Offener Machtkampf in der Osttiroler ÖVP

Kuenz rügt Köll. Matreier „Austrittswelle“. Platter bleibt gelassen.

Aufrufe zur Mäßigung werden in Matrei mit Parteiaustritt quittiert. So lässt sich das derzeitige Verhalten der Matreier ÖVP gegenüber Landes- und Bezirksvertretern aus den eigenen Reihen zusammenfassen.

In der Diskussion über die Umsetzung der Natura 2000-Richtlinien in Osttirol profiliert sich der Matreier Bürgermeister und Bundesrat Andreas Köll seit Monaten als Anführer der „Hardliner“, zu denen auch die Bürgermeister des hinteren Iseltales zählen, die noch immer auf ein Kraftwerksprojekt hoffen.

Nach dem runden Tisch in Kals polterte Köll besonders laut und attackierte scharf den renommierten Osttiroler Gutachter Klaus Michor. Als die Osttiroler Wirtschaftsbund-Obfrau Silke Steiner wenig Verständnis für dieses Verhalten zeigte, traten drei Gemeinderäte der Köll-Fraktion demonstrativ aus dem Wirtschaftsbund aus (Randnotiz: sie hatten ihre Beiträge nicht bezahlt und waren deshalb de facto gar nicht Mitglieder).

Ein Boxhandschuh? Ein Fehde-Handschuh, hingeworfen von Andreas Köll? Nein. Was sich Günther Platter und Hermann Kuenz hier anschauen ist ein Osttiroler  Schihandschuh der Firma Zanier. Foto: Dolomitenstadt/Egger
Ein Boxhandschuh? Ein Fehde-Handschuh, hingeworfen von Andreas Köll? Nein. Was sich Günther Platter und Hermann Kuenz hier anschauen ist ein Osttiroler Schihandschuh der Firma Zanier. Foto: Dolomitenstadt/Egger

Wenig später fand das sommerliche ÖVP-Theater eine Fortsetzung, als Landeshauptmann Günther Platter von „Parteifreunden“ in Ainet demonstrativ mit Transparenten empfangen wurde, auf denen zu lesen stand „Mehr Einsatz für Osttirol, als Spaß mit Grün“. Platter rief erfolglos zur Abrüstung der Worte auf, er war kaum durch den Felbertauern, als Köll & Co. sogar noch nachlegten und dem Land „Planlosigkeit“ vorwarfen. Dem Landtagsabgeordneten Hermann Kuenz platzte daraufhin der Kragen, er ließ Köll am 18. August über die Tiroler Tageszeitung ausrichten, dass er damit zu weit gegangen sei.

Das wiederum scheint Kölls Mannen in Matrei über die Hutschnur zu gehen. Noch am selben Tag legte der Hubener VP-Ortsparteiobmann Ernst Riepler demonstrativ mit einem offenen Brief an Günther Platter sein Amt zurück. Die Aussagen von Kuenz würden ihm zeigen, „dass das nicht mehr meine Partei ist.“ Kurz später quittierte auch der Matreier VP-Gemeindeparteiobmann Josef Mühlburger sein Amt.

Auch er schreibt „offen“ (sprich mit Verteiler an alle Medien) an Landeshauptmann Platter: „Wenn man in dieser Partei nicht mehr die Wahrheit sagen darf und man seitens der Tiroler Volkspartei und des Osttiroler Abgeordneten Hermann Kuenz weiterhin so respektlos mit der Iseltaler Bevölkerung und den Anliegen von deren Wirtschaft umgeht, so ist dies nicht mehr meine Partei!“

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„Was mit den Fördermitteln geschehen wird, bestimme immer noch ich.“ Günther Platter im Exklusivinterview mit dolomitenstadt.at.

Als die Mails von Riepler und Mühlburger bei dolomitenstadt.at eintrafen, war der Landeshauptmann gerade zu Besuch in der Redaktion, stellte sich hinter Kuenz  und gab sich in einem Videointerview betont gelassen. Rund um das Thema Natura 2000 gebe es eben „Profilierungsversuche“. Andreas Köll müsse sich dessen bewusst sein, dass er als Bundesrat alle Osttiroler vertrete und die Bevölkerung des Bezirkes sehr wohl wisse, wie diese Aktivitäten einzuschätzen seien.

