf unseren Bezirk hinweisen.

Auf mich wirkt das ganze wie ein Monument - sehr protzig, erst recht wenn ich mir den finanziellen Aufwände so ansehe, ob sich hier Theurl & Co. ein Denkmal bauen möchten?

Ich bin der Meinung, dass man mit weit weniger Aufwand ein ebenso kunstvolles, werbewirksameres Einfahrtsportal entwerfen kann. Beispielsweise mit der markanten, schroffen Silhouette des Großglockners, als höchsten Berg Osttirols/Österreichs und nicht die Kurven - die "Hügel" - des weiblichen Körpers, den ich ohnehin in diesem Kunstwerk sehr schwer erkennen kann (wahrscheinlich gebe ich mir zu wenig Mühe) zweckentfremden muss, um so erzwungener Maßen versucht auf das Naturpotential Osttirols hinzuweisen.

Ich bin mir sicher, dass viele OstirolerInnen auch sehr gute Ideen hätten, auf deren Basis Portale kreiert werden könnten, die unsere Region schon beim Passieren der Landes- bzw. Staatsgrenze unvergesslich machen!

raimatt vor 3 Jahren

@nitram - weiß ja nicht was du aus meiner Argumentation herrausliest, aber es hat wenig mit irgendwelchen Berufen zu tun, egal ob Kreativberufe, Tischler, Automechaniker usw?? In erster Linie gehts mir um das Konzept Einfahrtsportal im ganzen - zum Thema "Logo", Schrift, Schriftstil ... sag ich nur!! Warum was neues, nur weil nach 23 Jahren wieder mal was passieren soll!! Find das alte Osttirol Logo eigentlich sehr schön!!

moneypulation vor 3 Jahren

Mit dem Relaunch des Logos in Form eines ServusTV-Abklatsches lässt sich leben, ebenso mit dem wohl nichtmal für LKW-Fahrer als solchen erkennbaren Frauenkörper in 5 Meter Höhe.

Aber: "Dein Berg Tirol."

VER FÜHRER ISCHE NATUR.

Ich hoffe nur man hat für diese "grenzgenialen" Claims und deren typografische Umsetzung nicht ähnlich tief in die Tasche greifen müssen wie die INNS'BRUCKer.

nitram vor 3 Jahren

@raimatt – Nun muss ich doch noch eine Lanze für alle Kreativberufe brechen. Deiner Argumentation nach gehst du dann zum Tischler um dein Auto reparieren zu lassen weil der eh auch andauernd damit auf Montage fährt oder gar zu deinem Kleinkind weil es täglich auf der Rückbank mitfährt? Ein Gestalter hat das gestalten gelernt, der Tischler das tischlern und der Automechaniker eben das reparieren von Autos. Sowie eben der Grafiker auch das entwickeln von Logos und setzen von Schrift gelernt hat. Ja, jedes Material verwittert aber ich kann mir nicht viele witterungsbeständigere Materialien vorstellen als Glas und Serpentin, das scheint mir grundsätzlich keine schlechte Wahl.

MelissaM vor 3 Jahren

@nitram – danke für dieses Posting! ich überlege schon die ganze Zeit, wie ich genau das sagen soll, was du so schön formulierst. Typografisch wie argumentativ an der Grenze zur Peinlichkeit. Passt aber gut zu dem Bild, das ich von Osttirols "Markenentwicklung" habe.

