1. Klasse A: Positive Bilanz der Osttiroler Vereine

Die letzte Saison im „alten System“ im Dolomitenstadt-Rückblick.

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Welches Team erfüllte die Erwartungen, welches nicht? Und wer schoss am meisten Tore in der abgelaufenen Saison. Fotos: Brunner Images

Wir präsentieren Ihnen einen Rückblick auf die abgelaufene Saison der 1. Klasse A aus der Sicht der Osttiroler Vereine. Im neuen Spieljahr kommt es in dieser Klasse zu einer gravierenden Änderung: Die gesamte Klasse (16 Mannschaften) wird in zwei 8er-Gruppen aufgeteilt. Diese werden im Herbst eine komplette Hin- und Rückrunde absolvieren. Im Frühjahr spielen die besten vier Mannschaften beider Gruppen den Meistertitel aus, während die jeweiligen letzten vier Mannschaften den Absteiger ermitteln.

Wie lief die Saison 2013/2014 für die Osttiroler Vereine?

URC THAL/ASSLING | 3. Platz | 51 Punkte | Torverhältnis 54:29
Die Pustertaler können mit der Saison sehr zufrieden sein. Trotz des Fehlens von Stammspielern wie Mohamed Hashala und Robert Gasser im Frühjahr, konnten die Mannen von Trainer Günter Tabernig bis zuletzt an der Tabellenspitze mitkämpfen. Ein großer Nachteil war sicherlich, dass man aufgrund der Platzrenovierung in Thal/Assling, alle Spiele der Rückrunde in der Fremde bestreiten musste. Dennoch belegte man in der Rückrunde auch den ausgezeichneten dritten Platz.

FC UNION RAIFFEISEN SILLIAN/HEINFELS | 5. Platz | 42 Punkte | Torverhältnis 66:48
Für die Sillianer war es eine Saison die sie wohl noch sehr lange in unliebsamer Erinnerung haben werden. Beim Spiel in Nötsch kam es zu einem schrecklichen Vorfall, bei dem zwei Sillianer Spieler durch einen Blitzschlag lebensgefährlich verletzt wurden. Wie durch ein Wunder konnte Alexander Böhm bereits wenig später wieder spielen und auch Thomas Walder befindet sich auf dem Weg der Besserung. Durch diesen Vorfall gerieten die durchwegs zufriedenstellenden sportlichen Leistungen etwas in den Hintergrund.

TSU NIKOLSDORF | 7. Platz | 38 Punkte | Torverhältnis 50:46
Als Aufsteiger holten die Nikolsdorfer nach Anfangsschwierigkeiten, nur vier Punkte aus den ersten sechs Spielen. Danach überzeugten sie voll und lehrten so manchen Großen das Fürchten. Mit der schweren Verletzung von Spielmacher Gernot Niedertscheider kam ab der 21. Runde etwas Sand in das Getriebe. Dennoch waren Martin Trutschnig und Co auf jeden Fall eine Bereicherung für die Klasse.

SV DOBERNIK TRISTACH | 8. Platz | 31 Punkte | Torverhältnis 30:41
Wie schon in den vergangenen Jahren hatte Trainer Bernhard Zoier auch in diesem Jahr, aufgrund der zahlreichen Studenten die in seiner Mannschaft standen, immer wieder mit Personalproblemen zu kämpfen. Doch dem Taktikfuchs gelang es in seiner letzten Saison in Tristach seine Mannen immer wieder optimal auf den Gegner einzustellen Auffallend ist, dass die Tristacher in 26 Spielen 13 Mal Unentschieden spielten und damit die „Remiskönige“ in der 1. Klasse A sind.

FC DÖLSACH | 11. Platz | 27 Punkte | Torverhältnis 30:49
Nicht ganz zufrieden können die Dölsacher mit dieser Saison sein. Obwohl man zu Hause immerhin den Meister Nötsch und den Drittplatzierten Thal/Assling schlagen konnte, waren die Leistungen zu wenig konstant. Ein Unlauf in den letzten fünf Spielen, die man allesamt verlor, verhinderte eine bessere Platzierung im Endklassement.