Angesprochen auf den von Köll federführend ins Leben gerufenen Verein „Naturpark Osttirol“ stellte Platter klar, dass „selbstverständlich“ an einem Programm zur touristischen und gesamtwirtschaftlichen Belebung der Region gearbeitet werde, die entsprechenden Mittel würden aber sicher nicht von den Bürgermeistern des oberen Iseltales unter Kölls Führung disponiert werden. „Was mit den Fördermitteln geschehen wird, bestimme immer noch ich.“ Das komplette Interview bringen wir als Video in den nächsten Tagen.

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19 Postings bisher
Iseltaler vor 3 Jahren

Hallo Du, regenwurm! Soviel Englisch kann ich gerade noch dass ich weiß, dass nanny „Kindermädchen“ heißt und sonst wüßt ich's sogar aus der gleichnamigen soap-opera, die manchmal geschaut zu haben du mich jetzt ertappt hast...Nanny ist im vorliegenden Falle aber tatsächlich eine Großmutter, was ja ein durchaus ehrenwerter "Beruf" ist.

Gertrude vor 3 Jahren

Herr Landeshauptmann, Osttirol hat zur Zeit viel Diskussionsbedarf zum Thema Natura 2000 und da finden Sie anscheinend noch Zeit, den Betrieb der Fa. Zanier zu besichtigen? Dafür wurden Sie und Herr Kuenz sicher nicht gewählt!

regenwurm vor 3 Jahren

@ Iseltaler: "nanny" bedeutet Kindermädchen, nicht Großmutter.... ;)

Iseltaler vor 3 Jahren

@nanny Liebe Großmutter wenn Sie das Verhalten von sieben Iseltaler Bürgermeistern einfach "kindisch“ finden und dafür plädieren, dass bis zum „geht nicht mehr“ verhandelt werden sollte, dann darf ich Sie vielleicht nur auf den auch von Ihnen so vehement verteidigten Direkt-Zug verweisen: Was haben denn dort 20.000 Unterschriften aus Osttirol, eine parlamentarische Initiative von jungen Osttirolern mit neuerlich 7.400 Unterschriften, ein einstimmiger Südtiroler Landtagsbeschluss, Initiativen des Osttiroler AAB und Seniorenbundes sowie alle anderen politischen Parteien außer Grün und Schwarz genützt? Welche Argumente haben Sie gefunden, um Günther Platter und Ingrid Felipe davon abzuhalten, den staatsvertraglich seit Saint Germain abgesicherten Direktzug wieder einzuführen, den der Nordtiroler Bauernbündler Anton Steixner einfach gekillt hat? Ein damit verbundener Bauern-Deal mit dem Milchhof Sterzing für Wipptaler Bauern konnte bis heute nicht glaubwürdig dementiert werden! Glauben Sie wirklich, dass man nur mit Bravsein irgendetwas ausrichten kann, wenn man/frau in der Tiroler Landesregierung einfach über Osttirol drüberfahren?

Ornithologe vor 3 Jahren

Aha! Jetzt wissen wir endlich, was Günther Platter mit „Abrüstung der Worte“ gemeint hat: Nach dem gemeinsamen Besuch von ihm und „Drüberfahr-Assistent“ Hermann Kuenz in der dolomitenstadt (die betroffene Iselregion wird ja beharrlich gemieden) sind offensichtlich einige Inspirationen für Gerhard Pirkner entstanden. Man brauch dazu nur den nebenstehenden Kommentar lesen: Wenn das eine Abrüstung der Worte sein soll, dann werden das sicher noch interessante Abrüstungsgespräche werden!

