Fulminante Premiere der „Matreier Volksoper“

Umjubelte Uraufführung von „Gruß an Schloss Weißenstein“.

Es war eine Premiere in mehrfacher Hinsicht. Noch nie wurde in Osttirol eine Oper geschrieben und komponiert und praktisch alle Ensemblemitglieder auf der Bühne sind Laien. Was diese begeisterten Amateure am Freitag, 25. Juli, im berstend vollen Matreier Tauerncenter auf die Bühne zauberten, war deshalb umso erstaunlicher und wurde nicht von ungefähr frenetisch bejubelt. Ein besonders gelungener Auftritt mit seiner „Altmatreier Tanzmusik“ bei einem Promenadenkonzert vor zwei Jahren brachte den leidenschaftlichen Blasmusiker Hansl Klaunzer auf die Idee zu diesem Opernexperiment. Der Erfolg bestätigt die Klasse seiner Musiker und Interpreten auf ganzer Linie.

Es gab Standing Ovations für das Orchester, dessen Instrumentierung ungewöhnlich für eine Oper ist, aber den Charakter des Stückes perfekt inszenierte. Der Gemischte Chor Matrei, die SolistInnen Andrea Oberparleiter als junge Theresia Trost, Michael Feichter als alternder Schlossher Baron Adalbert von Mengershausen und Manuel Egger als Erzähler und Allrounder verschmolzen gesanglich und schauspielerisch mit verblüffender Leichtigkeit  die Genres Volksmusik, Klassik und Musiktheater zu einem stimmigen Gesamterlebnis, das zudem auch noch wirklich unterhaltsam war.

Fotos: Brunner Images

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Es wird gesungen, getanzt, gelacht und gefeiert bei der Oper in Matrei.

Zum Inhalt:

Der Schlossherr Adalbert von Mengershausen verliebt sich bei einem Spaziergang durch den Ort in die junge Matreierin Theresia Trost. Nach einer Absprache mit Theresias Vater verschleppt der Baron das Mädchen ins Ausland. Theresia erhält zwar eine Ausbildung und wird in die adelige Gesellschaft eingeführt, das kann ihr Heimweh nach Matrei aber nicht lindern. Es kommt, was kommen muss: die Hochzeit – ein rauschendes Fest. Es wird gesungen, getanzt, gelacht und – wie auch in Matrei Brauch – sogar die Braut „gestohlen“. Doch der Beziehung zwischen dem Baron und Theresia fehlt das Feuer der Liebe. Bald nachdem Theresias Bruder Alois bei der Gamsjagd verunglückt, ziehen Adalbert von Mengershausen und Theresia nach Deutschland. Theresia ist einsam — das ständige Heimweh, der Verlust des Bruders und das ausgelassene Leben des Barons machen sie krank. Erst auf dem Sterbebett ist sie bereit, ihrem Gemahl zu verzeihen.

Weitere Aufführungstermine:

Samstag, 9. August , 14.00 Uhr
Donnerstag, 14. August, 20.00 Uhr
Sonntag, 17. August, 14.00 Uhr
Samstag, 23. August, 14.00 Uhr
Sonntag, 7. September, 14.00 Uhr
Zusatzveranstaltung: Sonntag, 14. September, 14.00 Uhr

Kartenreservierung:

TVB Matrei, Tel. 050 212 500
Raika Matrei, Tel. 04875 6801

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