Rapid Lienz verliert in Dellach/Gail mit 1:3

Das Spiel im Gailtal begann für die Dolomitenstädter praktisch mit einem 0:1 Rückstand. Bereits in der 3. Minute nützte Stefan Steinwender einen individuellen Fehler der Gäste eiskalt aus, zog auf Torhüter Christoph Stocker zu und schoss mit dem Außenrist überlegt zur frühen Führung für die Hausherren ein.

Nur sechs Minuten später hatten die Rapidler Glück, nicht bereits den zweiten Gegentreffer einzufangen. Nach einem schnellen Konter über Dejan Burgar setzte Daniel Brandauer dessen Zuspiel aber lediglich ans Außennetz.

Danach besannen sich die Gäste aber ihrer spielerischen Qualitäten und erspielten sich eine Feldüberlegenheit. Zunächst scheiterte Lukas Steiner mit einem Schuss von der Strafraumgrenze am Dellacher Keeper Julian Arneitz und in der 13. Minute landete sein gut angetragener Freistoß auf der Oberkante der Querlatte. Kurz darauf konnte sich der Gailtaler Schlussmann bei einem Schuss von Christopher Korber auszeichnen.

Und weiter ging es mit dem Lienzer Sturmlauf. Die Hausherren verteidigten sich geschickt mit Mann und Maus, wobei ihnen natürlich die frühe Führung in die Karten spielte. Nach 27 Minuten jagte Lukas Steiner im Anschluss an einen Eckball das Spielgerät an die Querlatte und drei Minuten später schoss Daniel Steiner nach weitem Pass von Patrick Eder den Ball knapp am Dellacher Tor vorbei. Praktisch im Gegenzug kamen die Hausherren nach einem Stellungsfehler der Lienzer Defensive zu einer guten Möglichkeit. Daniel Brandauer zirkelte den Ball aber knapp am Lienzer Tor vorbei.

Die Rapidler hatten bis zum Pausenpfiff noch zwei vielversprechende Torchancen. Zunächst fiel ein Schuss von Lukas Steiner zu zentral aus und der Dellacher Keeper hatte keine Probleme den Ball zu arretieren und wenig später konnten die aufopfernd kämpfenden Hausherren einen Distanzschuss von Sven Lovric nach einem kurz abgespielten Eckball gerade noch abblocken.

Gleich nach Wiederanpfiff nahm das Unheil für die Rapidler weiter seinen Lauf. Nach einem Doppelpass knallte Stefan Steinwender den Ball aus rund 18 Metern halbhoch zum 2:0 für die Gailtaler in die Maschen. Und beinahe wäre nach 53 Minuten die Partie wohl endgültig entschieden gewesen. Nach einem weiten Ball in den Strafraum scheiterte Daniel Brandauer mit seiner Direktabnahme aber am Lienzer Keeper.
Rapid Trainer Markus Hanser versuchte in der 57. Minute mit einem Tripletausch dem Spiel nochmals eine Wendung zu geben. Nur vier Minuten später traf Sven Lovric nach Zuspiel von Christopher Korber mit einem Schuss ins lange Eck zum 1:2 Anschlusstreffer. Und der eingewechselte Mario Steiner hatte zwei Minuten später den Ausgleich am Fuß. Nach tollem Pass von Daniel Steiner traf er den Ball aus kurzer Distanz aber nicht richtig und das runde Leder kullerte die Torlinie entlang und via Innenstange wieder aus dem Gefahrenbereich heraus.

Diese vergebene Großchance war dann auch ein gewisser Knackpunkt im Spiel der Grünweißen, die sich bis zum Spielende keine erwähnenswerten Chancen mehr erspielen konnten. Wesentlich abgebrühter agierten an diesem Tag die Gastgeber. Nach einem schnellen Konter und einem Abstimmungsfehler in der Lienzer Hintermannschaft sorgte Daniel Brandauer für den 3:1 Endstand.
Danach warfen die Lienzer noch einmal alles nach vorne, scheiterten aber mit vielen hohen Bällen immer wieder am überragenden Dellacher Abwehrchef Marcel Mandler, der diese kompromisslos aus dem Gefahrenbereich beförderte.

Ein enttäuschter Thomas Fian, Sportlicher Leiter des SV Rapid Lienz, meinte nach dem Spiel: „Uns hat heute die Effizienz vor dem Tor gefehlt. Drei Aluminiumtreffer sind wohl der eindeutige Beweis dafür. Die Hausherren, denen die schnellen Treffer jeweils nach Wiederanpfiff sicherlich in die Karten gespielt haben, präsentierten sich als sehr kampfkräftige Elf, die ihre wenigen Chancen eiskalt verwertet hat. Unser Fokus richtet sich aber schon wieder auf das nächste Spiel am kommenden Sonntag gegen die SG Drautal.“

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