Lorevei vor 3 Jahren

Interessant wirds, wenn Günther Platter und Ingrid Felipe in völligem Einklang von „Profilierungsversuchen“ und dem „Flussjuwel Isel“ sprechen. Wir Osttiroler und die Zukunft unserer Kinder sind denen doch so was von Conchita, man könnte auch Powidl sagen...Felipe versucht zumindest, ihre grüne Klientel zu bedienen, wenn auch nicht immer mit ganz sauberen Methoden: auf das Zurückrudern bin ich daher schon gespannt!

Die ÖVP greift hingegen ihre eigenen Bürgermeister an: Wenn Platter so weitermacht, dann hat er bald keine Klientel mehr: Neben Lienz und St. Jakob werden dann bald auch andere größeren Gemeinden in Osttirol nicht mehr länger schwarz sein! Da kann der LH schon einen auf „starker Mann machen, der er nicht ist! Das wird ihm dann gar nichts nützen.

Ich frage mich.... vor 3 Jahren

Herr Landeshauptmann!

Wen soll Andreas Köll „als Bundesrat“ bei Natura 2000 noch alles vertreten: Alle Osttirolerinnen und Osttiroler, also auch jene, die nicht im Iseltal leben, arbeiten und wirtschaften?

Alle Grünen, also auch jene, die ihn und ein Dutzend andere Tiroler Bürgermeister bei der Staatsanwaltschaft wegen freier Meinungsäußerung in Verbindung mit Gemeindeinteressen vor der Wehrpflichtvolksbefragung angezeigt haben...?

Jene grünen Koalitionspartner, die ihn in Kals nicht mehr reden lassen wollten und bis heute, trotz anderslautender Zusagen, noch keinen brauchbaren Natura 2000-Plan herausgerückt haben?

Ist das nicht alles ein bisschen viel verlangt, Herr Landeshauptmann, von jemandem, der als Planungsverbandsobmann nur einstimmige Beschlüsse anderer Bürgermeister zu vollziehen oder als Bürgermeister umfassende Interessen der Bevölkerung zu vertreten hat, damit unsere jungen Menschen auch außerhalb des bereits riesengroßen Natura 2000-Gebietes noch eine Zukunft und Existenzberechtigung für Arbeit und Wirtschaft in ihrer Heimat sehen?

Und Herr Landeshauptmann: Darf ein ÖVP-Bürgermeister in der von Ihnen geführten Tiroler Volkspartei auch Ihrem grünen Koalitionspartner die Frage „nach einem Plan“ stellen, ohne dass Sie ihm von einem willfährigen Abgeordnetenkollegen der eigenen Partei ausrichten lassen, dass er „den Bogen überspannt“ hätte?

Wer hat denn da „den Bogen“ überspannt?

Gute Nacht OEVP vor 3 Jahren

Wieviel Überheblichkeit und Selbstüberschätzung (kleiner LH?) oder Abgehobenheit (großer LH?) muss jemand haben, der den Einsatz von langjährigen Bürgermeistern für die Anliegen einer großen Mehrheit ihrer Gemeindebürger als Profilierungsversuche abqualifiziert, den Rücktritt von zwischenzeitlich vier Parteiobleuten, von denen einige fast ihr Leben lang für die Partei gelaufen sind, als gesteuert (ohne eigene Meinung ?) bezeichnet, bei Parteiaustritten der Öffentlichkeit mitteilt, dass die Ausgetretenen „eh kein Problem“ wären, weil sie ja ihre Mitgliedsbeiträge nicht bezahlt hätten....was muss bei dieser ÖVP noch alles kommen, um endlich ernstgenommen zu werden? Da helfen wahrscheinlich wirklich nur mehr Volksbefragungen im gesamten Iseltal, denn dann wissen endlich alle, was die unmittelbar betroffenen Osttiroler wirklich von Natura 2000 halten...

Cato vor 3 Jahren

Zum Thema ein Politiker - 2 Meinungen nur so viel: Hat Andreas Köll als ÖVP-Abgeordneter im Land Tirol NICHT gegen das geforderte Agrargesetz-Neu gestimmt? Doch!

Aha..., aber warum hat er dann als ÖVP-Bgm. der Gemeinde Matrei in der eigenen Gemeinde für die Rückübertragung der Agrargemeinderechte geklagt? In zweifacher Instanz? Tja

Man sieht eben immer wieder: Irgendwann wird mit einem genau so verfahren, wie man selber mit anderen jahrelang verfahren ist.

