Revital antwortet auf die Attacke von Köll & Co.

Das Planungsunternehmen zählt zu Osttirols Vorzeigebetrieben.

Revital zählt zu den führenden Landschaftsplanungsbüros in Österreich. Das Unternehmen von Maria Mietschnig und Klaus Michor ist genau das, was sich diverse „Vordenker“ als unternehmerisches Zukunftsmodell für den Bezirk Osttirol wünschen. Mit „integrierter Naturraumplanung“ unterstützen Michor und sein Team Privatunternehmen, Bundesministerien, Ämter der Landesregierungen, Tourismusverbände und Gemeinden, nicht nur in Österreich, sondern grenzüberschreitend beispielsweise auch in Bayern.

Der Erfolg und die internationale Reputation locken hoch und höchst qualifizierte Mitarbeiter in die Randregion Osttirol. Unter den 42 Revital-Mitarbeitern haben 29 (13 Frauen/16 Männer) einen Universitätsabschluss. Vermutlich kann kein anderes Osttiroler Unternehmen auf eine ähnliche Akademikerquote verweisen.

Von 40 MitarbeiterInnen bei Revital haben 29 einen UNiversitätsabschluss. Fotos: Miriam Raneburger
Von 42 MitarbeiterInnen bei Revital haben 29 einen Universitätsabschluss. Fotos: Miriam Raneburger

Die Attacken des Matreier Bürgermeisters Andreas Köll verstehen die Revital-Mitarbeiter und Klaus Michor nicht. Köll wirft Revital Befangenheit bei der Erstellung des Natura 2000-Gutachtens vor, das in Kals beim Runden Tisch als Lösungsansatz und Nominierungsvorschlag präsentiert wurde. Michor und Mietschnig kontern heute in einer Presseaussendung. Vor allem klären die Landschaftsplaner, von wem der präsentierte Zonierungsvorschlag stammt, nämlich von ihrem Auftraggeber, der Abteilung Umweltschutz des Amtes der Tiroler Landesregierung. Schon während und kurz nach dem Runden Tisch legten einige VP-Politiker, allen voran Köll, Wert auf die Feststellung, dass man nicht von einem offiziellen Landesvorschlag sprechen könne.

„Wir haben einen Auftrag vom Land Tirol, Abteilung Umweltschutz, für die ‚Fachliche Unterstützung zu Natura 2000 – Nachnominierung Tirol‘ erhalten“, erklären die Landschaftsplaner, „dieser Auftrag umfasst konkret die Datenrecherche (Durchsicht aller vorhandenen Daten), Geländeerhebungen, Datenaufbereitung (Digitalisierung und Analyse von Daten) und Prozessbegleitung für die Abteilung Umweltschutz. Die Bearbeitung erfolgt auch in Zusammenarbeit mit anderen Experten (z.B. das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum) und beinhaltet alle in Tirol nachzunominierenden Schutzgüter gemäß Mahnschreiben der Europäischen Kommission von 30.05.2013. Die Entscheidung über Auswahl und konkrete Abgrenzung allfälliger Natura 2000 Gebiete obliegt einzig und allein dem Auftraggeber.“ Daher sei eine Befangenheit nicht gegeben.

Revital lieferte die Entscheidungsgrundlagen, die Schlüsse wurden aber vom Auftraggeber gezogen, dem Amt der Tiroler Landesregierung.
Revital lieferte die Entscheidungsgrundlagen, die Schlüsse wurden aber vom Auftraggeber gezogen, dem Amt der Tiroler Landesregierung.

Konkret wurden alle Zonierungsvorschläge mit der zuständigen Landesrätin Ingrid Felipe und den Beamten der Umweltabteilung in Workshops erarbeitet. Beim Runden Tisch stellte Klaus Michor im Auftrag der Landesabteilung dann drei Vorschläge vor: jenen der Bürgermeister des Planungsverbandes, der Natura 2000 am wenigsten Raum gibt, die Maximalvariante des Umweltdachverbandes und den Fachentwurf der Abteilung Umweltschutz des Amtes der Tiroler Landesregierung.

Auch der Umstand, dass das Gutachten den Teilnehmern in Kals nicht schriftlich übergeben wurde, sei dem Auftraggeber geschuldet, erklären die Planer: „Das Protokoll für den runden Tisch wird von unserem Auftraggeber versendet werden.“ Revital sei durch die Auftragsunterzeichnung dem Land als Auftraggeber verpflichtet und nicht berechtigt, Informationen und Daten an Dritte weiter zu leiten.

Dolomitenstadt hat Revital im Frühjahrsmagazin 2013 vorgestellt. Hier der direkte Link zum Artikel.

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2 Postings bisher
iseline vor 3 Jahren

Warum sorgt eigentlich nicht das Land mit LH Platter, I. Felipe ( Abt. Umweltschutz) und vielleicht auch einmal Herr LR Geisler für die nötige Klarstellung gegenüber den Attacken von A. Köll? Immerhin ist das der Auftraggeber, der zuschaut, wie eine renomierte Firma öffentlich vorgeführt wird.

So gesehen, kann es für eine Unternehmen richtig bedrohlich werden, für das Land zu arbeiten, das von der "Wirtschaftspartei ÖVP" dominiert wird.

bergfex vor 3 Jahren

Und wieder einmal muss man beide Seiten hören. Was werden die "Polterer" dazu sagen? Ich kann es mir denken.