raimatt vor 3 Jahren

Ich find das es schon lange an der zeit wäre mal neue Einfahrtsportale zu machen, wenn man die alten so anschaut ist es schon zimmlich schlimm, von fehlednen Buchstaben bis faulendes Holz!! Es würden aber mit sicherheit die alten Einfahrtsportale auch noch sehr schön wirken wenn man sich vielleicht in den ganzen Jahren auch einwenig darum gekümmert hätte, einmal aufgestellt und wenn es die Zeit zulässt mal rund herum ausmähen!! Mit der Zeit wittert jedes Material ab und der glanz geht schnell Verloren wenn man sich nicht darum kümmert, wird mit sicherheit auch bei den neuen so sein!!! Glaskunstwerke neben einer stark befahrenen Straße: wielange wird das Glas etwa schön leuchten und auch die Schrift, genau in der richtigen höhe um den Schmutz anzuziehen!!?? 100 000 bis 125 000 Euro kosten, dann noch Wartung- Reparatur- und Reinigungskosten in den nächsten Jahren?? Warum kann man in der heutigen Zeit nicht einfach was Zeitloses machen, ohne große Namen und Künstler?? Bei Projekten mit Künstler, Architekten usw. geht es meist in erster Linie darum das der Künstler damit seinen Namen bewart oder sein Name einwenig bekannter wird!! Wenn der TVBO hergeht und allen Schulen im Bezirk einen freiwilligen Wettbewerb anbietet um ein Einfahrtsportal zu planen und einfach die Leute entscheiden lässt die die Portale am öfftesten sehen, sprich die Osttiroler welches Sie haben wollen, kommt mit sicherheit was besseres und vorallem was echt OSTTIROLERISCHES dabei raus!! Und nicht ein überteuertes Kunstwerk in dem OSTTIROL nur eine Komparsenrolle spielt!!!!!

nitram vor 3 Jahren

Die Gestaltung im Großen und Ganzen finde ich nicht schlecht, wenn auch in ähnlicher Form schon oft gesehen. Für die Gestaltung eines Logos würde ich allerdings sehr stark dazu raten, dafür nicht Künstler, sondern anständige Grafiker anzuheuern, die etwas von der Materie verstehen. Fürs Logo ein klares "fünf setzen", finde ich. Der Vorschlag ist irgendeine Mischung aus Hans Salcher wischiwaschi Servus TV Logo trifft aktuelles Osttirol Logo. Mit sehr schlechter Typografie, vollkommen unleserlich, das "stti" bildet eine Einheit, die aus einem fahrenden Auto sicher nicht entziffert werden kann. Außerdem ein Logo aus dem Grund zu ändern, dass sich eine Computerschrift leichter in Stein umsetzen lässt (siehe “Das aktuelle Logo ist eine Handschrift – man kann es schwierig in die Materialen einbauen”), ist aus meiner Perspektive als Industriedesigner vollkommen abstrus, man wächst an den Aufgaben. Die aufgebahrte Frau ist vielleicht entbehrlich mit dem esoterischen Gefasel zur Postrationalisierung sowieso. Nicht zuletzt wird sich auch der Nationalpark freuen über die prominente Anbringung seines Logos direkt an der Rasenkante. Das ist aber wohl (ich unterstelle keine Absicht) passend wie die Faust aufs Auge zum zutiefst verwerflichen Kraftwerksbauwahn der Iseltaler "Nationalparkgemeinden" als auch den letzten nahezu grenzdebil anmutenden Äußerungen des WK Tirol Präsidenten Bodenseer zu diesem Thema.

DEMI vor 3 Jahren

Schön das sich wieder einmal etwas tut. Ich kann mich nur realist anschließen.

Das alte Logo schaut wesentlich besser aus, und wenn man ein paar Werberegeln befolgt - Corporate Identity - dann sollte man es auch nicht ändern, niemanden würde es einfallen das Tirol LOGO zu ändern, nur weil es sich nicht so gut ins Material einarbeiten lässt - ein bisschen Herausforderung sollte es für den Künstler doch sein.

Auch der liegenden Frau kann ich nichts abgewinnen, auch wenn mir das Glas nicht schlecht gefällt. Es sollte etwas mit Osttirol bezug sein und Wiedererkennungswert haben, mein Vorschlag die Silhouette des Großglockners vom Ködnitztal aus, würde sich toll machen in Glas und Nachts beleuchtet.

Seien wir doch etwas Stolz auf das was wir haben!!

bergfex vor 3 Jahren

......... lassen in der Kontur an der Oberseite eine liegende Frau erkennen...............

Ich protestiere auf das Schärfste, und zwar wgen dem "Frauenkörper".

Ich bestehe darauf, dass auch ein Männerkörper zu sehen ist.