Randnotiz vor 3 Jahren

Bedeutung des Wortes „Profilierung“ laut Duden = Fähigkeiten (für einen bestimmten Aufgabenbereich) entwickeln und dabei Anerkennung finden...

Bedeutung des Wortes „Profilierung“ laut PLATTERIFELIPIKUENZIPEDIA = eigene Klientelbedienung (in einer Koalition nur dem grünen Partner, schon am nächsten Tage wieder erlaubt, für ÖVP-Bürgermeister, von denen dies häufig als = „Interessen der eigenen Bevölkerung vertreten“ missverstanden wird, absolut verboten...)

Seltenere Bedeutung für ÖVP-Funktionäre = eigenständiges Denken als schlimmste Form von Majestätsbeleidigung...einziges probates Mittel dagegen = „Hände foltn, Goschn holtn...!“

foschtgiehner vor 3 Jahren

Hallo adolack! Hoffentlich ist auch der Hauser so schlau und befragt in St. Jakob seine Gemeindebürger. Aber da wird er sicher sofort wieder vom Kuenz angegriffen, der ihm seinen verdienten Urlaub vorhält und sagt, er hätte Sitzungen geschwänzt.

beobachter52 vor 3 Jahren

Gratuliere @realist, dem Kommentar ist (fast) nichts hinzu zufügen! Nur: Der Schett sitzt im Landtag (sicherer zusätzlicher Bezug) und ist gegen das Kraftwerk in Innervillgraten, das eigentlich (zu seiner kurzen Zeit als Bürgermeister) seine Idee war .... Und: Wie können die Osttiroler 3 "Bauern" (und noch 2 aus einer Gemeinde) als ihre Vertreter in den Landtag wählen - die Rechnung wird ihnen jetzt schon präsentiert! Schade, aber man kann auch sagen: Selber schuld .....

realist vor 3 Jahren

Ich verstehe diese ewige Kraftwerksdiskussion auch nicht mehr! Diese Engstirnigkeit ist der helle Wahnsinn!

All die jenigen die immer nur das Kraftwerksthema ansprechen sind meiner Meinung nach nur Mitläufer die zu faul sind sich Informationen zu beschaffen!

Dabei reicht ein simpler "Klick" in Google und man erhält massenhaft Informationen über Natura 2000 !!

Also - schaut euch mal das Ganze an und nicht nur einen Bruchteil! Ist wie mit einer Zeitung: Die meisten lesen die Überschrift - und glauben dann dass sie den ganzen Inhalt des Artikels kennen!

Und nur mal so ein kleiner Hinweis zum Verständnis:

ca. 33 % von Osttirol sind schon Naturschutzgebiet !!! ca. 56% von Matrei sind schon Naturschutzgebiet !!!

Ich denke dass es verständlich ist, dass sich viele gegen Natura2000 wehren !!!

@ stefan_rainer

Stimmt - die Handlungsweise von Kuenz und die Nichthandlungsweise von Mayerl lassen sehr zu wünschen übrig!

und war da nicht noch einer ???? Wo ist Schett ????

adolack vor 3 Jahren

Weißt was Platter, wenn du schon alleine bestimmst, wos langgeht, dann ghalt dir doch deine Fördermittel, für die wir alle immer höhere Steuern bezahlen müssen, also nicht dein Geld, und lass uns Osttiroler mit Natura 2000 in Frieden!

Mach es doch bei dir in Nordtirol, z.B. im Ötztal oder Zillertal, die werden dir dann schon sagen, wos lang geht. Politiker kommen und gehen aber Natura 2000 bleibt und ist ewig nicht mehr wegzubringen! Wir haben schon genug davon, da helfen noch so viele Förderungen nichts, um die dauernden Nachteile auszugleichen! Wir sind das Volk, auf das du und dein Vollstrecker Kuenz überhaupt nicht mehr hören!

