Matrei schießt Greifenburg aus dem Tauernstadion

In der 5. Runde deklassierten die Iseltaler ihre Gäste mit 6:0.

In den ersten Minuten dieses Spieles waren die Oberkärntner die aggressivere Mannschaft und setzten die Matreier Abwehr sehr früh unter Druck. Bis auf einen Weitschuss von Stefan Knaller, den Benjamin Unterwurzacher im Matreier Tor abwehren konnte, schaute für die Gäste jedoch nichts Zwingendes heraus.

Die Hausherren fanden erst langsam ins Spiel, doch nach fünfzehn Minuten begann das „Tauernwerkl“ dann so richtig zu laufen. Daniel Kleinlercher knallte den Ball, nach einem abgewehrten Eckball, aus rund 20 Metern halbvolley zur 1:0 Führung für die Iseltaler ins Netz. Nur zwei Minuten später lief Raphael Hatzer auf der rechten Seite der Greifenburger Abwehr auf und davon und konnte nur mehr durch ein Strafraumfoul von Ziga Jurhar gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Rene Scheiber souverän zum 2:0.

Sechs Mal mussten die Gäste aus Greifenburg an diesem Tag zusehen, wie sich das Netz in ihrem Gehäuse bauschte. Foto: Brunner Images
Sechs Mal mussten die Gäste aus Greifenburg an diesem Tag zusehen, wie sich das Netz in ihrem Gehäuse bauschte. Foto: Brunner Images

Und weiter ging es in dieser Tonart. Einen hohen Ball in den Strafraum nahm Mario Kleinlercher seelenruhig herunter, vernaschte einen gegnerischen Verteidiger und schoss in der 24. Minute zum 3:0 ins lange Eck ein. Die Greifenburger wirkten in dieser Phase komplett überfordert und mussten froh sein, die erste Halbzeit ohne weitere Gegentore zu überstehen. Der unermüdlich rackernde Matrei Stürmer Raphael Hatzer hatte den vierten Treffer gleich mehrmals am Kopf bzw. Fuß. Zuerst scheiterte er nach einer Flanke von Mario Kleinlercher mit einem Flugkopfball an Greifenburg Keeper Kevin Kroisl. Dann tauchte er völlig alleine vor dem gegnerischen Tor auf, schob den Ball aber knapp vorbei.

Die wohl größte Möglichkeit hatte der sympathische Angreifer aber zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff. Zuerst scheiterte Rene Scheiber an Greifenburg-Keeper Kevin Kroisl, den abprallenden Ball spielte er dann quer zum völlig freistehenden Raphael Hatzer, doch der knallte aus kurzer Distanz an die Latte. Und kurz nach dem Seitenwechsel hatte der gebürtige Prägratener gleich die nächste Großchance. Von der rechten Angriffsseite drang er in den Strafraum ein, doch anstelle selber abzuschließen, wollte er auf Rene Scheiber abspielen, der Pass wurde allerdings von einem Greifenburger Abwehrspieler abgeblockt.

Die Oberkärntner bemühten sich zwar um den Anschlusstreffer, liefen sich mit ihren Angriffsbemühungen aber immer wieder an der von Kapitän Martin Holzer glänzend organisierten Matreier Abwehr fest. Die einzige brenzlige Situation war ein Freistoß von Roman Gaspersic auf die Tormannecke, den aber Benny Unterwurzacher im Tor der Iseltaler souverän parierte.

Danach waren dann wieder die Hausherren am Zug. Zuerst kanonierte Mathias Berger aus rund 20 Metern Entfernung auf das Greifenburger Tor, doch Kevin Kroisl drehte den Ball über die Latte. Der kurz zuvor eingewechselte Jakob Lukasser sorgte aber schließlich mit einem Doppelpack für klare Fronten. In der 74. Minute fiel das runde Leder – nach einem missglückten Passversuch auf Rene Scheiber – etwas glücklich Lukasser selbst wieder vor die Füße und diesmal fackelte er nicht lange und versenkte den Ball mit dem linken Fuß zum 4:0 im gegnerischen Gehäuse. Und zehn Minuten später wuchtete er das Spielgerät nach Flanke von Raphael Hatzer mit einem sehenswerten Flugkopfball zum 5:0 in den Kasten.

Kurz davor hatten die Gäste Glück, alle Spieler auf dem Feld zu behalten. Für ein Frustfoul an Mathias Berger sah Greifenburg-Akteur Roman Scheiflinger eine geradezu lächerliche gelbe Karte, der rote Karton wäre in dieser Situation wohl eher angebracht gewesen. Eine der wenigen Fehlentscheidungen des sonst sehr umsichtig agierenden Spielleiters Jakob Koppitsch. Zum Glück für die Hausherren konnte Mathias Berger weiterspielen.

Den Schlusspunkt in diesem Spiel setzte nur eine Minute nach dem fünften Treffer Rene Scheiber, der für den Endstand von 6:0 sorgte. Damit sind die Iseltaler eine Woche vor dem Derby gegen den FC/WR Nußdorf-Debant so richtig in Fahrt gekommen und schieben sich mit drei Siegen in Serie auf den vierten Tabellenplatz nach vorne.

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