Videobotschaft der Riverwalker: Save the Isel!

20 junge Leute setzen ein Zeichen für aktiven Umweltschutz.

Keine "Zonierung" sondern einen echten iselschutz fordern die jungen "Riverwalker" auf ihrem Weg von Osttirol nach Slowenien.
Keine „Zonierung“ sondern einen echten Iselschutz fordern die jungen „Riverwalker“ auf ihrem Weg von Osttirol nach Slowenien.

Die jungen „Riverwalker“ des WWF, die sich am 12. Juli nach dem Iselfest in Prägraten auf den Weg flussabwärts machten und seither zu Fuß, mit Rädern und Booten unterwegs Richtung Slowenien sind, haben heute ein Video ins Netz gestellt, auf dem sie zum konsequenten Schutz der Isel aufrufen. Mit dem internationalen Riverwalk wollen die jungen Menschen die Schönheit der Flussökosysteme erfahren und gleichzeitig für ihren Schutz demonstrieren“, so Nathan Spees vom WWF.

Der „Riverwalk“ ist Teil des WWF Jugendprogramms YTAE („Youth Taking Action For The Earth“), er führt die 20 Teilnehmer 14 Tage lang von dem Ursprung der Isel in Osttirol über das Kärntner Drautal und entlang der Soca bis nach Bovec in Slowenien.

Der WWF fordert wie praktisch alle Umweltorganisationen für die gesamte Isel die Ausweisung zum Natura-2000-Schutzgebiet. Dem steht die Meinung der Osttiroler ÖVP und FPÖ gegenüber, deren Bürgermeister, Kammerfunktionäre und Landtagsabgeordnete unisono die „Aussparung“ von Teilen der Isel und ihrer Zubringer aus der Natura 2000-Schutzzone fordern.

Wie an vielen anderen Osttiroler Bächen und der Oberen Drau sollen auch an der Isel und ihren Zubringern weitere Kraftwerke errichtet werden, darunter ein 144-Millionen-Ausleitungskraftwerk wenige hundert Meter nach den berühmten Umbalfällen.

Während die ÖVP und die FPÖ mit Kraftwerken die Abwanderung stoppen wollen, verweisen Umweltschützer, aber auch prominente Touristiker wie TVBO-Obmann Franz Theurl auf das Potenzial unberührter Naturlandschaften für künftige touristische Projekte. Zur Untermauerung dieses Potenzials hat der WWF für die Isel ein komplettes Tourismuskonzept erstellt, das nach dem Muster des „Lechweges“ funktionieren und durch Natura 2000-Förderung auch viele Millionen an EU-Mitteln in die Region bringen könnte. Die grüne Umwelt-Landesrätin Ingrid Felipe will zu diesem Thema bislang keine persönliche Präferenz erkennen lassen und will die Ergebnisse von zwei Expertengutachten abwarten.

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