Ich habe das letzte Mal ÖVP gewählt, da sind alle anderen besser für Osttirol! Hoffentlich werden unsere Bürgermeister im Iseltal so gscheit, lassen sich nicht kaufen und machen wieder Volksabstimmungen, von Prägraten, Virgen, Matrei, St. Johann und Schlaiten bis Ainet! Dann werden wir schon sehen, wie unsere Bevölkerung wirklich denkt und was die EU und das Land Tirol dann gegen unseren Willen tun werden!

stefan_rainer vor 3 Jahren

Ich war nie ein Fan von Köll - aber er macht wenigstens das wofür er gewählt wurde - er vertritt seine Bürger gegenüber Landesregierung. Genau das sollte eigentlich Kuenz machen. Er sollte die Anliegen, Ängste und Sorgen der betroffenen Bevökerung in Innsbruck vertreten. Er macht das volle Gegenteil. Er vertritt die Meinung der Landesregierung in Osttirol. Darüber sollte er sich mal Gedanken machen.

Eine so weitreichende Entscheidung wie eine Natura 2000 Ausweisung soll innerhalb von 2 Monaten ohne Information und Diskussion über die Bühne gebracht werden?

In der ganzen Diskussion geht es immer nur um Kraftwerke! (Besonders in diesem Medium) Dabei geht es der "normalen" Bevölkerung ganz sicher nicht um die Kraftwerke. Fragt mal einen der betoffenen Grundeigentümer mal ob er schon mal von irgendjemanden informiert wurde was er mit seinem Grundstück danach noch machen darf oder soll? Es weiß ja nicht mal jemand wieviel links und rechts der Isel nominiert wird?? Sowas muss man sich mal vorstellen!!

Wenn mir jetzt noch jemand sagen will das die Vorgangsweise der Landesregierung in Ordnung ist - dann weiß ichs auch nicht mehr. Hier geht es eher um geziehlte Nicht-Information!

Aber laut Kuenz ist das eh alles nicht wahr - und es ist ja alles so toll. Und der Mayerl sagt aus Angst was Falsches zu sagen schon wochenlang einfach gar nichts mehr.

Ich schäme mich das ich einen von beiden bei der letzten Wahl meine Stimme gegeben habe!!

oschtadio vor 3 Jahren

Tamariske hin , Naturpark her ...wer kann erklären, warum plötzlich der Bau von Kraftwerken an der Isel die "sein" oder "nicht sein" Frage für weite Teile Osttirols regeln wird ! Warum wird fälschlicherweise argumentiert , daß "nur" Kraftwerke die Existenz der Bevölkerung und der weiteren Generationen im Iseltal sichern können ? ... das eh schon so wirtschaftlich unterentwickelte Osttirol ...Woran wird das gemessen ..an der schwachen Kaufkraft ? Daran ändern Isel-Kraftwerke gar nichts ! Natürlich erfreulich , aber nur einmalig über einen Zeitraum von 1-2 Jahren profitabel für Planungs-Bau-und andere Firmen, was kommt danach ? Warum werden von den dzt. Politikern keine alternativ sinnvolle und nachhaltig wohlstandssichernde Projekte eingebracht , wie es zB die "Vordenkergruppe" in vielen Ansätzen und Überlegungen aufzeigt. Der Bevölkerung zu suggerieren " ohne Isel-Kraftwerke sind wir ( die halbe Bevölkerung Osttirols ) wirtschaftlcih tot !" ist aus Sicht der Kraftwerk Protagonisten subjektiv verständlich , aber objektiv im Sinne einer nachhaltigen wirtschaftlich positiven Entwicklung Osttirols einfach gelogen !

Resus vor 3 Jahren

Da haben wohl ein paar jegliche Sensibilität für die berechtigten Anliegen der Iseltaler Bevölkerung verloren: Wenn der Virgener Vizebürgermeister als ÖVP-Ortparteiobmann nur wenige Wochen danach zurücktritt, nachdem er in dieses Amt gebeten worden ist, so unterstellt ihm Kuenz, dass das nicht seine eigene Entscheidung gewesen wäre!

