Matrei besiegt Steinfeld vor heimischem Publikum 3:1

Stark ersatzgeschwächt gingen die Iseltaler am Samstag abend in das Spiel gegen den Absteiger aus der Kärntner Liga. Mario und Daniel Kleinlercher, Jakob Lukasser, Raphael Schneeberger und der gesperrte Daniel Kofler standen Trainer Marko Bajic diesmal nicht zur Verfügung. Und beinahe wäre den Hausherren vor rund 400 Zusehern im Matreier Tauernstadion ein Start nach Maß gelungen. Nach einem Foul an Rene Scheiber schnappte sich dieser den Ball, führte den dafür verhängten Freistoß schnell auf Martin Swette aus, doch der scheiterte am Steinfelder Keeper Simon Gstrein.

Aufgrund der überwiegend offensiv orientierten Ausfälle, versuchten die Hausherren aus einer gesicherten Abwehr und einem kampfstarken Mittelfeld über schnelle Konter zum Erfolg zu kommen. Doch die Gäste mit fünf Legionären und den beiden gebürtigen Osttirolern Michael Schneider und Dennis Jeller in der Startformation, hatten einen Samir Nuhanovic in ihren Reihen, der immer wieder für Gefahr vor dem Matreier Tor sorgte. Zuerst schloss er einen Konter mit einem Schuss von der Strafraumgrenze ab, der knapp daneben ging. Und in der 16. Minute scheiterte er nach einem Stellungsfehler in der Matreier Hintermannschaft am Keeper der Heimischen, Benny Unterwurzacher.

Danach konnten sich die Iseltaler besser auf den schnellen Stürmer der Gäste einstellen und vor allem bei Abwehrchef Martin Holzer war für den wieselflinken Stürmer immer wieder Endstation.
In der 27. Minute wurden die Matreier für ihren tollen Kampfgeist belohnt. Lukas Brugger spielte einen Traumpass auf Moritz Mair. Dieser trickste den gegnerischen Keeper aus und schoss mit dem linken Fuß zum viel umjubelten 1:0 für die Gastgeber ein.

Bis zum Halbzeitpfiff tat sich nichts Aufregendes mehr, vor allem, weil die Matreier das Spiel immer besser unter Kontrolle bekamen und ihre Defensivabteilung für die Gäste zu einem unüberwindbaren Hindernis wurde.
Nach dem Seitenwechsel verstärkten die Matreier ihre Offensivbemühungen und drängten auf den zweiten Treffer. Nach einer Freistoßflanke in den Strafraum ließ Simon Gstrein im Tor der Steinfelder den durch den starken Regen extrem glitschigen Ball los, doch Moritz Mair scheiterte aus kurzer Distanz an einer guten Reaktion des Gästekeepers. Auf der Gegenseite konnte sich der erneut bärenstarke Benny Unterwurzacher bei einem Schuss von Samir Nuhanovic auszeichnen.

Dann hatte Raphael Hatzer seine großen Auftritte. In der 53. Minute scheiterte er nach Zuspiel von Martin Walter noch am gegnerischen Keeper, der seinen Schuss mit dem linken Fuß zum Eckball abwehren konnte, doch in der 62. Minute kannte der Jubel unter den Matreier Spielern und Fans keine Grenzen mehr. Nach einem toll vorgetragenen Angriff über mehrere Stationen landete der Ball auf der linken Seite beim blonden Wirbelwind und dieser schob den Ball zwischen den Beinen des herauslaufenden Simon Gstrein zum 2:0 in die Maschen.

Dieser Verlusttreffer wirkte auf die Steinfelder wie ein Schock und die Iseltaler nützten dies gnadenlos aus. Nachdem Rene Scheiber den Ball in aussichtsreicher Position über den Kasten gesetzt hatte, war nach 75 Minuten erneut Raphael Hatzer zur Stelle. Martin Walter spielte den Ball durch die Steinfelder Abwehr ideal auf seinen Mitspieler und dieser netzte den Ball eiskalt zum 3:0 ein.

Kurz darauf musste Rene Scheiber verletzungsbedingt vom Platz und durch den blutjungen Manuel Amoser ersetzt werden. Im Anschluss an einen Eckball verkürzten die Gäste nach 78 Minuten durch einen Kopfball von Pascal Reiter auf 3:1. Allerdings ging diesem Treffer ein klares Foulspiel voraus, was man auch am zerrissenen Trikot von Raphael Hatzer deutlich sehen konnte.

In den Schlussminuten verstärkten die Gäste den Druck. Die Iseltaler kämpften aber wie die Löwen und wollten sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen. Bis auf einen Schuss von Samir Nuhanovic, den Matrei Keeper Benny Unterwurzacher erneut entschärfen konnte, ließ aber die vom überragenden Martin Holzer blendend organisierte Abwehr der Heimischen an diesem Tag nicht mehr zu.

EIn aufgrund der kämpferischen Leistung absolut verdienter Erfolg der Matreier gegen eine bunt zusammengekaufte Oberkärntner Elf. Dass man aber alleine mit Geld kein Spiel gewinnt, bewiesen an diesem Abend die jungen Iseltaler, die um jeden Zentimeter kämpften und sich dafür auch mit drei Punkten belohnten.

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