Es geht nicht um Tamarisken – es geht um Kraftwerke

Lässt sich Ingrid Felipe gerade von Andreas Köll einkochen? Ein Kommentar.

Was für ein Theater – die Bürgermeister des Planungsverbandes 34 fahren nach Innsbruck und vergleichen „ihre“ Tamariskenstudie mit der Studie der Umweltabteilung des Landes. Die jeweiligen Studienautoren hatten ähnliche Forschungsaufträge und kamen offenbar zu unterschiedlichen Ergebnissen. Überflüssig sind beide Studien.

Nicht nur, weil die Isel und ihre biologischen Rahmenbedingungen ausreichend untersucht sind, sondern weil es nicht um das geht, was jetzt zum Inhalt des großen Palavers gemacht wird. Es geht nicht um Natura 2000. Und es geht schon gar nicht um die Tamarisken. Es geht einzig und allein um mehrere Kraftwerksprojekte an der Isel. Hinter diesen Projekten stehen unterschiedliche Interessensgruppen. Es wurde viel Geld investiert.

Größtes Projekt und am meisten umstritten ist das 144 Millionen Euro teure Ausleitungskraftwerk an der Oberen Isel. Nur ein paar Meter nach den berühmten Umbalfällen würde es den noch jungen Gletscherfluss zu gut zwei Dritteln in ein 13 Kilometer langes Rohr zwängen. Dieses Projekt ist nicht nur ökologisch fragwürdig, es gilt selbst in ÖVP-Kreisen als wirtschaftlich grenzwertig. Hinter vorgehaltener Hand sind nicht einmal alle Iseltaler Bürgermeister dafür. In der Projektgesellschaft sitzen neben der Planungsfirma INFRA die beiden Gemeinden Virgen und Prägraten. Mittlerweile liegen die Nerven blank, weil Abwarten viel Geld kostet und die Unsicherheit potenzielle Investoren vertreibt.

Zweiter Hotspot ist der Tauernbach, ein Iselzubringer in Matrei. Im Gegensatz zu Virgen sind dort zwei wirklich schwergewichtige Player aktiv. Einerseits die Tiwag, andererseits der Matreier Bürgermeister Andreas Köll. Ihm spült nur der Tauernbach Geld in die Kassen. Von einem Kraftwerk in Virgen hat er nichts. Tiwag-Boss Bruno Wallnöfer und Andreas Köll gebärden sich vordergründig als Umweltschützer. Beide holten sich 2006 bei dem Versuch, ein Pumpspeicher-KW am Tauernbach in Raneburg zu bauen, eine blutige Nase. Sie haben daraus gelernt, das Projekt verfeinert und mit einem grünen Mäntelchen in der Proseggklamm versehen.

Was eigentlich eine Frage der Haltung wäre – vor allem für eine Grünpolitikerin wie Ingrid Felipe – machen Köll & Co. zum Wettstreit der Tamariskenforscher. Und Felipe fällt darauf herein. Foto: Dolomitenstadt/Egger
Was eigentlich eine Frage der Haltung wäre – vor allem für eine Grünpolitikerin wie Ingrid Felipe – machen Köll & Co. zum Wettstreit der Tamariskenforscher. Und Felipe fällt darauf herein. Foto: Dolomitenstadt/Egger

Vor allem Köll ist gerade dabei, der nach wie vor recht unbedarften grünen Landesrätin Ingrid Felipe eine Lehrstunde in politischer Taktik zu geben. Ausgerechnet er bemüht sich mit auffallendem Eifer um ein Image als Natura 2000-Befürworter. Köll ist ein Meister des Kleingedruckten, der juristischen Spitzfindigkeit und des politischen Winkelzugs. Die aktuelle Diskussion trägt klar seine Handschrift. Aus einer ganz simplen Forderung der EU-Kommission und des wirtschaftlichen Hausverstandes – kein Kraftwerk an der Isel und Naturschutz für die ganze Region – macht Köll ein raffiniertes Spiel mit Planquadraten und Gewässerkategorien, Grundstücksgrenzen und Tamariskengenetik.

Was eigentlich eine Frage der Haltung wäre – vor allem für eine Grünpolitikerin wie Ingrid Felipe – machen Köll & Co. zum Wettstreit der Tamariskenforscher. Und Felipe fällt darauf herein. Oder spielt mit, was nicht naiv sondern verwerflich wäre. Plötzlich ruft auch sie nach „Daten und Fakten“. Als lägen diese nicht schon seit Jahren auf dem Tisch. So zu tun, als ob Gutachter über das Ausmaß an Naturschutz zu entscheiden hätten, ist politische Selbstverstümmelung. Wozu wurden denn die Grünen gewählt? Doch nicht um Studien zu interpretieren, sondern um Flagge zu zeigen. Statt mutig zu sein, versucht es die Landesrätin mit Taktik. Nur ja nicht die Macht riskieren. Felipe wird demnächst spüren, dass sie diese Macht gar nicht hat. Sie ist längst Marionette.