Wenn sich alle Iseltaler Bürgermeister, sogar jene von St. Johann im Walde oder Schlaiten auf ihren Homepages und in Pressegesprächen über die „Überrumpelungstaktik“ von Landeshauptmann-Stellvertreterin Felipe beschweren und deren Vorgangsweise als „elend schwach“ bezeichnen, so rückt wieder Kuenz aus und bezeichnet derartige Äußerungen als „wenig hilfreich“: Wenig hilfreich für wen, etwa für Kuenz?

Wenn sich der zuständige Planungsverbandsobmann und derzeit von allen Natura 2000-Ausweisungsvorschlägen am meisten betroffene Matreier Bürgermeister zu Wort meldet, so sind dies „Profilierungsversuche“.

Wenn sich bei diesem Thema und einigen anderen Bezirksthemen jemand profilieren will, ohne dafür ein Verhandlungs-Mandat zu haben, oder von irgendjemandem dafür ersucht worden zu sein, so ist dies der „Politik raus aus dem Tourismusverband“- und „fast Vorwärts Tirol-Kandidat“- Hermann Kuenz!

Im Unterschied zu allen anderen politischen Bezirksparteien bringt die ÖVP offensichtlich kein Verständnis für die Bürgermeister des Iseltales von Prägraten am Großvenediger bis Ainet auf und stellt sich sogar noch auf die Seite ihres grünen Koalitionspartners. Das „Landeshauptmann-Getue“ und breite Grinsen von Hermann Kuenz auf dem obigen Foto sagt eigentlich alles aus, was auszusagen ist.

Über die Aussagen von Landeshauptmann Günther Platter – sollten sie in dieser Form getätigt worden sein - werden sich die OsttirolerInnen ihr eigenes Urteil bilden. Diese werden auch sehr wohl wissen, wie derartige Aktivitäten einzuschätzen sind.

In dieser Partei haben wohl manche jegliches Gespür und jegliche Sensibilität für die berechtigten Sorgen und Ängste der Iseltaler Bevölkerung verloren.

Leonhard vor 3 Jahren

Also ich finde dieses Verhalten der ÖVP-Funktionäre, die osttirolweit keiner kennt, einfach nur einfältig. Bisher haben sie sich an der Futtertrögen von Gemeinde Matrei, Felbertauern, Abwasserverband und ÖVP ohne einen Genierer gelabt, hingegen für die Partei oder gar für die Öffentlichkeit überhaupt nichts zustande gebracht.

Jetzt wenn Köll pfeift und den Osttiroler ÖVP-Landtagsabgeordneten und dem Landeshauptmann aus Rache für seine Niederlage Rücktritte vor den Latz knallen will, gehorchen sie natürlich. Wen werden diese beiden Köll-Güstlinge und Familie Riepler aus Huben wohl bei der nächste Wahl wählen, die Grünen vielleicht?

Und wem wird Köll bei seinem nächsten Wutanfall den Rücktritt befehlen, dem ÖVP-Obmann von Geiblhüebn oder dem Wirtschaftsbund-Präsidenten von Echlawossers? Selbst wird er ja kaum zurücktreten, weil was wäre der ohne ÖVP?

nanny vor 3 Jahren

Man mag zu diesen Dingen, die da vorgehen, stehen wie man will. Aber das Verhalten der Iseltaler Granden finde ich einfach kindisch. Es muss verhandelt werden bis zum "geht nicht mehr", es kann dauern, man muss Argumente finden, die jeder versteht (ich kann z. B. nicht ganz nachvollziehen, warum man sich von Kraftwerken das Heil erwartet - kosten eine Menge und rentieren sich - vielleicht - nach Rückzahlung aller Schulden vielleicht in 30 Jahren - und das ist nicht sicher). Abmilderung "strenger" Naturschutzbestimmungen ist sicher möglich mit Zähigkeit. Aber gleich alles einfach "hinschmeißen". Wer soll denn etwas "besser" machen? Die Grünen? Die Roten? Die Blauen? - die Farben der restlichen sind mir nicht geläufig. Kopfschütteln ist angesagt.