Mir hat der Genderwahn schon ganz schön zugesetzt. (Ironie aus)

realist vor 3 Jahren

PORTALE - Im Großen und Ganzen ein guter Entwurf! (Bergspitzen sind besser als Frauenkontur)

LOGO - Das Alte schaut wesentlich besser aus!

tmilk vor 3 Jahren

tolle idee, dass die alten, herabgekommenen Eingangsbeschilderungen ersetzt werden sollen ... die skulptur für sich gefällt mir außerordentlich gut ... der Sockel aus Serpentin in Verbindung mit dem gebrochenen Glas zeigt sich als Einheit ... mit der oben liegenden Frau bekommt das Kunstwerk noch das gewisse Extra ... die integrierte LED-Beleuchtung interpretiere ich als den Beitrag der modernen Technik ...

warum schreibe ich oben ... "... die skulptur für sich ..."? weil mir persönlich einfach die Verbindung zu Osttirol fehlt ... Serpetine ja, Glas nein, LED-Beleuchtung naja, die Frau an der Spitze nein ...

ich hätte da so mehr gedacht an Berge, Dolomitgestein, Flora/Fauna aus dem Nationalpark, ...

Das "neue" OSTTIROL-Logo orientiert sich zu stark am Kärnten-Logo sowie am Weinviertel-Logo. Ein bisschen mehr Eigenständigkeit hätte ich mir da schon erwartet ...

aber trotzdem herzliche Gratulation an die Künstler für diese Skulptur ... mir gefällts nur nicht in diesem Kontext ...

marktla vor 3 Jahren

Liebe Künstler!

Mir persönlich gefällt eure Idee wirklich gut, allerdings bitte, bitte, bitte lasst die Frau aus dem Spiel. Ich habe zwar die Interpretation gelesen und verstehe auch was gemeint ist, allerdings befürchte ich, dass der Großteil die flach liegende Frau nicht als Symbol für Erde, Mutter und Natur erkennt.

DimebagDarell vor 3 Jahren

Schaut cool aus, am oberen Rand wären aber Berggipfel die bessere Wahl als eine "aufgebahrte" Frau. Wie schon von einem Vorposter richtig erkannt!!

Cato vor 3 Jahren

Also wenn ich ehrlich bin erinnert mich der Entwurf - vor allem bei Nacht - eher an einen aufgebahrten Leichnam der gen Himmel fährt. Neben derart stark befahrenen Straßen eine völlig unpassende Symbolik.

Bei Tag finde ich es zwar fad, könnte mich damit aber durchaus anfreunden. Wenn auch die Bezeichnung "Osttirol" in Bodennähe erst gefunden werden muss - vom Hinweis auf den Nationalpark Hohe Tauern ganz zu schweigen. Dadurch erweckt das Ganze den Anschein, dass sich da eher zwei Künstler verwirklichen möchten, als dass sie den Bezirk die ganze Aufmerksamkeit zukommen lassen wollen.

Der Schriftzug... pfuh... fällt wohl in die Kategorie "lieber gut kopiert, als schlecht erfunden". Ich sage nur: Weinviertel... So gesehen: vielleicht einfach noch mal drüber nachdenken und ein wenig an den Feinheiten feilen.

viking vor 3 Jahren

Wie lautete nochmal das Thema? Ein Denkmal für Verkehrstote?

chiller336 vor 3 Jahren

Gefällt mir sehr gut bis auf die Konturen der Weiblichkeit am oberen Rand. Osttirol, das Berg Tirol, besteht nicht aus kuppenförmigen Berggipfeln, sondern aus spitzen, schroffen Gipfeln und durch die Färbung des Glasses, welche mich sehr stark an Eis und Gletscher erinnert, fände ich es angebrachter, auch den oberen Abschluß dementsprechend zu gestalten. Besonders am "Südportal" nahe des Grenzlandstüberls könnten die Rundungen doch falsch verstanden werden - im heiligen Land Tirol.

Was mir jedoch nicht gefällt, ist der neue Schiftzug des Osttirol Logos sowie - wenns denn genau das Rot ist welches im Entwurf abgebildet ist - die Farbgebung.

Alles in Allem ein gelungener Vorschlag, der hoffentlich - auch am Iselsberg - umgesetzt wird ... und zwar bald ... denn diese unansehnliche, an Twin Peaks erinnernde, Holzkonstruktion der aktuellen Portale ist bei Gott schon heruntergekommen und einfach nicht mehr ansehbar und eine Ern euerung derselben sollte doch auch einen Schritt in die Zukunft weisen - wirtschaftlich, modern, zukunftsorientiert, wie wir es auch in unserem Osttirol haben wollen.

reloritreffok vor 3 Jahren

Schantlee !