TSU VIRGEN | 12. Platz | 20 Punkte | Torverhältnis 42:78
Mit etwas mulmigen Gefühlen war Trainer Harald Panzl nach dem Aufstieg in die Saison 2013/2014 gegangen. Nach dem Abgang seiner Routiniers Harald Trager und David Resinger hatte er eine blutjunge, unerfahrene Mannschaft zur Verfügung. Doch die rein aus Virgener Akteuren bestehende Elf zeigte großes Kämpferherz und schaffte schlussendlich souverän das angepeilte Saisonziel, den Klassenerhalt.

Dei beiden "Männer des Spieles" - der dreifache Torschütze Clemens Gesser (links) und Alexander Böhm, der wenige Tage nachdem er von einem Blitz getroffen wurde wieder auf dem Platz stand. Fotos: Brunner Images
Tauchte der Sillianer Clemens Gesser (links) vor dem Tor auf, folgte meist kurz darauf der Torjubel. Hier mit Alexander Böhm.

Die Osttiroler Top-Torjäger

1. Platz | 17 Tore
Clemens GESSER (FC Sillian)
2. Platz | 16 Tore
Christoph JESTL (TSU Virgen)
3. Platz | 15 Tore
Robert GASSER (Thal/Assling)
Martin TRUTSCHNIG (TSU Nikolsdorf)
Gernot NIEDERTSCHEIDER (TSU Nikolsdorf)
6. Platz | 12 Tore
Manuel GRÜNER (FC Sillian)

Die Kartenspieler

Jeweils eine rote Karte erhielten Michael Jungmann (Thal/Assling), Thomas Walder (FC Sillian), Marcus Etzold, Marc Mareschi und Ronald Linder (alle TSU Nikolsdorf), Martin Micheler (SV Tristach), Kurt Tscharnig, Kevin Köffler und Fabian Kashofer (alle FC Dölsach), Stefan Stemberger, Martin Assmair und Marco Gasser (alle TSU Virgen).

Bei den Ampelkarten liegt der Virgener Florian Wibmer mit zwei Gelb-Roten in Führung. Jeweils eine erhielten vier Spieler vom FC Sillian, je drei Spieler von Nikolsdorf, Tristach, Dölsach und Virgen.

Gelbe Karte

1. Platz | 10 Karten
Johannes BACHER (TSU Virgen)
2. Platz | 9 Karten
Andreas MÖSSLACHER (TSU Nikolsdorf)
Michael SCHNEIDER (TSU Nikolsdorf)
4. Platz | 8 Karten
Lukas GURSCHNER (FC Dölsach)
Manuel STOCKER-WALDHUBER (Thal/Assling)
Manuel GRÜNER (FC Sillian)
Christoph JESTL (TSU Virgen)

Die Marathonmänner

1. Platz | Christian FUCHS (Thal/Assling)
2430 Minuten in 27 Spielen (90 Minuten pro Spiel)

2. Platz | Patrick HAINZER (Thal/Assling)
2303 Minuten in 26 Spielen (88 Minuten pro Spiel)

3. Platz | Markus LUSSER (Thal/Assling)
2250 Minuten in 25 Spielen (90 Minuten pro Spiel)

4. Platz | Kevin KÖFFLER (FC Dölsach)
2240 Minuten in 25 Spielen (89 Minuten pro Spiel)

5. Platz | Clemens GESSER (FC Sillian)
2201 Minuten in 25 Spielen (88 Minuten pro Spiel)

6. Platz | Christian KORUNKA (TSU Nikolsdorf) und Johannes GANNER (FC Sillian)
2160 Minuten in 24 Spielen (90 Minuten pro Spiel)

8. Platz | Martin MICHELER (SV Tristach)
2155 Minuten in 24 Spielen (89 Minuten pro Spiel)

assling
Der Asslinger Goalie Christian Fuchs stand am längsten auf dem Platz.

Zum Großteil erfüllten alle Vereine ihre Erwartungen, dazu überraschte der URC Thal/Assling, der seit 1983/84 seine beste Saison spielte, die Fußballexperten positiv. Gespannt darf man bereits jetzt auf den neuen Austragungsmodus in der Saison 2014/2015 sein – viele spannende Osttirol-Derbys sind vorprogrammiert.

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