Erstes „Free Solo Masters“ in Lienz

Peter „Luner“ Ortner holt Profikletterer Mitte September in die Dolomitenstadt.

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Der Osttiroler Bergsportler Peter Ortner ist der Erfinder des „Free Solo Masters“. Am Dienstag, 19. August, wurde das Konzept den Osttiroler Medien vorgestellt. Fotos: Dolomitenstadt/Egger

Am Freitag, 12. September, und Samstag, 13. September, steigt in Lienz zum ersten Mal das „Free Solo Masters“. Free Solo vereint Sportklettern mit dem sich derzeit im Aufwind befindenden Bouldern. Der Osttiroler Bergsportler Peter Ortner arbeitet schon seit Jahren an einem Konzept, Free Solo auch in ein wettkampftaugliches Format zu bringen. Das ist nun passiert, die Planungen auf das Event laufen bereits auf Hochtouren. Die zentralen Elemente am Ende des Lienzer Hauptplatzes werden eine 16 Meter hohe Wand und ein 15 mal 15 Meter großes Airbag sein. „Free Solo ist die reinste Form des Kletterns – die mentale Stärke ist sehr wichtig“, so Luner. Erlaubt sich ein Athlet auf der Wand einen Fehler, liegt er im Luftkissen. Was Peter Ortner am Free Solo neu erfunden hat, erklärt er im folgenden Audiofile:

Der Osttiroler Paradekraxler ist schon jetzt auf das Training am Vortag des eigentlichen Wettkampfes gespannt: „Auch ich selber habe es so noch nie probiert – ich denke aber, ab einer bestimmten Sprunghöhe kann man sich in der Luft auf den Sturz vorbereiten.“

Erwartet werden an die hundert Teilnehmer aus ganz Europa. „Ich habe meinen Freundeskreis aus der Kletter-Szene eingeladen – sie waren hellauf begeistert und sehr motiviert“, so Ortner, der auch seinen „Sportsfreund“ David Lama in der Dolomitenstadt erwartet. Am Ende des Tages wird jener am obersten Treppchen stehen, der die vorgegebene Route so hoch und schnell wie möglich bezwingt.

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Heuer will Werner Frömel mit der Kick-off-Veranstaltung starten, Kostenpunkt: 40.000 Euro. Nächstes Jahr soll alles noch größer und noch spektakulärer werden.

Die Kletterwand, die beim Event erstmals zum Einsatz kommen wird, wurde über das Alpinzentrum Lienz errichtet, welches über den TVBO finanziert wird. „Sollte das Format erfolgreich sein, und ich gehe davon aus, kann man die Wand auch an andere europäische Städte verleihen – die Wand ist auf Osttirol gebrandet und wäre eine optimale Werbung für uns“, so Werner Frömel, Aufsichtsratsobmann des Tourismusverbandes. Seitens des TVBO will man sich heuer auf eine „Light-Version“ fokussieren, nächstes Jahr soll dann im gleichen Format ein „Megaevent auf einer anderen Stufe“ entstehen – auch eine Weltmeisterschaft steht im Raum.

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