Am 24. Juli wird ein „Kompromiss“ präsentiert werden. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Medien sind wie schon beim letzten Meeting im Kesslerstadel nicht eingeladen. Mein Tipp: Das Kraftwerk in Virgen wird geknickt, was die Grünen – von Kölls und Geislers Gnaden – als ihren Sieg verkaufen dürfen. Das Kraftwerk am Tauernbach kommt, ebenso ein Erweiterungsprojekt im Defereggental, was die schwarze Energie-Lobby und Andreas Köll zu den wahren Gewinnern macht. Durch die Finger schauen die Virger und Prägratener. Sie werden wie immer den anderen „da draußen“ die Schuld geben, nicht ihren eigenen Bürgermeistern, die ihnen die Suppe eingebrockt haben.

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15 Postings bisher
Tomaso vor 3 Jahren

Der Energiemarkt befindet sich halt derzeit im Umbruch, Frankreich baut neue Atomkraftwerke, Deutschland fördert Windkraft und Photovoltaik mit Milliarden - das sind völlig andere Voraussetzungen als in den 60er Jahren, schon alleine, weil Spitzenstrom immer seltener nachgefragt wird und Grundstrom fast unbegrenzt zur Verfügung stünde, würde man endlich mal das Stromnetz ausbauen. In Norddeutschland ging jetzt der Kernfusionsreaktor "Wendelstein X7" in Betrieb. 1 Mrd Euro wurden investiert und man rechnet bis 2060 mit der Marktreife. Auf wie viele Jahre wird ein Wasserkraftwerk abgeschrieben? Was Kölls Künste betrifft, kann ich nichts sagen, aber jemand, der die eigene Gemeinde ordentlich verschuldet hat, das dann per kreativer Buchhaltung zu reparieren versucht und als Ausweg in ein problematisches Kraftwerksprojekt investieren möchte - ist das ein Hinweis auf besondere fachliche Fähigkeiten?

Detektor vor 3 Jahren

> karli8:

ein bißchen mehr bei den Tatsachen bleiben. Wenn pauschal behauptet wird, dass Wasserkraftwerke "über Drängen der Grünen reihenweise abgelehnt werden" - bitte aus dieser Reihe wenigstens zwei oder drei Beispiele!

Und wenn Graz zitiert wird: karli8 sollte dann auch die Steiermark-Ausgabe der Kleinen Zeitung lesen:

Ausgabe vom 7. September 2013, Seite 16: "Murkraftwerk Graz geht der Saft aus Knalleffekt um das geplante Murkraftwerk in Graz: Die umstrittene Staustufe dürfte vorerst doch nicht gebaut werden. Die Marktbedingungen machen das Projekt unrentabel" und weiter: Erst vor einer Woche hatte der Bundesumweltsenat dem Projekt den letztgültigen Segen erteilt – jetzt steht das geplante Murkraftwerk in Graz-Puntigam vor dem Aus. Zwar sind die wesentlichen rechtlichen Hürden für die umstrittene Staustufe nach einem jahrelangen Ritt durch die Instanzen gemeistert, doch bei Energie Steiermark und Verbund ist an einen Baubeschluss nicht zu denken. Der Grund: Das 97-Millionen-Euro-Projekt wäre für die Konzerne derzeit nicht rentabel. Ein absolut fertig genehmigtes Projekt! Dieses Kraftwerk ist voll bewilligt! Und die Mur hat ungleich mehr Winterwasserführung als die Isel. Sollte karli8 auch wissen und bedenken.

karli8 vor 3 Jahren

da möcht ich schnell was von Herrn Haidenberger aufgreifen...

"....Das Burgenland produziert mit Windkraftanlagen inzwischen seinen gesamten Stromverbrauch selber (bilanziert) ...."

Ja die schöne Bilanz machts ja immer aus... dann einfach mein Vorschlag, wie wäre es wenn wir mal anstreben alte Kohlekraftwerke, die in Österreich noch zur genüge laufen, durch - wenn auch wenig rentable - Wasserkraftwerke (Lauf und Pump-Speicherkraftwerke) zu ersetzen, damit wir das uns gegebene Potential nutzen und bilanziell unseren Wasserkraftanteil nach oben schrauben.