Warum kann man nicht einfach ein Schild aufstellen:

Bezirk Lienz Land Tirol

?

senf vor 3 Jahren

dass es an der zeit ist, die alten betonklammern als tirolmonument zu entfernen, steht ausser frage, was aber jetz als zeitgerecht angesehen wird, ist mir schleierhaft. ein bild, dessen hauptaussage auf seinen rahmen gepinselt wird entspricht wohl mehr abstrakter kunst, als dem verständnis seiner "konsumenten" und der nationalpark bekommt - hier fast in den sand gesteckt - noch mehr randbedeutung. bin mal gespannt, was nach "beschäftigung der marketingabteilung" vom inzwischen bewährten und zeitlosen logo übrig bleibt, vielleicht wird aber dem reisenden bei dieser gelegenheit endlich klar gemacht, dass er sich in tirol befindet und vielleicht bekommt er auch ein info-faltblatt mit erklärungen zum weiblichen körper, um seine erwartungshaltung spätestens in nikolsdorf oder sillian zu korrigieren. bin auch auf die reaktion unserer vordenker gespannt. . ich bin jedenfalls überzeugt, dass die ersten anrainer im kärntner drautal für den gelungenen und kostenlosen neuen "ankünder" dankbar sein werden :-) . schlipfkrapf hat gar nicht so unrecht, wozu ein kunstwerk am straßenrand. ich erlaube mir zu ergänzen: für vorbeifahrende reicht das einzig logische unnd lesbare logo "tirol" mit dem zusatzlogo "osttirol" (ohne relaunch!). vielleicht sollte/könnte man auch mit den nachbarn (südtirol, kärnten, salzburg) kooperieren.

RSMRB vor 3 Jahren

Ein wirklich schöner Entwurf! Hoffentlich wird er bald umgesetzt. Gratulation an den Künstler und auch an die Verantwortlichen zum Mut zur schlichten Eleganz!

lego vor 3 Jahren

Finde es eine super Idee, da ich es für etwas Außergewöhnliches halte, das die Blicke auf sich zieht.

Schade finde ich, dass sich das Logo farbmäßig überhaupt nicht vom 'Tirol' - Logo abheben kann. Hätte mir da eine stärkere Differenzierung erwünscht, wenn man schon die Einzigartikeit und Verschiedenheit unseres Bezirkes hervorheben möchten.

Ansonsten eine gelungen Präsentation!

schlipfkrapf vor 3 Jahren

Ich stell mir gerade die Frage, ob Einfahrtsportale überhaupt noch zeitgemäß sind? Egal aus welcher Richtung ich mich als Osttiroler meinem Heimatbezirk nähere, ich weiß es: weit ist es nicht mehr nach Hause, wenn ich am Südportal aus dem Felbertauerntunnel schlüpfe, an einem Oberdrauburger "Etablissement" vorbeigefahren bin oder auf der Rückreise ins Grenzgebiet "Winnebach-Arnbach" komme und vielleicht noch Halt mache, um mir eine echte italienische Pizza zu gönnen.

Touristen, die nach Osttirol kommen, um hier ihren Urlaub zu verbringen, folgen den Routen, die ihre Navigationsgeräte berechnet haben oder suchen sich den Weg über Google Maps auf ihren Smartphones. Man sieht, wo man sich gerade befindet und wie lange es noch bis ans Ziel ist. Das selbe gilt auch für den gesamten Transitverkehr.

Da braucht's meiner Meinung nach keine "Kunstwerke" am Straßenrand.

MelissaM vor 3 Jahren

Mir gefällt das überhaupt nicht. Gut gemeint. Mehr nicht.

Zimml vor 3 Jahren

Sehr gelungen! Bitte so schnell als möglich umsetzen, denn die alten verfaulen jämmerlich an Osttirols Einfahrten! Man sollte vielleicht auch an die Einfahrt am Iselsberg denken, denn dort ist die Frequenz nicht zu unterschätzen.