Dazu hat Herr Haidenberger auch den nächsten Verweis der meinen Vorschlag unterstreicht parat... in Graz/Mellach steht ein modernes GUD-Kraftwerk des Verbund. Und da das Gas momentan sehr teuer, im Vergleich zu vor 10 Jahren, ist, rentiert es sich einfach nicht zu produziern und die neue Gasturbine steht still. Das Fernwärmenetz der Stadt Graz muss aber weiterbetrieben werden, dafür wird ein alter Kohlekessel genutzt, der soviel Emissionen produziert dass es jedem Umweltschützer die Nägel aufdrehen müsste. Im Gegenzug sind Wasserkraftprojekte in der Nähe reihenweise abgelehnt worden und das auch speziell auf Drängen der Grünen....

Cato vor 3 Jahren

@ Satyr: In 30 Jahren wird es wahrscheinlich kaum noch Gletscherflächen im Bereich des Einzugsgebietes des Kraftwerks geben. Daher muss es sich in dieser Zeit für die "Infra" rentieren. Was es lt. Widmann tut (obwohl er selber betont, dass es in 30 Jahren keinen Gletscher mehr gibt - spviel zur Nachhaltigkeit).

Danach können die Virger und Prägratner zuschauen wie ihr Kraftwerk vor sich hin bröselt, während sie wohl noch immer ihre dafür aufgenommenen Schulden zahlen. Denn zum einen sind die kolportierten "Gewinne" noch mit 25 % zu verzinsen - was beiden Bürgermeistern der Gemeinden klar ist, nur sagen sie es eben nie dazu, weil 400.000 eben doch schöner klingt als 300.000 - vor allem wenn man es noch zu 50 % untereinander aufteilen muss. Und zum anderen, weil die Zinsen derart am Boden liegen, dass man kaum damit kalkulieren kann.

Dass sich das KW rentieren wird steht außer Zweifel, die zu stellende Frage aber lautet: für wen? Kleiner Tipp: es fängt mit "I" an und hört mit "nfra" auf. So gesehen: AB IN DIE SCHUBLADE DAMIT... und die darin liegende Studie der gepanten "Photovoltaikanlage" einfach mal wieder raus holen. Immerhin wurde die ja auch bereits vor Jahren fertig erstellt.

spitzeFeder vor 3 Jahren

Lieber Herr Thomas Hsienberger, schön, dass Sie das wissen. Eine Bitte: Könnten Sie das auch der Frau LH-Stv. Ingrid Felipe mitteilen? Danke!

satyr vor 3 Jahren

Wasserkraftwerke sind derzeit nüchtern betrachtet wohl wirklich nicht die beste Geldanlage. Wenn man allerdings die Situation in ganz Europa auf die nächsten 20 - 30 Jahre betrachtet, stellt sich die Sachlage ein wenig anders dar. Durch die laufzeitbdingt notwendige Stillegung von Kernkraftwerken in ganz Europa, besonders in Frankreich und der Schweiz wird sich der 24/7 verfügbare Strom verringern. Die Schweiz z.B. hat ihre Wasserkraft lt Studie zu über 80% ausgebaut und wird daher nur schwer ihre Kernkraftwerke als Grundlastversorger ersetzen können. Wind und Sonnenstrom sind von ihrer Konzeption nicht in der Lage rund um die Uhr Strom zu produzieren. Windkraftanlagen haben leider relativ hohe Wartungskosten, die Photovoltaik leidet an der begrenzten Lebensdauer ihrer Module. (siehe Pleitewelle der Sonnenstrombranche) Daher wird Strom aus diesen Quellen mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich teurer werden. Längfristig dürfte deshalb rund um die Uhr verfügbarer Strom an Bedeutung gewinnen. Laufkraftwerken leisten leider im Hochwinter deutlich weniger, Solarstrom gibts aber in vielen Lagen von Mitte November bis Mitte Februar fast gar nicht.

In Zukunft wird man daher in ganz Europa alle verfügbaren Energiequellen in der Reihenfolge ihrer geringsten ökologischen Auswirkung nutzen müssen, besonders wenn Kernkraftwerke zugesperrt und keine neuen gebaut werden.

Thomas Haidenberger vor 3 Jahren

Es geht nicht um die Tamariske - es geht ums liebe GELD! Leider sind die Berechnungen der Planer (von 2012) inzwischen von der Realität überholt worden.

Bei der im Juli 2012 vorgestellten Wirtschaftlichkeitsstudie wird von einem Erlös von EUR 57,- je MWh (5,7 Cent / Kilowattstunde) ab Betriebsbeginn 2017 ausgegangen. Damals lagen die durchschnittlichen Erlöse noch bei rund 5 Cent / kWh. Inzwischen ist aber keine steigende Tendenz zu beobachten, sonder eine deutlich sinkende. Derzeit kostet im Sommer (Hauptproduktion an allen Flüssen in Osttirol) Strom an der Börse zwischen 3 und 3,5 Cent / kWh.

Die EUR 400 000 pro Jahr, die ab Betriebsbeginn an die Gemeinden fließen sollen, sind keine Erlöse aus Stromverkäufen, sondern Zinsen für das "Gesellschafterdarlehen" (so wird das von den Gemeinden eingebrachte Eigenkapital genannt, das ja durch den Verkauf eines Teils der 50% Anteile an der Kraftwerksgesellschaft hereinkommen soll) Der dabei angesetzte Zinssatz ist mit rund 4,5 % wohl eher im Reich der Träume anzusiedeln - der Leitzins in Euroraum liegt derzeit bei 0,25%. Bei den Erträgen gibt es übrigens noch einen gravierenden Pferdefuß: Seit einer Änderung im Steuerrecht sind Erträge aus Gesellschafterdarlehen nämlich der 25%igen Kapitalertragssteuer unterworfen. Über Nacht wurden also die veranschlagten EUR 400.000,- um 100.000 weniger, und das jährlich. Wenn jetzt auch noch die kalkulierten Erlöse aus dem Stromverkauf nicht eingehalten werden können, dann wird sich die Rückzahlung der Kredite verzögern, die FInanzierungskosten steigen und der Geldsegen ... So viel zu den Finanzen. Aber das waren ja schließlich "Wahlversprechen" im Vorfeld der Volksbefragung. Da passt es dann ja, wenn sie nicht halten.

In Tirol laufen derzeit über 1000 Wasserkraftwerke in allen Größen. Dass trotzdem Strom importiert wird, stimmt, braucht aber eine genauere Betrachtung: Im Winter reicht schlicht das laufend verfügbare Wasser nicht aus, um genug Strom zu erzeugen. (Daran würden auch weitere Kraftwerke an den Osttiroelr Gletscherbächen nichts ändern!) Dafür gibt es die Pumpspeicherkraftwerke. Der dort erzeugte Spitzenstrom wird aber trotzdem exportiert. Dafür gibt es ein Mehrfaches an Grundlast als Gegenleistung. Das ist schon seit Jahrzehnten so, verschlechtert aber die Bilanz. Auch kann der Pumpstrom, mit dem die Speicherseen während der Nacht wieder gefüllt werden, nicht zu 100 % wieder erzeugt werden. Gemeinsam mit den Leitungsverlusten gehen 25 - 30 % verloren. Auch das geht zu Lasten der Bilanz. Dass auch die Großkraftwerke der Verbundgesellschaft nicht in der Bilanz aufscheinen, ist noch ein weiterer Mosaikstein für das Bild von den Stromimporten nach Tirol.

Vor wenigen Wochen hat die e-Control mitgeteilt, dass die bestehenden Kraftwerke den Gesamtbedarf aller österreichischen Verbraucher am kältesten Wintertag 2,3 mal abdecken können. Fertig geplante und genehmigte Wasserkraftwerke werden wegen wirtschaftlicher Unsicherheit nicht realisiert (Österreich und Schweiz) Das Burgenland produziert mit Windkraftanlagen inzwischen seinen gesamten Stromverbrauch selber (bilanziert) . Die Verbundgesellschaft mottet moderne Gaskraftwerke mangels Auslastung ein. Die großen deutschen Stromversorger erleben massive Gewinneinbrüche oder schreiben sogar rote Zahlen. Ob das gute Argumente für neue Kraftwerke in Osttirol sind, möge jede(r) selbst beurteilen.

F_Z vor 3 Jahren

Also klassisches Argument für Wasserkraftwerke ist das es im Betrieb keine CO2-Emissionen gibt, und das man mit Speichern Stromverbrauchsspitzen abdecken kann. Je nach Größe des Speichers ist auch ein gewisser Hochwasserschutz gegeben, und Pump-Speicherwerke sind zurzeit wohl die beste Möglichkeit größere Strommengen zu speichern. Laut Berechnung der Planer (von 2012) sollte das Iselkraftwerk ab Betriebsstart € 400.000 pro Jahr für die Gemeinden abwerfen, und nach Rückzahlung der Baukostenkredite ca. € 2.400.000 pro Jahr. Die Ausgaben von Gemeinden steigen, und die Einnahmen von Gemeinden mit wenigen Gewerbetrieben sind gering.... Ein anderes Argument für ein Kraftwerke ist ganz einfach: Was ist dir lieber, ein Kraftwerk in Österreich wo wir die Bauart und die Auflagen bestimmen - oder ein Atomkraftwerk 40km vor der österreichischen Grenze, bei dem die Sicherheitstechnik wohl nicht unseren Standart hat, und wir kaufen deren Strom? Sowohl Tirol als auch Österreich sind Stromimporteure - und der Strombedarf steigt...

le corbusier vor 3 Jahren

kann mir bitte jemand argumente für ein kraftwerk erklären? gewässer sind öffentliche güter und daher ist immer der impact auf die gesellschaft entscheidend und nicht die interessen einzelner investoren.

strombedarf und arbeitsplätze - stimmt nicht und arbeitsplätze vielleicht 2. wirtschaftlich - kaum. abwanderung stoppen - mmhhh.

ich mein das ernst, kann mir bitte jemand ein argument nennen? wüsste echt gern eins. (nicht sarkasmus)

F_Z vor 3 Jahren

Das Österreich Stromimporteur ist wisst ihr aber schon?

gnom vor 3 Jahren

@tauernwind weil die Isel im Winter ja soooooo viel Wasser führt........

tauernwind vor 3 Jahren

Lt. meiner Meinung geht es vielen Kraftwerksgegnern nicht um die Isel sondern wie meist in der Politik will man einfach nicht dasselbe wie das andere Lager.

Meistens hat da jemand einen Posten, eine Förderung, eine Genehmigung,.... oder sonst was nicht erhalten und man hat sein Feindbild und ist gegen alles was dieser eben will. Genau so wird in unserem Land regiert.

Und so lange ist es gar nicht her da wurde in die Isel alles Mögliche geschüttet und gekippt (Abwässer der Gemeinden) die Tameriske scheint das auch nicht gestört zu haben.

Keine Frage ich bin ebenfalls gegen einen Raubbau in unserer Natur, vor allem wenn es nur um Stromproduktion geht dessen Strom dann wieder exportiert wird. Aber nur mit Photovoltaik können wir eben auch nicht leben da es in der Nacht und im Winter eben andere Kraftwerke braucht.

Cato vor 3 Jahren

Ich teile die Einschätzung zu 99 %, doch dem Vorwurf, dass die Virger und Prägratner "wie immer den anderen da draußen die Schuld geben", kann ich nichts abgewinnen.

Da wäre ein wenig mehr Objektivität wünschenswert, denn es waren viele - und vor allem - "Virger und Prägratner" die sich "direkt" den Diskussionen in den Heimatgemeinden stellten. Und zwar so vehement, dass langjährige Freundschaften darunter litten und ganze Familien gespaltet wurden.

Also bitte keine Pauschalvorwürfe, denn wenn man die Beteiligung der Pro/Kontra Wasserkraft-Umfrage heranzieht und dann davon ausgeht, dass vorwiegend die Befürworter "für" das Kraftwerk zur Urne schritten - da diese monatelang von PR-Beratern beeinflusst wurden - so ist die Zustimmung "für das Projekt" bei weitem nicht mehr so klar!

chiller336 vor 3 Jahren

bis zu dieser diskussion hat sich doch kein schwein für tamarisken interessiert sag i jetzt mal ganz unverfroren. jeder pleampl weiss mittlerweile, dass es sinnvoll ist, umweltfreundliche, sprich nicht klimazerstörende energie zu produzieren und zu verwenden. irgendwann beisst sich die katz sowieso in eigenen schwanz - nämlich dann wenns durch die drastische erwärmung zum völligen abschmelzen der gletscher kommt und man dann kraftwerke als museen für vergangenheitsbewätigung nutzen kann, wenn kein wasser mehr fliesst

satyr vor 3 Jahren

Könnte es nicht auch so sein daß es der Tamariske in Ainet oder Schlaiten vollständig egal ist (sein kann) ob das Wasser der Isel oder eines Zuflusses eine (verhältnismäßig) kurze Strecke in einem Rohr fließt ? Woher haben die Umweltschützer eigenlich das Wissen was gut oder weniger gut ist ?

Allerdings wird ein Kraftwerk im Virgental sicher nicht die wirtschaftliche Zukunft des Tales sichern, der Nationalpark oder Natura 2000 allein aber auch nicht.

Der Eindruck entsteht, daß Studien oder Expertengutachten nur etwas für Umweltaktivisten gelten wenn sie ihre Meinung bestätigen.

Der Sinn der ganzen teuren Studien sollte doch sein daß ein für die Mehrheit der betroffenen Bevölkerung tragbarer Kompromiß herauskommt.